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Zehn kleine Krabbelfinger machen auch Rabatz

ZehnkleineKrabbelfingerEltern von 1- bis 5-Jährigen kennen das nur zu gut: Beim Essen, Waschen, Wickeln, Zähneputzen oder Zu-Bett-Gehen sind die Kleinen nicht immer begeistert dabei. Damit aus der täglichen Routine kein täglicher Machtkampf wird, müssen sich Eltern allerhand einfallen lassen. Und wie gelingt es, den Nachwuchs bei Laune zu halten, wenn der Supermarkt kein Spielplatz sein darf und die Autofahrt in einem nervenaufreibenden Stau endet? Mit ideenreichen Spielen, Versen, Liedern und anderen Aktionen wandeln sich potenzielle Stress-Situationen zu gut gelaunten Spielmöglichkeiten.

 

Kritik: Kinder können Engel sein. Sie sind lieb, freuen sich über Kleinigkeiten, lächeln uns an und sind das Schönste, was man sich vorstellen kann. Doch einen Augenblick später kann sich ihre Laune komplett verändern. Dann brüllen sie, stampfen auf, sind bockig, können zu nichts bewegt werden, was Mama und Papa gerne möchten und sind mit sich selbst und der Welt unzufrieden. Wie man dann am Besten den kleinen „Quengelmonstern“ begegnet, haben die beiden Autorinnen Gesa Wohlleben und Xenia Bünning in ihrem neuen Buch „Zehn kleine Krabbelfinger machen auch Rabatz“ zusammengefasst. Der Nachfolger des beliebten „Zehn kleine Krabbelfinger“-Buches bietet Eltern von Kindern im Alter von 1-5 Jahren zahlreiche Tipps, Tricks und Hilfestellungen in vielen Lebenslagen. Dabei stehen keine langwierigen theoretischen Abhandlungen oder der „moralische Zeigefinger“ im Mittelpunkt. Vielmehr bieten die beiden erfahrenen Expertinnen handlungsorientierte Praxisbeispiele, mit denen es Eltern gelingen soll, die Situationen zu entschärfen und zu meistern. Rund 250 Tipps, Spiele, Verse und Bastelideen werden auf knapp über 100 Seiten vorgestellt. Natürlich reagiert jedes Kind anders und was dem einen Kind gefällt, das regt ein anderes eher auf, als es zu beruhigen. Daher sehen die Autorinnen ihre Tipps auch nur als eine Handreichung und fordern die Eltern auf, aktiv die Reaktionen ihrer Sprösslinge zu beobachten, um eigene Ideen aufzuschreiben oder zu notieren, wie der Nachwuchs reagiert und sich mit anderen Eltern auszutauschen.  So können viele nicht allzu festgefahrene Situationen „im Spiel“ gelöst werden.

 

Das Buch ist unterteilt in insgesamt acht Kapitel. Nach einem Vorwort der Verfasserinnen gibt es zunächst eine Hinführung zum Thema. Die Wichtigkeit von Entspannung und Gelassenheit, Humor, Rituale, Motivation, Bewegung und Körperkontakt – also die „innere“ und „äußere“ Haltung sind nämlich das A und O, damit die Situationen auch entschärft werden können oder gar nicht erst auftreten. Auch die Sprache spielt eine ganz entscheidende Rolle. 

Wie es mit den unterschiedlichen, „großen“ Gefühlen wie Wut und Trotz, Quengeln, Eifersucht, Ängsten oder auch Abschied bestellt ist – auch hierzu widmen die Autorinnen ein Kapitel, geben Tipps und stellen Spiele vor.

Im Folgenden werden konkrete Situationen präsentiert, die es wohl in jeder Familie als potentielle „Quengelsituation“ gibt: Wenig Lust beim Essen, Wickeln und Anziehen, Baden und Haare waschen, Zähneputzen, Aufräumen, Einkaufen, Warten auf etwas (z.B. im Restaurant) und lange Reisen sind nur einige von vielen Situationen. Wenn man die Tipps und Tricks liest, so erkennt man als Eltern ganz schnell, dass Probleme eigentlich oftmals eher von den Eltern herrühren, als von den Kindern, da wir mit unseren Erwartungen, vollen Terminkalendern und dem daraus resultierenden Zeitdruck eher unsere Ungeduld auf die Kinder mit ihren feinen und sensiblen Antennen übertragen, als umgekehrt. Denn kein Kind ärgert, nervt und stresst bewusst, nur um es den Eltern schwer zu machen (zumindest nicht in diesem Alter). 

Ein Kapitel mit Übersicht über Spielmaterialien, die in den unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden können, werden im Anschluss vorgestellt. Von der beigelegten Fingerpuppe „Rudi Rabatz“ über Murmeln, Federn, Softbälle und Watte bis hin zu Tüchern, Büchern oder Bällen ist alles mit dabei. Das Buch schließt mit einem Verzeichnis der Verse und Lieder, die im Buch zu finden sind.

 

Fazit: „Zehn kleine Krabbelfinger machen auch Rabatz“ ist ein hervorragendes Buch, um viele kleine Quengelsituationen zu entschärfen. Mit Tipps, Tricks und liebevollen Spielen bieten die Autorinnen tolle Ideen und Anregungen. Eine ganz klare Kaufempfehlung für alle Eltern mit Kindern zwischen 1 und 5 Jahren.

 

Über die Autorinnen

Gesa Wohlleben leitete viele Jahre »Spiel- und Bewegungskurse für Babys und Kleinkinder« nach dem »Prager-Eltern-Kind-Programm« (PEKiP) in Berlin und ist erfolgreiche Autorin.

Xenia Bünning ist Psychologin und PEKiP-Leiterin und lebt mit ihrer Familie bei Berlin.

Gesa Wohlleben leitete viele Jahre »Spiel- und Bewegungskurse für Babys und Kleinkinder« nach dem »Prager-Eltern-Kind-Programm« (PEKiP) in Berlin und ist erfolgreiche Autorin.

 

Titel: Zehn kleine Krabbelfinger machen auch Rabatz

Untertitel: Erste Hilfe für Quengelsituationen

Autor(innen): Gesa Wohlleben, Xenia Bünning

Verlag: Kösel (1. Auflage 26. Mai 2014)

ISBN: 978-3-466-30805-7

 
Die inn-joy Redaktion vergibt 10 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich beim Kösel-Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
 
C. Fischer 

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