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Robbie Williams - Heavy Entertainment Show

robbiewilliamsNach langer Abstinenz und in erster Linie Papa sein, kommt Entertainer und Ex-Boygroup Mitglied Robbie Williams mit seinem neuen Studioalbum „Heavy Entertainment Show“ zurück. Und wie immer, wenn der Engländer PR benötigt, hat er im Vorfeld wieder einmal für kleinere und etwas größere Skandale gesorgt, damit sich auch die Fans und Kritiker wieder für ihn interessieren. So war es auch kein Wunder, dass seine erste Singleauskopplung „Party Like A Russian“, eine gezielte Provokation, in den sozialen Medien weltweit für hohe Wogen sorgte. Wie der Rest des Albums ausfällt, verraten wir euch jetzt.

Drunter geht’s wohl nicht, Herr W.?

Wir wissen ja, dass Robbie Williams ein (scheinbares oder gespieltes) Selbstvertrauen hat, wie ein Büffel in der US-amerikanischen Prärie. Mit seinen knapp 42 Jahren hat er so viel mitgenommen, dass andere sich nur wundern, wie er es dennoch immer wieder geschafft hat, zurück zum Musikbusiness zu finden. Nach eigenen Angaben haben Frau und Nachwuchs im dabei geholfen und ihn ein wenig geerdet – naja...zumindest vorübergehend.

Denn nach seinem erfolgreichen „Take the Crown“ und dem viel beachteten „Swing both sides“ bzw. „Swing when you winning“ hat sich Williams wieder mal zurück besonnen und haut ein facettenreiches Album raus, das immer ordentlich auf die 12 haut, dass fette Beats liefert und – typisch Williams – von allem viel zu viel abliefert. Zwischen Ironie (auch gerne mal über sich selbst), Sarkasmus, Understatement und „Ich bin der Größte“-Attitude gibt es auch wenige nachdenkliche Momente auf der Scheibe. Und wer hatte natürlich wieder einmal die Fingerchen mit am Mischpult und freut sich nun, wenn der Herr Williams seine Platten auch an den Fan bringt? Na klar: Ed Sheeran, die alte Hupe! Von selbigem mag man ja halten, was man will. Aber immerhin. Dumm nur, dass „Pretty Woman“ mal sowas von gar nicht zünden kann. Und auch „Mixed Signals“ – eine Co-Produktion mit „The Killers“ – haut nicht wirklich rein. Da hilft auch kein „Mot***er“, einem typischen Song im altbritischen Oasis-Style. Das ist ungefähr so abgefrühstückt, wie die Diskussion, ob Prinz Charles in diesem Leben nochmal einen auf König machen wird. Noch peinlicher geht es dann dennoch mit „Bruce Lee“. „WTF?“ möchte man gerne Herrn W. aus GB an die Rübe werfen. Einfach nur PEINLICH! Einzig „Hotel Crazy“ mit Gastsänger Rufus Wainwright sticht ein wenig aus dieser irren und abgedrehten Nummernfolge heraus. 

Fazit: Robbie bleib bei deiner Familie! Das möchte ich während des Hörens so manches Mal schreien. Ja, ich weiß: Viele Fans finden auch diese Scheibe toll und werden Herrn Williams wieder kreischend huldigen. Doch wer ganz ehrlich mit dem Künstler und auch sich selbst ist, der wird einfach zugeben müssen, dass die besten Zeiten von Robbie einfach der Vergangenheit angehören. Es sei denn, er bringt mal wieder etwas richtig Gutes auf den Markt. Und bitte nicht mit Ed Sheeran! 

Tracklist:

01. The Heavy Entertainment Show

02. Party Like a Russian

03. Mixed Signals

04. Love My Life

405. Motherfucker 

06. Bruce Lee

07. Sensitive

08. David's Song

09. Pretty Woman

10. Hotel Crazy

11. Sensational 

Die inn-joy Redaktion vergibt 4 von 10 Punkten.

L. Zimmermann

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