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Senseo - Kaffeepadmaschine "Viva Café Premium" und verschiedene Sorten im Test

SenseoLange bevor Nespresso mit seinen Kaffeekapseln auf den Markt kam, konnten Kaffeeliebhaber bereits Portionskaffee zum Frühstück genießen. Denn bereits 2001 gab es mit dem Kaffeepadsystem Senseo eine umweltschonende, schnell zubereitete und vor allem für Singlehaushalte bestens geeignete Möglichkeit, portionsgerecht Kaffee zuzubereiten. Aus der Kooperation des Elektronikherstellers Philips und des niederländischen Kaffeerösters Douwe Egberts sind in der vergangenen Dekade zahlreiche Maschinen entwickelt worden, die mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Kaffeesorten und Trinkschokolade herstellen können. Ich habe mich in die Welt von Senseo begeben und verrate euch, ob sich die Investition in eine Maschine und die Kaffeepads lohnt.

 

Mach mehr aus deinem Kaffee

An dieser Stelle will ich mich schwerpunktmäßig natürlich mit den Senseo-Pads und deren Geschmack befassen. Doch das „Drumherum“ sollte dabei auch nicht ganz aus den Augen gelassen werden. Denn der „Neuling“ im Senseo-Universum muss einige Dinge wissen, bevor er sich eine entsprechende Maschine zulegt.

Auf dem Markt gibt es mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Maschinen aus dem Hause Philips. Alle Maschinen arbeiten nach demselben Prinzip: (Den Aufbau der Maschinen wollen wir nicht im Detail erläutern. Mehr dazu findet ihr im Netz.) Die Maschine wird angeschaltet, erhitzt das Wasser in der Kammer und pumpt im Anschluss genau die gewünschte Portion durch das eingelegte Pad. Beim Brühen wird das Wasser mit gleichmäßiger Temperatur durch das Pad geleitet. Das System selbst steht die ganze Zeit „unter Wasser“. 

Im Gegensatz zu Kaffeekapselmaschinen ist der Brühdruck hier geringer. Darüber hinaus sind die Pads kompostierbar. Es fällt also kein umweltschädlicher Restmüll an. 

 

Für den Test stellten uns Philips und Senseo eine „Senseo Viva Café Premium“-Maschine (Philips HD7828/50) mit Kalkindikator und Abschaltautomatik zur Verfügung. Diese Maschine gibt es in verschiedenen Farben, mit einem 1,2 Liter fassenden Wassertank, einer höhenverstellbaren Abstellvorrichtung und der Möglichkeit, den Kaffee in verschiedenen Stärken abzurufen. Hierbei zeigen euch die Bohnen die Stärke. Drei Bohnen bedeuten, dass es einen relativ kräftigen Kaffee gibt, da hier weniger Wasser zum Einsatz kommt, während euch zwei Bohnen sagen, dass es sich um einen gängigen Filterkaffee handelt. Eine weitere, wichtige Neuheit ist die Tatsache, dass die Maschine nur bei komplett geschlossenem System läuft. Der Sicherheitsaspekt sthet bei der „Senseo Viva Café Premium“ ganz klar im Fokus. Denn während bei den älteren Geräten der Brühvorgang auch gestartet werden konnte, wenn das Gerät geöffnet war, ist die beim neuen System nun nicht mehr möglich. Das Aufbrühen selbst geschieht ohne Komplikationen und ist kinderleicht. Selbst Neulinge finden sich mühelos zurecht. 

 

Wie schmeckt’s? Verschiedene Senseo-Sorten im Geschmackstest

Wie wir bereits in unseren anderen Tests geschrieben haben, ist Geschmack natürlich ein ganz individuelles Kriterium. Was dem Einen schmeckt, ist für den Anderen absolut ungenießbar. Dennoch lassen sich einige Punkte ausmachen, die eher objektiv zu betrachten sind. Für den Test der Senseo-Produkte hatten wir die Sorten „Espresso intenso“, „Lungo delicato“, „Lungo forte“ und „Lungo tradizionale“ in der Verköstigung.

 

SenseoBild2Die Sorte „Espresso Intenso“ 

Hatten Kaffeepads früher den Ruf, Wasser mit Farbe zu sein, so hat sich daran in den vergangenen Jahren einiges getan. Natürlich kann man hier keinen „echten“ Espresso erwarten, wie man ihn vom Italiener um die Ecke gewohnt ist. Und auch die meisten Kaffeekapseln bieten einen stärkeren Espresso. Dennoch schmeckt der „Espresso Intenso“ alles andere als wässerig. Wichtig ist hierbei allerdings, dass ihr die Einstellungen so vornehmt, dass wenig Wasser hinzugefügt wird. Sonst schmeckt der Espresso tatsächlich ein wenig lasch. Die Crema, die der Espresso nach dem Brühvorgang aufweist, ist schön und bleibt auch einige Zeit stehen. Der Kaffee selbst ist aromatisch und liegt angenehm auf der Zunge. Bittere Röstaromen sind zu keiner Zeit auszumachen. Wer den Kaffee noch stärker haben will, legt einfach zwei Pads übereinander ein...

 

Die Sorte „Lungo Delicato“

Die Bezeichnung des „delicato“ durch Senseo wird mit „charaktervoll und raffiniert“ angegeben. Im Vergleich zum „Espresso intenso“ ist diese Sorte sehr mild schmeckt insgesamt doch recht wässrig. Beim Lungo kommt einfach zu viel Wasser dazu und dadurch geht das wenige Kaffeepulver, dass mit relativ wenig Druck durch das Pad gejagt wird, einfach unter. Für Zwischendurch nett, sonst aber nicht wirklich gelungen.

 

Die Sorte „Lungo Tradizionale“

Besser gefallen hat mir im Test diese Sorte. Sie ist nicht nur aromatischer und vollmundiger, als der „Delicato“, sondern auch kräftiger und dennoch nicht sonderlich bitter im Abgang. Auch die Crema sieht wiederum ansprechend aus und bleibt einige Zeit stehen. Ob man den „Lungo Tradizionale“ mit Milch und Zucker genießt, oder schwarz – beides ist lecker und bekömmlich. 

 

Die Sorte „Lungo Forte“

„Ausgewogen und harmonisch“. Mit diesen beiden Begriffen beschreibt Senseo den dritten Lungo in unserem Test. Diese Sorte ist vollmundig und – im Vergleich zu den beiden anderen Lungi – eine Spur herber. Hier dürften sich die Geschmäcker deutlich unterscheiden. Wer mehr Röstaromen bevorzugt, der wird mit dem „Forte“ genau das richtige Kaffee-Getränk finden. Wer jedoch eher den milden Kaffee-Typus bevorzugt, dürfte eher zu den anderen beiden Varianten greifen. Intensiv und lecker – so mein Resümee. 

 

Fazit: Ich muss zugeben, dass ich vor dem Test der vier Senseo-Sorten doch recht skeptisch war. Auch wenn die Senseo-Fans auf die Vielfalt, den günstigen Preis der Kaffeepad-Sorten und die Umweltverträglichkeit hinwiesen, hatte ich doch meine Bedenken, dass die Pads geschmacklich überzeugen können, zumal ich vor einigen Jahren selbst eine Maschine hatte und die Pads allesamt doch recht langweilig und wässerig fand. Nun, nachdem ich mehrere Tage mich intensiv auf die Pads verlegt hatte, muss ich sagen, dass ich angenehm überrascht wurde. Denn die Pads sind geschmacklich besser, als noch vor ein paar Jahren und die Lungo-Sorten erstaunlich „frech“ im Geschmack. Vor allem der „Lungo Forte“ konnte mich überzeugen. Bei Milchgetränken – die ebenfalls von Senseo angeboten werden – bin ich allerdings NOCH ein wenig skeptisch, wie aber auch bei allen anderen Mitbewerbern, die vergleichbare Produkte anbieten. Denn meinen Kakao genieße ich dann doch auf „klassische“ Weise. Für Singles und diejenigen, die günstig mal eben einen Kaffee genießen wollen, ist das „Senseo“-Universum jedoch auf jeden Fall eine Reise Wert. PS: Wer seinen Kaffee gerne immer mit Milch trinkt, dem empfehlen wir die neu im Senseo-Programm aufgenommene "Duo Latte". Hier gibt es gleich die Möglichkeit direkt die Milch aufzuschäumen. Mehr findet ihr hier.

 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Senseo und Philips für die zur Verfügung gestellten Testprodukte.

 

L. Zimmermann

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