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2016er Scheurebe fruchtig von Gröhl im Test

GroehlScheurebeBeim ersten von uns getesteten Wein aus dem Hause Gröhl handelt es sich um einen 2016er Scheurebe fruchtig. Der Wein wird in einer optisch ansprechenden 0,75l-Flasche angeboten. Im Folgenden wollen wir euch zunächst einige Informationen zum Wein mitgeben sowie unsere persönlichen Geschmackseindrücke.

Flüssiges Gold im Glas

Bei der Scheurebe handelt es sich um einen Terassenwein. Hier wachsen die Reben nicht auf dem klassischen Weinberg, sondern stattdessen auf einem speziell für die Anlage von Rebstöcken terrassierten Berghang. Dies geschieht unter anderem, um bei starken Niederschlägen leichter ein Abschwemmen des Bodens zu verhindern. Ein weiterer Vorteil: Durch die Weinbergsmauern wird tagsüber aufgenommene Sonnenwärme gespeichert und nachts abgegeben. Die Scheurebe ist eine Kreuzung aus Riesling und Bukettraube und wird bevorzugt für die sandigen Böden von Rheinhessen angebaut. Bei Gröhl wird die Scheurebe als „Gutswein“ in den Varianten fruchtig, halbtrocken und trocken angeboten. Der Weißwein wird im Edelstahltank ausgebaut, enthält 9% vol Alkohol, 8,4g / l Säure und 62,5g / l Restzucker. Damit eignet sich der Wein hervorragend auch als Dessertwein. Vom Charakteristikum her wird er mit  „würzigem Bukett“, mit den Leitaromen „Grapefruit und Johannisbeere“, sowie „fruchtiger Restsüße“ und „elegantem Spiel von Frucht, Süße und Säure“ beschrieben.

Der 2016er Scheurebe fruchtig im Geschmackstest

Nun bin ich natürlich gespannt, wie sich die Scheurebe im aktuellen Jahrgang gestaltet. Bereits der Blick auf die Flasche ist schon eine tolle Einladung und macht Lust auf das, was da kommen wird. Leicht gelbgrün schimmert der Wein in der Flasche. Beim Öffnen strömen viele Aromen in die Nase. Das sich aufbauende Bukett verheißt ein fruchtiges Erlebnis. Einzelne Früchte wie die beschriebenen Anklänge an Grapefruit und Johannisbeere sind noch nicht ganz zu erkennen. Doch in dem Moment, in dem der Wein ins Glas eingeschenkt wird und zu atmen beginnt, verdichten sich die Aromen und das volle Bukett entfaltet sich. Wichtig ist natürlich, dass die Scheurebe zur vollen Entfaltung kommt, wenn die Flasche bei 8-10 Grad gelagert und dann bei 10-12 Grad verköstigt wird. Gegen das Licht gehalten, erkennt man das typische „Fenster“, eine fein ausgebildete und eine helle Randfarbe. In den tiefen Aromen lassen sich dann klar die oben beschriebenen Frucht-Noten erkennen. Vor allem die leichte Zitrusfrucht-Note weiß zu gefallen. Im Mund entwickelt die Scheurebe eine ganz feine Struktur bei einer geringen Säure und dennoch pikanten Würze. Die einzelnen Komponenten sind herrlich ausbalanciert. Eine Bitterkeit ist nicht vorhanden. Im Abgang ist der Wein sehr angenehm und bleibt eine gewisse Zeit stehen. 

9Fazit: Der 2016er Scheurebe ist ein wunderbarer Jahrgang, der – typisch für Gröhl-Weine – eine tolle Aromenvielfalt bietet, wunderbare zu genießen ist und natürlich auch für einen „klaren Kopf“ sorgt. Dafür gibt es von uns eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich beim Weingut Gröhl für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

 

M. Heiland

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