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Die Kampfansage an Weber-Grills? - Der "Tepro Toronto"-Holzkohlengrill im Praxistest

HolzkohlegrillTorontoPünktlich zur neuen Grillsaison 2014 möchten wir euch heute einen Grill vorstellen, der es – im wahrsten Sinne des Wortes – in sich hat. Die Rede ist vom Holzkohlengrill „Toronto“ der Firma Tepro. Dieser bietet nämlich so einige Vorzüge, die anderen Mitbewerbern fremd sind oder nur gegen Aufpreis zu erwerben sind und ist eine echte Kampfansage an den Platzhirsch Weber.

 

Der Toronto im Überblick

Wer sich für den Holzkohlengrill der Firma Tepro entscheidet, erhält einen kompakten und sehr stabilen Grill. Dieser wird in Einzelteilen geliefert, was allerdings kein großes Problem ist, da dem Grill eine bebilderte Bedienungsanleitung beigelegt ist und alle Schrauben gekennzeichnet sind. Bis die 26 Montageschritte vollzogen sind, verging bei uns im Test rund eine Dreiviertelstunde. Aufgebaut misst der Toronto 115 x 67 x 107 cm bei einer Rahmenhöhe von 77 cm und wiegt stolze 24 Kilogramm. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern zeichnet sich der Toronto durch ein optisch hochwertiges und anspruchsvolles Design aus, das auch „Weber-Fans“ neidisch machen kann. Anthrazit macht eben eine Menge her. Positiv hervorzuheben ist, dass die beiden Grillroste farblich passend gestaltet wurden. Auch der verchromte Warmhalterost sieht sehr schick aus. Der Grill besitzt einen pulverbeschichteten Deckel mit Edelstahlgriff und integriertem Thermometer. Ebenfalls pulverbeschichtet sind die Feuerwanne und die Holzkohlenwanne, die mit einer Kurbel höhenverstellbar ist. Auch eine Ascheauffangschale mit Edelstahlgriff ist mit dabei. 

Ergänzt wird der Toronto durch einen kleinen Tisch, auf dem während des Grillens das Fleisch abgestellt werden oder zubereitet werden kann. Dank seiner beiden Kunststoffräder ist der Toronto jederzeit mobil. Als besonderen Clou bietet Tepro beim Toronto noch einen Flaschenöffner, der ins System mit eingebaut wurde. Das lästige Suchen nach einem Flaschenöffner bleibt euch hiermit erspart. An den vier Besteckhaken könnt ihr euer Grillbesteck bequem einhängen. Der Toronto verfügt über ein Kohlefassungsvermögen von maximal 1,35 kg Holzkohle bzw. 2,7 kg Holzkohlenbriketts. Dank der Lüftungen ist eine permanent gleichmäßige Luftzirkulation im Grillinneren gegeben. 

 

Der Toronto im Praxistest

Nach dem Motto „Grau ist alle Theorie“ kommen wir jetzt zum eigentlichen Teil unseres Specials, dem Praxistest. Insgesamt haben wir den Toronto viermal eingesetzt und ihn mit unterschiedlichen Fleisch- sowie Gemüsesorten bestückt. Unser erster Testaspekt stand unter der dem Motto „Feuer unterm Dach“. Die Frage, der sich jeder Kandidat im Grilltest stellen muss, ist natürlich, wie gut, schnell und unkompliziert das Grillfeuer gemacht werden kann. Zum Einsatz kamen sowohl Holzkohle, als auch entsprechende Briketts. Wir haben uns hier einmal für Buche entschieden und die anderen Male mit den von uns ebenfalls getesteten Kokoko-Grillkohle gegrillt. Aufgrund der Kastenform passt eine Menge Kohle in den Grill. Innerhalb einer halben Stunde hat der Grill die gewünschte Temperatur von knapp 200° Celsius erreicht. Noch schneller geht es mit einem Anzündkamin. Die Glut zieht sich gleichmäßig durch die Kohle, was ein klarer Pluspunkt ist. Positiv: Durch die schließbare Grillhaube kann kein unnötiger Qualm entstehen und damit die Nachbarn belästigen. Dank der beiden Lüftungsregler ist stets ausreichend Luft vorhanden. Hierbei sollte man natürlich immer in Grillnähe stehen.

Ein weiterer Vorteil des Toronto ist, dass der Edelstahlgriff  nicht heiß wird. Auch hier haben vergleichbare Grills schon reihenweise versagt. 

Vor dem ersten Grillen muss der Toronto – wie jeder Grill – erst einmal bei 200 ° Celsius „eingefeuert“ werden, um die hitzebeständige Farbei einzubrennen. Dies dauert rund zwei Stunden. Hierbei sollte der Deckel nicht komplett verschlossen werden. Dann ist der Grill komplett betriebsbereit. Das Grillgut wird gleichmäßig braun und innerhalb von rund 20 Minuten ist auch das dickste Schnitzel fertig. Normale Bratwürste und Spieße sind ebenfalls ruck zuck fertig und profitieren von der Möglichkeit des höhenverstellbaren Grillrosts. Besonders schmackhaft sind durch den leichten Rauch auch Grillrippchen. Hier hat man fast schon das Gefühl, mit einem Smoker zu arbeiten. Sogar das Aufbacken eines Baguettes schaffte der Toronto in kürzester Zeit ohne Probleme. Dank des komplett schließbaren Deckels und des zweigeteilten Grillrosts funktioniert auch das indirekte Grillen. Die Warmhaltefläche tut hier ihr übriges. Auch Folienkartoffeln können im Toronto hervorragend zubereitet werden. Ein besonderer Genuss ist bei uns die Forelle gewesen, die leicht geräuchert eine absolute Delikatesse war.

 

Geschmacklich überzeugt das mit dem Toronto Gegrillte absolut. Alles bleibt saftig und nichts brennt an. Der Holzkohlegeschmack mit leichter Rauchnote ist ausgeprägt, überdeckt das Fleisch jedoch zu keiner Zeit. Die Reinigung des Toronto klappt ohne Probleme. Der Rost ist einfach zu reinigen (er kann sogar in der Spülmaschine gereinigt werden) und dank der Ascheschublade, in die man die Restasche fegen kann, gibt es auch mit der Reinigung der Asche keinerlei Schwierigkeiten. Wer keine Stellmöglichkeit in einer Garage oder im Keller hat, dem empfehlen wir allerdings die Abdeckhaube von Tepro, da der Grill nicht permanent draußen stehen sollte.

 

Fazit: Der Holzkohlegrill „Toronto“ der Firma Tepro ist eine sehr gute Alternative zu den stark überteuerten Weber-Grills. Er ist stabil und solide verarbeitet, sieht schick aus, verfügt über ein paar nette Extras (Warmhaltefläche, Haken für Grillbesteck, Flaschenöffner) und ist leicht zu bedienen. Die Qualität des Gegrillten ist sehr gut und auch die Reinigung spielend einfach. Die ausklappbare Fläche ermöglicht es diverse Sachen während des Grillens abzustellen und die Kunststoffräder ermöglichen es, den Toronto bequem an jedem Ort aufzustellen, ohne sich einen Bruch zu heben. Im Langzeittest (eine Grillsaison) wird sich allerdings noch herausstellen müssen, ob der Grill auch viele Grillabende durchhalten kann. Daher werden wir den Test beizeiten noch erweitern. Bislang können wir jedenfalls sagen, dass es sich beim Toronto um einen absolut ernstzunehmenden Konkurrenten zum „Platzhirschen“ Weber handelt. Für ca. 150 Euro ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. 

 

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.

 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei der Firma Tepro für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

U. Sperling

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