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Hans Zimmer - The Classics | VÖ: 13.01.2017

HansZimmerDie Musik des deutschen Filmmusik-Komponisten Hans Zimmer bewegt Millionen Menschen weltweit. die Zahl der Zimmer Fans, die seine packende Musik auch ohne die zugehörigen Filme geniessen, steigt ständig, inzwischen füllen sich nicht nur die größten Konzertsäle, sondern auch Fussballstadien mit seinen Fans. Für "Hans Zimmer - The Classics" hat Zimmer selbst seine besten Melodien aus großen Soundtracks ausgewählt und neu arrangiert. Die neu geschaffene Musik aus Gladiator, Dark Knight, Inception u.a. wurde mit Top-Stars aus Pop und Klassik eingespielt - ein originelles, bewegendes und mitreißendes Klang-Erlebnis. Mit Lang Lang, den 2Cellos, Leona Lewis, The Piano Guys, Maxim Vengerov, Lindsey Stirling, Till Brönner u. a.

Rezension: Wer Hans Zimmer, einen der größten Filmkomponisten Hollywoods, jemals live gesehen hat (ich hatte im Frühjahr vergangenen Jahres die Möglichkeit, dem „Altmeister der Filmmusik“ in Oberhausen zwei Stunden lang zuzuhören), der weiß, dass der gebürtige Frankfurter (der übrigens trotz seiner vielen Jahre in den USA noch immer ein nahezu akzentfreies Deutsch spricht) mehr Charisma in seinem kleinen Finger hat, als andere „Stars“ in ihrem ganzen Körper. Kein Wunder also, dass bei Zimmer die Stars sich reihenweise die Klinke in die Hand geben und mit ihm gemeinsam musizieren oder neue Stücke schreiben wollen. Mit „Hans Zimmer – The Classics“ ist ein neues Projekt entstanden, bei dem seine unzähligen Musikkompositionen wieder im Mittelpunkt stehen und von bekannten Größen des Showbiz auf ihre eigene Art neu interpretiert werden. Fans von Zimmers Originalen mögen nun vielleicht ob der Tatsache, dass so etwas ja mal gründlich schief gehen kann, die Nase rümpfen. Doch ich kann euch beruhigen, liebe Hans Zimmer Fans! Denn das, was hier geboten wird, ist (nicht nur vom Namen Herr) erste Qualität. Schon der Opener aus „The Dark Night Rises“ ist eine geniale Interpretation der jungen Violinistin Lindsey Stirling. Die Künstlerin, die auf der Bühne und ihren Videos gerne herumspringt, als wäre sie eine Elfe, oder habe bei Riverdance ihre Ausbildung gemacht, lässt es eine feine, aber stets präsente Note einfließen, während die „Piano Guys“ bereits im zweiten Stück, dem Titelsong von „Fluch der Karibik“, zeigen, dass es auch durchaus einen Tick lauter, aber nicht minder virtuos gehen kann. Ganz anders geht Lang Lang, der bekannte Starpianist, die Sache an. Mit dem legendären Song aus „Gladiator“ schlägt er – im wahrsten Sinne des Wortes – sehr ruhige Töne an und trifft damit genau ins musikalische Herz. Diese Version (von Lisa Gerards „Now We Are Free“) kann man auch so in der neu eröffneten Hamburger Elbphilharmonie spielen. Wunderbar!

Nicht minder beeindruckend das Arramgement von Till Brönner. Der „deutsche Trompetengott“ hat sich am Thema von „Crimson Tide“, einer der ersten Filme der langen musikalischen Schaffensphase von Hans Zimmer, versucht. Herausgekommen ist ein balladesk-souliger, also typisch Till Brönner-Stil, Song, der staunen lässt. Wie anders so ein Filmsong doch klingen kann! Auch die übrigen Stücke sind eine wirkliche Offenbarung geworden. Wichtig bei den ganzen Aufnahmen ist natürlich: Dreht die Boxen ordentlich auf! Denn Hans Zimmer muss man einfach laut hören! 

Tracklist

01 Main Theme (From "The Dark Knight Rises") von Lindsey Stirling

02 Themes (From "Pirates of the Caribbean") von The Piano Guys

03 Gladiator Rhapsody (From "Gladiator") von Lang Lang

04 Main Theme (From "Crimson Tide") von Till Brönner

05 Time (From "Inception") von Tina Guo

06 This Land (From "The Lion King") von Amy Dickson

07 Now We Are Free (From "Gladiator") von Leona Lewis

08 Flight (From "Man of Steel") von Lang Lang; Maxim Vengerov

09 Light (From "The Thin Red Line") von Maxim Vengerov

10 The Battle Scene (From "Gladiator") von Khatia Buniatishvili

11 Mombasa (From "Inception") von 2Cellos

12 The Docking Scene (From "Interstellar") von Roger Sayer

9Fazit: „Hans Zimmer – The Classics“ ist eine tolle Scheibe, die wir jedem Fan von Hans Zimmer, aber natürlich auch der jeweiligen auf dem Album vertretenden Künstler absolut und uneingeschränkt empfehlen können. Auch wenn jeder Song die ganz persönliche Note der Interpreten trägt, zeigt jedes Stück Zimmers Handschrift – und das ist auch gut so. Wirklich ein ganz besonderes Stück Musik!

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Sony Classical für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

L. Zimmermann

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