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The Elder Scrolls V: Skyrim - Special Edition | Review (Xbox One)

ElderScrollsVSkyrimBild1Ja, es gehört mittlerweile zum „guten Ton“, Videospiele-Bestseller der letzten Generation auch auf die aktuelle Konsolen-Generation umzusetzen. Kritiker mögen betonen, dass die Publisher so noch einmal den großen Reibach machen wollen. Doch Fans (und natürlich auch solche, die es noch werden könnten / wollen) freuen sich, wenn der „Port“ all das bietet, was sie damals so geliebt haben oder wozu sie beim damaligen Release zu jung waren, zu wenig Geld hätten investieren können und vieles mehr.

In die Reihe der Klassiker, die bereits zu Xbox 360-Zeiten eine unglaublich große Fangemeinde besaßen und bis heute noch besitzen, gehört natürlich auch das legendäre Rollenspiel „The Elder Scrolls 5: Skyrim“. Nun hat Bethesda das Meisterwerk zusammen mit den DLCs /AddOns Dawnguard, Hearthfire und Dragonborn  auf einen Silberling gepresst, grafisch für die Xbox One überarbeitet und hier und da noch weitere Extras eingebaut. Ob sich die (erneute) Investition lohnt und was die „Special Edition“ so mit sich bringt, verraten wir euch im Test von „The Elderscrolls 5: Skyrim – Special Edition“. 

Elder Scrolls ist wie Heimkommen...

Ist es tatsächlich schon fünf Jahre her, dass der letzte Teil des Elder Scrolls-Universum (von „Online“ einmal abgesehen) erschienen ist? Damals, am Ende des Xbox 360-„Lebenszyklus“ begeisterten die Abenteuer von Himmelsrand Millionen Spieler rund um den Globus. Wie viele Stunden habt ihr dort verbracht? Ich kann sie gar nicht mehr zählen. Denn neben dem phänomenalen Hauptspiel, gab es ja noch diverse DLCs, die neue Abenteuer mit sich brachten. Diese liegen nun erstmals in einem Paket vor. Für die „Neufassung“ hat man sich bei Bethesda ordentlich ins Zeug gelegt, und die Grafik des Spiels und der DLCs überarbeitet. Das hat zur Folge, dass die Shader optimiert bzw. neue hinzugefügt wurden, die Texturen verbessert wurden, die Licht- und Schatteneffekte auf dem neusten Stand der Technik sind, die Tiefenunschärfe dynamisch ist, die Flora und Fauna nun noch glaubwürdiger wirken, die Weitsicht angehoben wurde und auch Dinge wie Feuer, Explosionen und andere Effekte hübscher anzusehen sind. Bis dahin ist das alles toll.

ElderScrollsSkyrimBild2Warum die Entwickler jedoch vor einer Komplettüberarbeitung der Charaktere Halt gemacht haben, erschließt sich mir nicht. Denn diese sehen für 2016er-Möglichkeiten schlicht veraltet aus. Die Haare wirken künstlich, die Kleidung stellenweise verwaschen, die Gesichter sind grob in ihrer Mimik und die Bewegungen wirken abgehakt. Auch gibt es Clippingfehler, hin und wieder kleinere Glitches sowie leichte Probleme mit der Kollisionsabfrage. Kantenflimmern und Tearing sind jedoch kaum auszumachen. Natives 4k gibt es – so Bethesda – nur auf der Playstation 4Pro. Trotz kleinerer Probleme, sieht die Neuauflage von „The Elder Scrolls 5: Skyrim“ optisch wirklich sehr schick aus. Der Sound scheint hingegen nicht überarbeitet zu sein. Inhaltlich, also sowohl die Story des Hauptspiels, als auch der drei AddOns und deren Quests, hat sich absolut nichts geändert. Das ist auch gut so. Denn wenn man eines besonders lobend erwähnen muss, dann sind es die genialen Quests und die sich in den AddOns verändernden Gameplay-Möglichkeiten! Daher wollen wir uns auch mit den Inhalten der AddONs / DLCs nicht ausführlich befassen. Leider haben die Mannen von Bethesda aber auch das einzig richtige Manko mit übernommen. Die Rede ist von der wirklich nervigen Intenvar-Verwaltung. Wäre der Aufwand nicht lohnenswert gewesen? Ich finde schon. 

Fazit: Ich gebe zu, dass ich mich sehr auf die „Special Edition“ gefreut habe. Nicht nur, weil die Entwickler die Grafik (weitgehend) auf Xbox One-Niveau gehievt haben, sondern auch, weil es sich wieder so anfühlt, als käme ich nach einer langen Reise nach Hause. Die Orte, Gassen, Felder und Wälder, Burgen und Verließe – alles fühlt sich heimisch und vertraut an. Auch Neulinge werden sich bald in der gigantischen Spielwelt wohl fühlen. Das liegt nicht nur an dem fantastischen Design, sondern vor allem an der „atmenden“ Welt von Himmelsrand und Co. Hier trifft man auf zahllose Charaktere, die ihrem Tagwerk nachgehen, hört dem neusten Tratsch zu, lässt sich zu Nebenquests verleiten, 9schließt Bündnisse, geht auf die Jagd und und und. Es gibt wohl kaum etwas, dass ihr hier nicht tun könnt. Wenngleich „The Elder Scrolls V: Skyrim“ auch in der Special Edition noch nicht das perfekte Spiel geworden ist (gibt es das überhaupt?) so kann dieses Komplettpaket jedem empfohlen werden, der auch nur ansatzweise etwas mit Rollenspielen anfangen kann. Mehr kann ich eigentlich nicht sagen. Denn für die Neuauflage gilt dasselbe, das auch schon für die Xbox360-Fassung galt: "Skyrim" kann man schwer beschreiben. Man muss es einfach erleben!

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten. 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Bethesda für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

U. Sperling

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