A+ R A-

Suchen

Diablo III: Reaper of Souls | Review (PC)

Diablo3ReaperBild1Als Blizzard vor sieben Monaten auf der gamescom 2013 das erste Add-on zu „Diablo III“ mit dem Titel „Reaper of Souls“ ankündigte, waren die Pressevertreter im Saal ganz aus dem Häuschen. Denn die Entwickler, die extra zur größten Fachmesse Europas angereist waren, kündigten zahlreiche Neuigkeiten und Verbesserungen an. Kurz nach der gamescom bestätigte Blizzard dann fast schon in einem Nebensatz, dass „Diablo III“ nebst Erweiterungspack auch auf der PS4 erscheinen wird. Dies ist allerdings erst für den Spätsommer geplant. Bis dahin könnt ihr euch mit der PC-Version vergnügen, die wir testen konnten. Ob „Reaper of Souls“ rund um den Todesengel Malthael mindestens genauso viel Spaß macht, wie das Hauptspiel, verraten wir euch jetzt. 

 

Neuer Bösewicht

Wir erinnern uns: Am Ende des Hauptspiels wurde Diablo erneut besiegt, also muss für das Add-on ein neuer Bösewicht her. Dieser tritt in Form des gefallenen Erzengels Malthael auf den Plan. Dieser war einstmals der Engel der Weisheit, wurde aber vor Äonen von den himmlischen Heerscharen verstoßen. Nun sinnt er auf Rache und zieht eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Darüber hinaus will er das Böse mit seinen Helfern und Helfershelfern auf der Erde ausbreiten. Klar, dass ihr das verhindern müsst. 

So weit, so uninteressant. Denn zugegebenermaßen verdient sich Blizzard für das Storytelling nicht unbedingt einen Pulitzer-Preis. Auch wenn die Zwischensequenzen, die den fünften Akt rahmen, wieder einmal sehr spektakulär ausfallen, ist die Story lediglich schmückendes Beiwerk.

 

Doch wenden wir uns dem zu, was wirklich essentiell ist – den Neuerungen. Die Jungs von Blizzard hatten bereits auf der gamescom einen ersten Einblick in die verschiedenen Verbesserungen des Erweiterungspacks gegeben. Nun konnten wir selbst Hand anlegen. Zunächst einmal wirkt das Spiel deutlich düsterer und ernster, als die ersten vier Akte des Hauptspiels. Für die Atmosphäre ist diese Entscheidung sehr zuträglich. 

Neu ist auch die Tatsache, dass die Entwickler die Dungeons und Gebiete nach einem Zufallsprinzip zusammenstellen lassen. So findet man an immer wieder anderen Stellen Gegner, Kisten und andere Objekte. Somit bleibt der Wiederspielwert hoch. 

Diablo3ReaperBild3Eine weitere Neuerung betrifft die Klassen. Denn natürlich hat es sich Blizzard nicht nehmen lassen, dem Add-on einen weiteren Mitstreiter zu spendieren. Dieses ist der Kreuzritter. Neben dem frontalen Direktangriff versteht sich der „Crusader“, wie er im Original heißt, auch auf Magie. So bleibt der Charakter für Fans des Nahkampfes ebenso interessant, wie für Anhänger von Magie- und Fernkampf. Das Kampf- und Magiesystem haben die Entwickler nicht angetastet, was auch gut so ist. 

 

Darüber hinaus hat Blizzard Verbesserungen im Kleinen vorgenommen. So wurden nun das Echtgeld-Auktionshaus ersatzlos gestrichen, das Paragon-System für Charaktere ab Stufe 60 auf Stufe 70 erhöht, das Verändern der legendären Gegenstände optimiert und mit „Loot 2.0“ ein überarbeitetes Beute- und Sammelprinzip dem Spieler an die Hand gegeben. Durch neue Zufallsroutinen gibt es zwar weniger Items zu sammeln, was vielleicht die ganz harten Sammelwütigen unter euch stören dürfte. Dafür ist die Beute (Loot) aber nun für die von euch gewählte Klasse viel sinnvoller. Man nimmt also nicht mehr jeden Mist mit. Dadurch wird der Charakter nicht so schnell überladen und kann die Items besser mit sich herum schleppen. 

Fazit: Die Verbesserungen, die das Add-on mit sich bringen, sind größtenteils sinnvoll und gut gewählt. Auch wenn es hier und da noch immer Optimierungsmöglichkeiten gibt, ist „Reaper of Souls“ eine tolle Weiterentwicklung geworden. Der neue Charakter ist gut ausbalanciert und wird auf viel Gegenliebe bei den Fans stoßen. Das überarbeitete Beutesystem wirkt sich positiv auf das Spielen aus und die neuen Gegner machen eine Menge her. Die Story kann aber auch weiterhin vernachlässigt werden. An der Grafik hat sich kaum etwas getan. Wir hoffen, dass ihr mit „Reaper of Souls“ ebenso viel Spaß haben werdet, wie wir und sind auf die PS4-Version gespannt. 

Die inn-joy Redaktion vergibt 8,5 von 10 Punkten.

 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Blizzard für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

 

U. Sperling

Impressum - Datenschutz

Copyright 2016 © Inn-Joy.de All Rights Reserved. 

Joomla! © name is used under a limited license from Open Source Matters in the United States and other countries.