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Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Vol. 4

SingmeinenSong4Es ist die erfolgreichste Musikshow, die es in den letzten Jahren im deutschen Fernsehen gab – „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“. Vom 23. Mai bis 18. Juli 2017 geht das Erfolgsformat mit insgesamt 9 Folgen in die vierte Runde, bei dem vieles vertraut und einiges neu sein wird. Vertraut ist das Konzept, indem hochkarätige Künstler ihre Songs mit Kollegen tauschen und für allerhand Neuinterpretationen sorgen. Neu sind die Gastgeber, diese Rolle werden Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss übernehmen und sie haben schon einige »bosshossige« Veränderungen angekündigt.

Rezension: Es gibt CDs, die man als Redakteur unwahrscheinlich gerne bespricht, es gibt CDs, um die man einen kilometerweiten Bogen von vorn herein macht und es gibt – zugegebenermaßen doch recht wenige – CDs, die komplett überraschen. Bei „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert Vol. 4“ muss ich sagen, dass ich doch einige Male so richtig gestaunt habe. Abgesehen davon, dass die Besetzung in Sachen Moderation und Präsentation gewechselt hat (was man auf dem Album natürlich nicht hört) und die beiden Jungs von BossHoss die neue Staffel richtig cool weggerockt haben, gibt es auch auf dem Album so einige Überraschungen. 

Das beginnt bereits mit Stefanie Kloß von „Silbermond“ mit ihrem Opener von Mark Fosters Version „Au revoir“. So haben wir den Song, der ja nun monatelang hoch und runter gedudelt wurde, wirklich noch nie gehört! Als jazzgetragene Uptempo-Nummer erinnert das Stück nun an eine Revuenummer der 30er Jahre und ein wenig an „Ich wär so gern wie du“ aus dem Dschungelbuch. Das hört man gerne mehrmals.

Balladesk und mit absoluter Gänsehautgarantie kommt „Flüsterton“ daher, in der Darbietung von Michael Patrick Kelly. Minimalistisch und trotzdem maximal genial! Da denkt man unweigerlich an irische Landschaften und unglaubliche Weiten. Einfach nur toll!

Im typischen Gentleman-Style, also mit ordentlichem Raggae-Rhythmus, kommt „Ich trink auf dich“ daher. Der Track passt ganz gut in den Sommer, ist aber sonst nicht so das Highlight. Auch „Natalie“ von Lena weiß nur bedingt zu überzeugen. 

Ihr erstes Stück bringen BossHoss mit „Flash mich“ – natürlich auch mit typisch breiter BossHoss Country Rock-Attitude. Wer die beiden Sänger mag, wird seinen Spaß haben. Für mich ist das nichts. Aber Geschmäcker sind ja verschieden...

Richtig weggepustet hat mit Moses Pelham mit seinen beiden Stücken „Oh Love“ (mit Support von Glashaus) und Symphonie. Klar: Auch hier bleibt er seinem Stil treu. Dennoch sind es zwei wunderbare Arrangements. 

8Weitere Highlights sind für mich „Krieger des Lichts“ von Michael Patrick Kelly, „Führ mich ans Licht“ (ebenfalls vom ehemaligen Mitglied der Kelly Family), „Shake away“ von Gentleman und „Mama“ von Lena, DEM Song von Michael Patrick Kelly. Wirklich absolute Gänsehaut! Auch klasse ist wie Michael Patrick Kelly mal so richtig die Sau rauslässt und „Stallion Battalion“ von BossHoss rauskickt. Erste Garde!

Fazit: Ja, ich gebe es zu! Ich hatte große Vorurteile und ich bin gerade deswegen begeistert. Nicht alle Songs sind gleich gut gelungen und nicht alle Interpreten werden bei jedem Fan gleich gut ankommen. Doch musikalisch sind die Titel echt genial und - nach dem schwachen letzten Jahr – wieder absolut rund! 

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

D. Stappen

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