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Pets | Review (PS Vita)

PetsBild1Virtuelle Haustiere erfreuen sich bei der jüngeren Zielgruppe seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Nicht zuletzt dank des wirklich gelungenen "Nintendogs" für Nintendos Handhelds sind die kleinen Welpen eine Art Tamagochi des 21. Jahrhunderts geworden. Nun wollen Sony und Entwickler Spiral House diversen Hunderassen auf Sonys Handheld der PlayStation Vita ein neues Zuhause geben. Wir haben "Pets", so der Name des Titels, für euch einmal genauer angesehen und berichten euch, ob in Sachen Knuddelfaktor die neue Simulation mit "Nintendogs" mithalten kann.

 

Die Qual der (Welpen-)Wahl

Bevor ihr mit der Aufzucht eures neuen virtuellen Haustiers anfangen könnt, müsst ihr euch - ganz wie im richtigen Leben - für ein Tier entscheiden. Doch bereits bei der Wahl eures Haustieres merkt man, dass es die Entwickler mit dem Bezug zur Realität nicht sonders Ernst nehmen. Denn jeder der Welpen kann mit euch reden. Naja... Schön ist hingegen, dass jeder Hund seine individuellen Stärken und Schwächen besitzt. Habt ihr euch dann für einen Welpen (zur Wahl stehen Collies, Dalmatiner, Huskies oder Labradore), geht das eigentliche Spiel los. 

Der familiäre Neuzugang erhält einen Namen, den ihr über das Mikro der PS Vita einsprechen könnt. Auch ein Foto will gemacht werden. Dann geht es - wie bei "Nintendogs" in den pädagogisch-tierischen Alltag. Euer Liebling muss gefüttert werden, ihr müsst ihn unterhalten, bringt ihm neue Kunststücke bei und erwerbt neue Dinge, die euch das Leben mit eurem Welpen erleichtern sollen. 

Doch damit nicht genug. Damit das Spiel auch längerfristig motivieren kann, haben sich die Entwickler dazu entschieden, dass ihr mit eurem Haustier im späteren Verlauf eine kleine Spielwelt erkunden könnt, die gespickt mit verschiedenen Aufgaben und Rätseln ist. Die Steuerung geht dabei mittels Stick oder via Touchscreen recht gut von der Hand. 

 

PetsBild2Nervfaktor Hund

Was eigentlich ganz nett klingt, wird jedoch durch den eigentlichen Protagonisten, den Welpen, bereits nach einiger Zeit gebremst. Denn dieser ist wie ein kleines Kind und textet euch permanent zu. Dumm nur, dass der Welpe seine Aussagen in einer Tour wiederholt. Da hätte man sich entweder das Gequatsche gleich sparen oder den Hund mit einem vielseitigeren Wortschatz ausstatten können. Einziger Vorteil: Im Gegensatz zu "Nintendogs" teilt euch euer Haustier hier seine Wünsche und Bedürfnisse unmittelbar mit, sodass ihr schnell wisst, was Sache ist. Hin und wieder erhaltet ihr sogar von eurem Welpen ein Feedback. 

Woran das Spiel krankt, sind die strunzdumme KI des Hundes, die zum Teil miserable Kollisionsabfrage und die stellenweise doch eher simple Grafik. Alles wurde auf recht niedrigem Niveau entworfen. Hiermit enttäuschen die Entwickler allerdings auch die jüngeren Spieler, die von einem aktuellen Spiel mehr erwarten dürfen als dumme Hunde in trister Umgebung. Schade und das vergeudete Potential. 

 

Fazit: Mit einer bessern KI, eine exakteren Kollisionabfrage, weniger nervender Brabbelei und etwas mehr Anspruch hätte "Pets" durchaus den Konkurrenten abhängen können. So bleibt viel Potential auf der Strecke. Wen die angesprochenen Kritikpunkte nicht stören, darf sich das Spiel zulegen. Alle anderen sollten erst einmal Probe spielen, um hinterher nicht enttäuscht zu sein. 

 

Die inn-joy Redaktion vergibt 6 von 10 Punkten.

 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Sony Computer Entertainment für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

 

U. Sperling

 

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