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AIRBOURNE - Breakin’ Outta Hell

AirbourneWenn eine Band aus Australien, der Heimat von AC/DC kommt, sich so anhört, die AC/DC und die legendäre Kapelle um Angus Young als Vorbild benennt, dann kann das entweder Zufall, Größenwahn oder ziemlicher Mut sein. Im Fall von AIRBOURNE ist es wohl von all dem ein wenig. Doch drei bislang veröffentlichte Studioalben geben den Jungs Recht. Auch wenn hier klare Nachahmer am Start sind, heißt das längst nicht, dass es schlecht sein muss – ganz im Gegenteil. Mit „Breakin’ Outta Hell“ haben die Jungs von AIRBOURNE aktuell ihr viertes Studioalbum vorgelegt.  Ob sich Joel und Ryan O’Keeffe und ihre Bandkollegen dabei weiterentwickelt haben, oder noch immer in die AC/DC-Kerbe schlägt, verraten wir euch in der Review.

Bombast-Rock oder nett gemachter Einheitsbrei?

Als Fan von AC/DC kennt man ja jede Note und kann sämtliche Refrains und Strophen mitsingen. Wenn dann eine Band wie AIRBOURNE um die Ecke kommt, kann man entweder nur mit dem Kopf schütteln, da hier klar der australischen Kultband nachempfunden wurde, oder aber den Herren von AIRBOURNE Respekt zollen, dass sie versuchen, AC/DC zu beerben. Ich für meinen Teil habe mich zunächst einmal vollkommen neutral und vorurteilsfrei an die Studioalben der Australier begeben. Bislang konnten sie durchaus gefallen.

Mit „Breakin’ Outta Hell“ entsprechen sie also einmal mehr dem Klischee, nach einer AC/DC Coverband zu klingen, auch wenn es natürlich ihre eigenen Songs sind, die Joel O’Keeffe ins Mikro kreischt. Und das nicht mal schlecht! Es ist nur so – und dies bemerkt man bereits beim ersten Track, dem titelgebenden “Breakin’ outta hell“, dass sich hier nichts und niemand weiterentwickelt. Klar: Man kann schön mitgehen und auch manche Lyrics ordentlich mitsingen. Doch alles ist irgendwie 08/15. Ein Beispiel ist „Rivalry”. Eigentlich handelt es sich hier um einen richtig fetten Track. Doch er bleibt nicht im Ohr und verraucht relativ schnell. Warum regelt man die Verstärker und Bässe runter, wenn es doch eigentlich zum finalen Punch geht? Warum klingen manche Verse eher runtergeleiert? Ich verstehe das nicht. Besser klappt da die Überzeugungsarbeit, dass AIRBOURNE doch eine gewisse Eigenständigkeit besitzen und auch Lust auf geilen Hardrock haben, bei „Thin. Das ist mein persönlicher Favorite des ganzen Albums und ein absoluter Kneipenfreiräumer im besten Sinne. Mit diesem Track räumen die Jungs einmal den Tresen frei. Hammerhart, echt und aufrichtig. So muss das! 

Ansonsten ewarten euch – wie bereits erwähnt – keine Highlights, die sich irgendwie kunstvoll oder auch natürlich versuchen, vom großen Vorbild AC/DC abzusetzen. Dies ist sehr schade, vor allem, da sie ja beweisen, dass sie auch eine gewisse und absolut berechtigte Eigenständigeit besitzen. Für das kommende Album wünsche ich mir mehr AIRBOUNE und weniger AC/DC 2.0. Kommt schon Jungs! Ihr schafft das!

Tracklist:

01. Breakin' Outta Hell [Explicit]

02. Rivalry

03. Get Back Up

04. It's Never Too Loud For Me

05. Thin The Blood

706. I'm Going To Hell For This

07. Down On You

08. Never Been Rocked Like This

09. When I Drink I Go Crazy

10. Do Me Like You Do Yourself

11. It's All For Rock N' Roll

Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Blackmob für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

U. Sperling

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