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Toys von Vibratissimo im Test

webbannerAls Beate Uhse 1951 als Vorreiterin der Sexuellen Revolution ihren ersten Versandhandel startete, da hatten Kondome, Literatur zur Sexualität und später auch Dildos und Vibratoren noch etwas gesellschaftlich ziemlich Verruchtes an sich. Erst im Laufe der Jahrzehnte sollte sich dies ändern. Heute ist die „Sex Toys“-Industrie eine der weltweit größten Sparten und setzt Jahr für Jahr Milliardenbeträge um. Doch bei einigen Shops und Marken hat man noch immer das Vorurteil des „Schmuddel-Ladens“ mit einem gewissen geprägten Image im Kopf. Dass es auch anders geht, beweist die in Arnstadt ansässige Firma Amor. Diese wollen wir euch im folgenden Special vorstellen und zwei der zahlreichen aktuellen Katalog-Produkte, die wir natürlich auch testen durften, präsentieren.

Eine kleine Zeitreise...

Bevor wir die beiden Testprodukte „Vibratissimo Rambo“ und „Vibratissimo Duo Balls“ vorstellen, wollen wir ein klein wenig in die Historie von Amor eintauchen. Denn das Unternehmen gibt es schon seit den 1960er Jahren. Damals stellte das Unternehmen im hessischen Dillenburg Kondome her und vertrieb diese selbst. Die Präservative waren zunächst für den Automatenverkauf angedacht. Im Laufe des folgenden Jahrzehnts expandierte das Unternehmen und spezialisierte sich auch auf medizinische Schutzhüllen wie Fingerlinge, Schutzhandschuhe aus Latex oder sonografisches Kontaktgel. 

Im Jahr 2011 zog das mittlerweile deutlich gewachsene Unternehmen ins thüringische Arnstadt um, wo bis heute der Firmenhauptsitz besteht. Ein Jahr später übernahm man ein Tochterunternehmen der Beate Uhse AG in Ungarn und erweiterte seine Angebotspalette um neue Produkte. Amor steht bis heute für ein Unternehmen, das sehr viel Wert auf qualitative Spitzenprodukte legt mit einwandfreien Rohstoffen und Materialien. Das sieht man auch daran, dass sämtliche Produkte aus Deutschland bzw. aus Ungarn stammen und damit  ebenso für Qualität bürgen, wie die Tatsache, dass das gesamte Portfolio TÜV-geprüft ist. Darüber hinaus nutzt der Konzern ausschließlich haut- und schleimhautverträgliche Materialien und Rohstoffe sowie medizinisches Silikon aus deutscher Fertigung!

Im aktuellen 2015er Katalog (der edel und zugleich stylisch daher kommt) befinden sich verschiedene Kondome, Gleitmittel und medizinische Produkte (s.o.). Auch im BDSM-Bereich ist das Unternehmen gut sortiert. Hinzu kommen zahlreiche Vibratoren und Dildos für Sie und ihn, Spielzeuge und mehr. Preise sind allerdings nicht im Katalog, sondern nur im Online-Shop zu finden.

Ein besonderes Augenmerk dürften nicht nur wir, als wir aufgrund von Leserzuschriften auf Amor hingewiesen wurden, auf die „Hightech-Toys“ der Reihe „Vibratissimo“ gelegt haben. Denn hier verbindet Amor klassische Vibratoren und andere Spielzeuge mit modernster Technologie. Mittels Smartphone-App ist es nämlich möglich, die Toys fernzusteuern, sich selbst oder dem Partner neue „Vibs“ zu schicken und damit eine lustvolle Zeit zu spenden. 

Die App, mit welcher die Amor-Toys gesteuert werden können, ist selbstverständlich kostenlos und funktioniert sowohl mit Android-Geräten, als auch mit iOS-Smartphones und Tablets. Die Installation der App ist sehr einfach und die Bedienung ebenfalls. Nachdem ihr die App aus dem Store geladen habt, startet ihr sie mit einem Klick auf das Icon. Nun öffnet sich ein Übersichtsbildschirm mit den vier Kategorien „Meine Toys“, „Toy-Info“, „Toy Steuerung“ und „Meine Vibes“. Während euch die erste Kategorie sämtliche Geräte anzeigt, die sich in eurem Besitz befinden, gibt die zweite Kategorie Informationen zu eurem Toy. So findet ihr neben dem Namen noch den aktuellen Ladestatus und die Temperatur. Über die Toy-Steuerung könnt ihr das Spielzeug fernsteuern. Herz des Ganzen ist allerdings der Menüpunkt „Meine Vibes“. Hier könnt ihr die auf dem Toy gespeicherten Vibrationsmuster sehen, bearbeiten und löschen oder auf eurem Smartphone gespeicherte Vibes auf das Toy übertragen und auf den Vibratissimo-Server aufspielen. Im zweiten Menübildschirm könnt ihr dann noch eine weitere Person zur Steuerung des Vibrators einladen, Infos aus dem Netz holen und das Profil ändern. Last but not least gibt es die Schnellsteuerung zum besonders schnellen Kontakt zu einer weiteren Person. Beide müssen allerdings im Besitz der App sein, damit es auch funktioniert.

RamboDer Vibratissimo Rambo im Praxistest

Als ich zum ersten Mal den Namen des Vibrators gelesen hatte, habe ich zugegebenermaßen schon ein wenig gestutzt. Denn „Rambo“ klingt ja eher nach brutal und aggressiv, denn als „Lustspender“. Natürlich könnte man diesen Vibrator auch zweckentfremden. Allerdings solltet ihr euch nicht vom Namen abschrecken lassen. Denn hinter dem Namen steckt ein sowohl qualitativ, als auch optisch ansprechendes Produkt. Mit gerade einmal 13 cm ist der Rambo recht klein und kann so auch mit auf Reisen genommen werden oder als steter Begleiter auf Tour gehen. Der Vibrator ist steril verpackt und wird mit einem Tütchen Gleitgel geliefert. Eine – wie ich finde – nette Geste und natürlich gleichzeitig eine gute PR-Maßnahme. Betrieben wird der Vibrator mittels AAA-Batterien, die allerdings nicht mit dabei liegen. Solltet ihr keine Batterien zu Hause rumliegen haben, könnt ihr dummerweise nicht sofort loslegen. 

Das Pairing zwischen der App und dem Vibrator funktioniert problemlos. Allerdings braucht es einen Moment, bis die Verbindung steht. Sobald Smartphone und Vibrator miteinander „kommunizieren“, könnt ihr wahlweise ein Vibrationsmuster aus der App heraus an den Rambo funken oder aber eine von vielen „Vibes“ auf das Smartphone laden. Das Schöne: Vor jedem Download könnt ihr die Vibrationsmuster austesten. Alle Download-Vibes sind natürlich kostenlos! Nutzen könnt ihr die App ab dem iPhone 4S mit iOS7 oder einem Smartphone, das die Android Version 4.4 unterstützt. 

Von der Intensität her reichen die Vibrationen von ganz leicht spürbar über ordentlich bis hin zu sehr intensiv. Die Namen, hinter denen sich die unterschiedlichen Muster verbergen, sind oft sehr amüsant und verraten hin und wieder etwas von dem, was da wohl kommen mag. Häufig ist frau allerdings ziemlich überrascht. Mit den vielen Vibes habt ihr – so wie ich – definitiv immer wieder Spaß aufs Neue. Dank der unterschiedliche Intensitätsstufen kann der Vibrator auch außerhalb des Körpers, wie beispielsweise an den Brustwarzen oder am vorderen Intimbereich eingesetzt werden, was einen zusätzlichen Reiz darstellt. Allerdings funktioniert das Ganze nur dann, wenn die Verbindung zwischen Handy und Vibrator via Bluetooth gegeben ist. Ansonsten tut sich beim Rambo rein gar nichts. Das ist sehr schade, da sich je nach Entfernung zum Smartphone die Bluetooth-Verbindung das eine oder andere Mal trennt. Dies kann auch passieren, wenn der Vibrator keinen Empfang hat, da dickere Kissen oder Laken oder auch der eigene Körper dazwischen sind. Das Senden von Vibes aus der Ferne klappt leider ebenfalls nur sehr spärlich. Schön wäre es gewesen, wenn auf dem Vibrator schon Grundvibes gespeichert werden, die von dort aus auf Knopfdruck abrufbar sind. Denn ohne Bluetooth ist der Ganze Spaß weg. 

Fazit: Der „Vibratissimo Rambo“ ist vom Prinzip her (und wenn er Bluetooth hat) ein super genialer Vibrator, der dank der gut gemachten App jede Menge unterschiedliche Vibes zu bieten hat. Die Steuerung aus der Ferne ist leider eher eine nette Idee, vor allem, wenn man weiter weg ist. Auch die hin und wieder abbrechenden Verbindungen trüben den Spaß ein wenig, da der Rambo ohne Bluetooth-Verbindung nahezu nutzlos als Vibrator ist. Dennoch gibt es von uns eine Kaufempfehlung aufgrund der unzähligen Vibe-Möglichkeiten, der vielseitigen Stimulationsmöglichkeiten und der verschiedenen Stärken, die das Erlebnis mit dem Rambo zu einem Hochgenuss werden lassen.

DuoBallsDie „Vibratissimo DuoBalls“

Unser zweites Testprodukt ist die Duo-Kugel „DuoBalls“ von Vibratissimo. Da die App genauso funktioniert, wie beim Rambo erläutern wir sie nicht nochmals. Was sind die Besonderheiten, die dieses Toy von vergleichbaren Mitbewerber-Produkten unterscheidet? Neben der Fernsteuerung ist es ein Zusatz in der hinteren der beiden Kugeln. Denn während die vordere der beiden lilafarbenen Kugeln ganz normal daher kommt, versteckt sich in der hinteren Kugel ein „kleines Geheimnis“. In dieser Kugel ist eine weitere Kugel versteckt, welche die Vibrationen noch weiter verstärkt. Die DuoBalls könnt ihr jederzeit bequem tragen und überall mit hinnehmen bzw. einsetzen. So habt ihr euer Spielzeug stets dabei, wenn euch die Lust überkommt. 

Das Design der DuoBalls ist sehr ansprechend und ästhetisch. Die Kugeln sind geruchsneutral und nehmen die Körperwärme schnell an. Der „Tragekomfort“ ist angenehm. Wie beim Vibrator Rambo ist die Schwachstelle auch hier die Verbindung zwischen Smartphone und dem Toy. Hier ist sie allerdings noch häufiger unterbrochen, da die Verbindung durch das Einführen der Balls oft abreißt. Um den Abbrüchen entgegen zu wirken, empfiehlt Amor das Rückholbändchen in Richtung Bauchnabel zu legen. Doch im „Eifer des Gefechts“ kann das sich schon mal als schwerer erweisen, als euch lieb sein dürfte. Im Rückholbändchen ist übrigens auch ein USB-Kabel zum Aufladen des Toys am PC. Dadurch fällt das lästige Nachlegen von Batterien weg. 

Fazit: Auch die DuoBalls sind ein tolles Sextoy. Hier leidet der Spaß allerdings ein wenig an den häufigen Bluetooth-Verbindungsabbrüchen. Da hilft nur möglichst so liegen, dass es nicht zu Verbindungsabbrüchen kommen kann. Wenn frau bei der Sache ist, ist dies allerdings leichter gesagt, als getan. Zu beiden Toys lässt sich noch sagen, dass sie den Partner beim Sex in keiner Weise stören bzw. als störend empfunden wurden. Im Gegenteil. Die Vibrationen bei den DuoBalls sind sogar als luststeigernd empfunden worden. Zwei Vorzüge, die dieses Toy noch mit sich bringt, wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Denn die Vibratissimo DuoBalls dienen auch zum vorbeugenden und reaktivierenden Training der Beckenbodenmuskulatur und dem gezielten Training der Vaginalmuskulatur. Beides wird von frau leider viel zu oft vernachlässigt und kann hier sehr gut unterstützend trainiert werden.

So kommen wir zu einer Endbewertung und vergeben für den „Vibratissimo Rambo“ 8 von 10 Punkten und für den Vibratissimo DuoBalls 7 von 10 Punkten. Wenn beide Geräte zu 100 Prozent fehlerfrei die Verbindung halten würden, könnte locker noch ein Punkt mehr vergeben werden. Dennoch vergeben wir für beide Produkte eine Kaufempfehlung, da mit Ihnen bei guter Bluetooth-Konnektivität eine Menge Abwechslung geboten wird, sehr schöne Stimulationen möglich sind und von ganz schwach bis sehr stark eine breite Palette an Vibrationen innerhalb eines Vibes realisierbar sind. 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Amor für die zur Verfügung gestellten Testmuster.

C. Thors

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