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Ina Müller - Ich bin die...

InaMuellerIchbindieIna Müller ist wie ein Zirkuspferd. Sie wird für den NDR und die ARD gerne mal vor den Karren gespannt, wenn die beiden Sender einen auf „Gute Laune“ machen wollen. Die norddeutsche Quasselstrippe überzeugt Fans durch ihre Kodderschnauze, durch ihre Interviews mit illustren Gästen und durch ihren Gesang. Meist geht es bei den Liefern von Ina Müller um das Thema Midlife Crises, aber auch um humorige Seiten des Lebens. Mit „Ich bin die“ bringt Ina Müller ihr neustes Album auf den Markt. Wir haben für euch reingehört.

Immer die gleichen Phrasen?

Ina Müller polarisiert, provoziert und wird dafür von ihren Fans bewundert, von Kritikern aber auch gleichermaßen für ihre immer gleiche musikalische Ebene niedergeschrieben. Auf „Ich bin die“, bestehend aus 13 neuen Stücken, bietet uns „La Müller“ Balladen und hin und wieder etwas schnellere Stücke. Dabei fällt auf, dass sie zwar über sich selbst nachdenkt, aber irgendwie dann doch wieder auf die Midlife Krise abzielt. Das mag einigen Mitfünfzigern gefallen, andere hingegen dürften sich genervt abwenden, ob der Tatsache, dass wir das alles schon x-fach von Frau Müller gehört haben. Gerade die Balladen fliegen da absolut tief durchs Bild. Besser gefallen können da schon „Das war's“ und „Immer eine mehr wie du“. Im Genre Jazz bewegt sich die Müller auch mal  gerne. Und so ist es klar, dass mit „Klammerblues“ auch diese Stilrichtung bedient wird. Kann man hören....

Gefragt, was das nun schon wieder soll, habe ich mich bei ihrer ins Country abdriftenden Darbietung „Bei jeder Liebe“. Das passt so gar nicht zu Ina Müller. Aber gut. Will ja nichts heißen, wenn man auch mal ein wenig weiterschreitet in seinem Repertoire. Ach ja: Auch ein wenig Folk ist mit „Zahlen, bitte“ mit dabei und bei „Zimmer 410“ gibt die Dame nochmal alles. Weniger toll ist da „Dorf bleibt Dorf“. Heimat ja, aber bitte nicht so! Flach, ohne Verve und irgendwie öde. Schade um das verschenkte Potential. Immerhin sieht sie bei „Ich bin die“ ein, dass sie oftmals übers Ziel schießt und gerne auch mal nervt.. Vielen Dank für die (späte) Einsicht. Einziger richtig guter Lichtblick ist „Wie du wohl wärst“. Hier geht es darum, dass sich Ina Müller Gedanken darüber macht, wie es wohl gewesen wäre, wenn sie Mutter wäre. Diesen Tiefgang wünscht man sich auch (abgesehen vom Midlife Crises Gebügel) mehr auf dem Album. 

Tracklist:

  1. Ich bin die

  2. Das war's

  3. Tag eins nach Tag aus

  4. Immer eine mehr wie Du

  5. Klammerblues

  6. Wenn Du jetzt aufstehst

  7. Wie Du wohl wärst

  8. Zahlen bitte

  9. Bei jeder Liebe

  10. Zimmer 410

  11. Kommando Heulen

  12. Dorf bleibt Dorf

  13. Sowas wie Glück

 

Die inn-joy Redaktion vergibt 5 von 10 Punkten.

C. Fischer

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