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Modern Combat 5: Blackout | Review (iOS)

ModernCombat5Bild1Ego-Shooter haben sich in den vergangenen Jahren auch auf Tablets etabliert. Während die erste Generation noch mit Kinderkrankheiten wie einer etwas schwammigen Steuerung zu kämpfen hatte, konnten die Folgetitel die Schwierigkeiten einer Steuerung ohne Tastatur oder Gamepad lösen. Einen nicht unwesentlichen Teil trug Gameloft bei. Mit diversen Shootern, allen voran der „Modern Combat“-Reihe, konnten Gameloft und seine Entwickler die Fans überzeugen. Hinzu kommt, dass die Modern Combat-Titel durch eine – für Tablet-Verhältnisse – hervorragende Grafik und jede Menge Action überzeugen können. Da ist es nur verständlich, dass die Vorfreude auf den mittlerweile fünften Ableger mit dem Titelzusatz „Blackout“ sehnlichst erwartet wurde. Wir haben den Shooter, der für Apple-Geräte, aber auch für Android-Plattformen und Windows 8 betriebene Endgeräte erschienen ist, für euch testen dürfen.

Brachiale Action in Japan

Wie bereits die Vorgänger, so ist auch der fünfte Modern Combat-Ableger in einen Singleplayer- und einen Mehrspieler-Modus unterteilt. Im Solopart schlüpft ihr in die Rolle des Soldaten Phoenix. Dieser steht jedoch nicht mehr im aktiven Dienst des Militärs, sondern arbeitet – wie viele seine Genre-Kollegen - stattdessen für ein private Sicherheitsorganisation. Natürlich ist dieses Unternehmen in korrupte Geschäfte verwickelt und provoziert jede Menge Schwierigkeiten. Mitten im Chaos und einem offenen Feldzug gegen Terroristen, befindet ihr euch. Die Story kann zwar keinen Pulitzer-Preis gewinnen und ist vom Prinzip her schon aus diversen anderen Shootern bekannt. Dennoch ist sie ordentlich erzählt und gibt der Balleraction einen netten Rahmen. 

ModernCombat5Bild2Woran man sich allerdings bei Modern Combat 5 gewöhnen muss, sind die sehr kurzen, meist nur wenige Minuten dauernden Missionen. Kaum habt ihr nach dem leider recht trockenen Briefing eure Waffe gezückt und einige Feinde beseitigt, ist die Mission auch schon wieder vorbei. Da zwischen den einzelnen Missionen erst einmal neue Waffen ausgewählt, Angriffstypen (Aufklärer, Sniper, schwer ausgerüstete Einheit und Sturm) ausgewählt und Settings bestätigt werden müssen, wird die Action so immer wieder unnütz unterbrochen. So bremst das Spiel den Spielfluss mit komplett aus. Ebenfalls ein wenig nervig, da die eigentliche Story häufig unterbrechend, sind die verschiedenen Nebenmissionen und kleinen Spiele, die zwischen die eigentlichen Kapitel gesetzt wurden. Die Abwechslung wird bei Modern Combat aber dennoch groß geschrieben, da ihr innerhalb der Missionen nicht nur zu Fuß unterwegs seid, sondern auch mit fahrbaren Untersätzen und auch die obligatorische Drohne steuert. Ein wenig schade ist, dass man mit etwas dickeren Fingern manchmal zwischen den einzelnen Controller-Buttons abrutscht und dann aus Versehen den falschen Knopf erwischt. Ansonsten funktioniert die Steuerung jedoch hervorragend. 

Um euch bei Laune zu halten, bietet jede Mission drei optionale Ziele. Habt ihr diese allesamt erfolgreich absolviert, winken diverse Extras. Verbesserungen und Upgrades für eure zahlreichen Waffen, werden euch ebenfalls genretypisch reichlich geboten. Der Clou: Diverse Upgrades könnt ihr ausschließlich im Mehrspieler nutzen. So verknüpft das Spiel den Solopart geschickt mit dem Multiplayer, da man doch wissen möchte, wie sich das eine oder andere Upgrade auf die Waffe auswirkt. Der Mehrspieler funktioniert sehr gut und lagfrei. Unter anderem bietet er Team- und Gemeinschaftskämpfe, sowie das obligatorische CtF. Einziger Haken von MC5 ist die permanente Internetanbindung, die gewährleistet werden muss. Wollt ihr irgendwo zocken, wo es keine Anbindung gibt, habt ihr leider Pech gehabt. So etwas darf nicht sein, vor allem dann, wenn man unterwegs spielen will. Sehr schade. Lobenswert erwähnt werden sollte hingegen, dass Modern Combat 5: Blackout einer der wenigen Titel ist, der ohne jegliche Art von In-App-Käufen daher kommt, was heutzutage ja leider absolut nicht mehr selbstverständlich ist. 

ModernCombat5Bild3Brillante Grafik – ein wahres Effektfeuerwerk

Mit jeder Generation von Tablets werden auch die Hardware-Spezifikationen nach oben geschraubt. Dies hat zur Folge, dass die Spiele, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen, immer besser aussahen. Wirkten die ersten Titel allesamt noch recht simpel gestrickt, die Charaktere recht klobig und die Texturen verwaschen, so erstrahlen die aktuellen Shooter in nie gesehenem Glanz, bieten unglaubliche Effekte und jede Menge Details. So natürlich auch Modern Combat 5: Blackout. Zwar sind die Charaktere immer noch ein wenig „eckig“ und hier und da sieht man leichtes Kantenflimmern. Dafür überzeugt der Titel durch bildschirmfüllende Explosionen, eine enorme Detailfülle, superbe Wettereffekte und faszinierende Settings sowie realistisch animiertes Wasser und absolut tolle Licht- und Schatteneffekte sowie  geniale Lens-Flares. Auch die Sprachausgabe ist gelungen. Leider kommt diese nur in der englischen Version daher, was ein wenig schade ist, lenken die deutschen Untertitel doch von der famosen Grafik ab. 

Fazit: Modern Combat 5: Blackout beweist wieder einmal, wer der einzig wahre Platzhirsch im Ego Shooter-Genre auf den mobilen Endgeräten ist. Mit einer prachtvollen Grafik, einer gelungenen Steuerung, einem abwechslungsreichen Solopart sowie einem tollen Multiplayer, übertrifft sich der neuste Ableger in allen Belangen selbst. Ein wenig enttäuscht bin ich vom Online-Zwang, den nervenden Nebenmissionen und Minispielen und der Kürze der Hauptmissionen. Dennoch gilt: Wer Shooter mag, wird MC5 lieben. Kaufen!

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Gameloft für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

  1. Sperling

 

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