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Alternativen zu Nespresso-Kapseln im Test: Velibre

VelibreBild1In unserer Rubrik "Alternativen zu Nespresso-Kapseln“ haben wir euch in den vergangenen Monaten diverse Anbieter von Kaffeekapseln vorgestellt. Nun ist es uns eine Freude, einen „Neuling“ auf dem Kaffeekapsel-Markt vorstellen zu können. Die Rede ist von "Velibre“, einem jungen Unternehmen mit großen Ambitionen und Sitz in Bremen. Wer dahinter steckt, wie das Firmenkonzept ausschaut und – natürlich mit besonderer Gewichtung – wie sich die bislang erschienenen fünf Kaffeekapselsorten schlagen, verraten wir euch in unserem kleinen Special.

 

Velibre – junges Unternehmen mit großen Ambitionen

Wer zum ersten Mal die Homepage des Unternehmens besucht, wird nicht schlecht staunen angesichts der ehrgeizigen Ziele, die Velibre verfolgt. So will das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen bis zum Jahr 2020 „einer der beliebtesten unabhängigen Kaffeekapselanbieter auf dem europäischen Nespresso Markt“ werden. Ein großes Ziel - bedenkt man die Stärke der Konkurrenz. 

Hinter dem Unternehmen stecken natürlich diverse Profis mit jahrelanger Erfahrung im "Kaffee-Business“. Die „Einzigartigkeit der fünf Velibre Espressomischungen beruht auf den verwendeten Rohkaffeebohnen. Für jede unserer Mischungen verwenden wir ausschließlich erstklassige Bohnen. Auf diese Weise kann Velibre den höchsten Grad an Geschmack und Qualität erzielen“ so das Unternehmen auf seiner Homepage. 

In diesen Punkten macht Velibre schon mal neugierig. Auch bei der optischen Gestaltung der Kapseln und dem Preis.

 

Der Preisvergleich

Wenn ihr euch zum Kauf der bislang erhältlichen fünf Kaffeekapselsorten entscheidet, erhaltet ihr aktuell jede Sorte zum Preis von 0,23 Euro je Kapsel. Damit liegt Velibre unter den Preisen der Nespresso-Kapseln und auch einiger Mitbewerber und fährt gleichzeitig einen ziemlichen "Kampfkurs" verglichen mit den Mitbewerbern.

Wenn man die aktuellen 9,66 Euro zugrunde liegt, mag man denken, dass eine Box schon recht teuer ist. Das große Überraschungsmoment bietet sich allerdings dann, wenn man liest, wie viele Kaffeekapseln Velibre in eine Box packt. Denn wo "Nespresso“ und "Cafissimo“ mit gerade einmal spärlichen 10 Kapseln je Packung regelrecht geizen, greift Velibre mit seinen Boxen in die Vollen. Jede ausgelieferte Kaffeekapsel-Box beinhaltet nämlich stolze 42 (!) Kaffeekapseln. Da es die Kapseln allerdings aktuell ausschließlich über die Homepage im Onlineshop zu kaufen gibt, müsst ihr noch einmal 3,45 Euro Versandkosten hinzu addieren. Ab einer Bestellmenge von vier Boxen entfallen dann die Versandkosten. Dennoch ein wirklich mehr als fairer Preis, wie ich meine. 

 

VelibreBild2Lieferung und Verpackung

Geliefert werden die Kapseln in einer hübschen Box, die sehr ansprechend aussieht. Hier hat man sich beim Design viel Mühe gegeben. Darüber hinaus ist die Box recht kompakt und kann so in jedem Regal Platz finden. Gut mitgedacht! Ebenfalls sehr ansprechend ist die Möglichkeit, den Deckel der Box nach hinten zu klappen, um die einzelnen Kapseln, die nicht noch einmal unterverpackt wurden (Stichwort Umweltverträglichkeit), entnehmen zu können. Ein netter Einfall sind die beiden Slogan, die auf der Ober- und Unterseite der Schachtel aufgedruckt sind: "Share and enjoy“ und "Have a nice coffee“ stimmen auf den folgenden Genuss ein. Wer etwas über die Sorten erfahren möchte, wird durch einen kurzen Hinweistext informiert. Auch zur Intensität der jeweiligen Sorte ist ein Hinweis zu finden. Die einzelnen Kapseln lassen sich recyceln. Auch hier wurde an die Umwelt gedacht. Die unterschiedlichen Sorten wurden in farblich verschiedenen Kapseln untergebracht. 

 

Wie schmeckt's?

Wie bereits erwähnt, erhält man bei Velibre aktuell fünf unterschiedliche Sorten. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten die Produktpalette stetig erweitert wird. Die Intensität wird – wie bei Nespresso – in einer Skala von 1 bis 10 angegeben. Die bislang erhältlichen Sorten sind "Fortis“ (stark & kontrastreich) mit einer Stärke von 10, "Presto“ (intensiv & cremig) mit einer Stärke von 9, "Concerto“ (voll & ausgewogen) mit einer Intensität von 8, "Allegro“ (reichhaltig & intensiv) mit einer Intensität von 7 sowie "Volante“ (rund & ausgewogen) mit einer Stärke von 6. Die Sorten wurden in den unterschiedlichsten Ländern geerntet wie Südamerika (Brasilien, Venezuela, Kolumbien) und Afrika (Kenia, Madagaskar, Tansania) sowie Australien. Bei den Sorten handelt es sich sowohl um Arabica, als auch Robusta. Entkoffeinierte Sorten gibt es aktuell noch nicht. 

Das Aufbrühen in der Nespresso-Maschine klappt ebenso mühelos, wie der Einsatz in die Maschine und der Auswurf nach Gebrauch. Die Kapseln von Velibre sind also tatsächlich kompatibel und werden von der Nespresso-Maschine anstandslos "geschluckt“. Da Nespresso mittlerweile von einem Gericht dazu verurteilt wurde, der Konkurrenz Einblicke in die Geheimnisse der Kapselproduktion zu gewähren, ist davon auszugehen, dass künftig die Mitbewerber leichte ihre Kapseln herstellen können. 

 

Kommen wir zum wohl wichtigsten Aspekt, der für jeden Kaffeefan (neben dem Preis) zweifellos an erster Stelle steht: dem Geschmack. Dieser ist zwar bei jedem Kaffeeliebhaber individuell. Doch lassen sich einige Kriterien allgemeingültiger aussagen, als andere. Uns haben die Kapseln von Velibre durchweg gut bis sehr gut geschmeckt. Vor allem die intensiven Sorten "Fortis" und "Presto" sind sehr angenehm auf der Zunge und wissen durch einen runden Abgang zu überzeugen. Mit ein wenig Milch werden beim "Fortis" nussige Aromen herausgearbeitet. Sehr lecker! Im Vergleich zu "Nespresso" und seinen stärkeren Sorten, sind diese Sorten zwar etwas schwächer im Geschmack. Dennoch wissen sie absolut zu gefallen, da sie sehr harmonisch komponiert wurden. Mit persönlich schmecken "Fortis" und "Presto" sogar besser, als die Nespresso-Pendants. Ein Pluspunkt: Keine der fünf Sorten besitzt allzu dominante Röstaromen, wodurch der Kaffee bitter und „verbrannt“ schmecken könnte. Allen fünf Sorten gemeinsam ist die gute Crema, die sich nach dem Brühvorgang auf den Espressi zeigt und einige Zeit stehen bleibt. Beim "Volante" waren wir besonders angenehm überrascht. Die Vanille-Note ist zwar ein klein wenig stärker, als beim Nespresso-Pendant. Dennoch schmeckt der Espresso absolut nicht vanillelastig oder gar künstlich. Eine sehr harmonische Mischung. Auch wenn echte Espresso-Fans die Nase rümpfen in Anbetracht der Vorstellen so würde ich bei den stärkeren Sorten für die "sanften Naturen" zu ein klein wenig Milch raten. Ebenfalls nicht vergessen solltet ihr (neben der Prise Zucker) die Espressi ein klein wenig abkühlen zu lassen. Dann entfalten sie ihre ganzen Aromen. 

 

Fazit: Wer geschmacklich hervorragende und keine übertrieben starke Espressi sucht, die ein tolles Preis-Leistungsverhältnis bieten und darüber hinaus auch noch optisch ansprechend verpackt sind, wird bei "Velibre" bestens bedient. Das junge Unternehmen könnte sich zu einem ernstzunehmenden Mitbewerber entwickeln, der den Markt in den kommenden Jahren ordentlich durcheinander wirbeln wird. Wir sind gespannt, was uns noch alles erwarten wird und berichten natürlich für euch, wenn es neue Sorten und Angebote gibt. Alle Informationen zu Velibre und den einzelnen Sorten sowie deren Bestellmöglichkeit findet ihr auf der offiziellen Homepage wenn ihr diesem Link folgt. 

 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Velibre für die zur Verfügung gestellten Testmuster.

 

M. Heiland, C. Thors

 

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