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Batman - Return to Arkham | Review (Xbox One)

ReturntoArkhamBild1Irgendwie hat es sich in den vergangenen anderthalb Jahren so eingebürgert, dass gefühlt jeder zweite AA bis AAA-Titel der alten Konsolengeneration einer „kosmetischen Behandlung“ unterzogen werden muss, um dann erneut auf den Current Gen-Konsolen erneut zu erscheinen. Manchmal gelingt das, manchmal fragt man sich als Spieler jedoch, ob hier so manch ein Publisher noch einmal den Reibach machen will und dankend die Hände aufhält, für ein zahlendes Publikum. In welche Kerbe das Batman Remaster „Return to Arkham“, das mit einer aufpolierten Fassung von „Arkham Asylum“ und „Arkham City“ daher kommt, erklären wir euch anhand der Xbox One-Version.

 

Zwei zum Preis von einem

Gegen die Veröffentlichung von zwei eigenständigen Titeln zum Preis von einem Vollpreis-Spiel ist ja eigentlich überhaupt nichts einzuwenden. Und wenn es sich dann auch noch um die beiden sehr erfolgreichen Batman-Spiele der letzten Konsolengeneration handelt, erfreut es das Käuferherz umso mehr, dass hier gleich ein Doppelpack geschnürt wurde. Verantwortlich zeichnet für die Portierung das Entwicklerstudio Virtuos, dass sich mit den beiden Rocksteady-Titeln ausgiebig befasst hat, um das optimale Spielerlebnis (so die Theorie) aus beiden Spielen herauszuholen. Erstaunlich ist jedoch, dass beide Spiele vorab sich erst einmal einige Gigabyte große Patches aus dem Netz saugen. Einfach den Silberling einlegen und los geht’s – bei Batman ist dem leider nicht so.

Doch kommen wir zu dem, was ist und was sein soll. Da die beiden Titel sowohl auf der Xbox 360, als auch auf der PS3 absolute Bestseller waren, bleiben das Storytelling und auch das Gameplay so, wie sie waren und wie Veteranen sie auch kennen und schätzen gelernt haben. Über die Vorzüge und Nachteile der beiden „Ur-Spiele“ soll an dieser Stelle nicht mehr groß und breit geschrieben werden, könnt ihr entsprechende Reviews doch (auch bei uns) nachlesen. Schauen wir uns lieber an, was die Jungs von Virtuos so (mehr oder minder virtuoses) mit Batman, Joker, Harley Quinn und Co. angestellt haben.

ReturntoArkhamBild2Das ist – zugegebenermaßen überraschend – doch weniger, als es auf den verschiedenen im Netz vorab kursierenden Vergleichsvideos ausgesehen hat. Denn leider wirken beide Umsetzungen unausgereift und sind mit etlichen Unzulänglichkeiten in Sachen Grafik ausgeliefert worden. Man mag kaum wissen, wie es vor den Day1-Patches ausgesehen hat. Denn unverständlicherweise hat das „Update“ von der Unreal 3 zur nächsten Unreal-Engine viel zu wenige Verbesserungen mit im Gepäck. Auch wenn die Texturen schärfer aussehen, die Level stimmungsvoller ausgeleuchtet sind und alles „runder“ wirkt und über eine bessere Weitsicht verfügt, gibt es Beleuchtungsfehler, Clippingfehler, Schwächen in der Darstellung der Physik und anderes mehr. So richtig auffällig ist diese „Verschlimmbesserung“ bei den Gesichtern, allen voran dem von Batman. Hier haben die Mannen von Virtuos komplett daneben gegriffen. Hinzu kommen Ruckler, Tearing und Kantenflimmern. So etwas darf einfach nicht passieren. Auch die Zwischensequenzen ruckeln teilweise wie der sprichwörtliche Lämmerschwanz.

Fazit: Wer die beiden Titel nie gespielt hat, bekommt für 40 Euro zwei tolle Spiele mit sämtlichen DLCs geboten, die jedoch unter einer stellenweise technischen „Verschlimmbesserung“ leiden. Dadurch wurde einiges von der tollen Atmosphäre genommen. Dieses Remaster hättet ihr euch, liebe Entwickler, auch sparen können. Stattdessen wäre ein neuer Batman besser gewesen. Schade um das verschenkte Potential!

Die inn-joy Redaktion vergibt 6 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Warner Bros. Entertainment für das zur Verfügung gestellte Testmuster.

U. Sperling

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