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WipEout Omega Collection | Review (PS4 Pro)

WiPeOut1Nur noch drei Kurven. Noch dreimal die Schubbremse betätigen, schauen, ob ich noch ein Geschwindigkeitsfeld erreichen kann, um mich vom zweiten Platz ganz nach vorne zu katapultieren. Noch ist es möglich! Doch was ist das? Auf einmal schießt vor mir mein unmittelbarer Konkurrent von links vorbei und legt einen schönen Strauß Minen vor mein Bug. Ich versuche kurz zur Seite zu ziehen. Doch vergeblich! Der Sausack hat mich und mir bleibt nur der vierte Platz. Keine Medaille – noch einmal von vorne! Willkommen bei WipEout!

Mit Vollgas durch die Arenen

Diese oder ähnliche Erlebnisse werdet ihr häufig haben, wenn ihr euch bereits mit den drei einzelnen Titeln in früheren Jahren befasst habt oder jetzt alle drei Titel zusammen in der „Omega Collection“ zulegt. Denn WipEout ist actionreich und rasant von der ersten bis zur letzten Minute. Doch was unterscheidet denn nun die Sammlung von den „Urspielen“? Leider nicht viel. Denn das Remaster, das den zuletzt erschienenen Ableger „WipEout 2048“, der auf der PS Vita erschien, „WipEout HD“ und „WipEout Fury“, erschienen auf der PS3 und der PSP beinhaltet, hat außer einer Anpassung an das HD-Zeitalter für die PS4 und UHD-Zeitalter für die PS4 Pro mit 4K- und HDR-Support sowie stabilen 60fps nichts neues zu bieten. Wer ein nagelneues WipEout erwartet, der wird ebenso enttäuscht wie Fans, die hoffen, dass zumindest neue Impulse gesetzt werden. Schade! Andererseits: Noch nie hat die Reihe so gut ausgesehen. Gerade von den Handhelds her kommend, sehen die entsprechenden Titel „in groß“ nun noch besser aus und punkten mit schicken Effekten, einem superben Geschwindigkeitsgefühl sowie einer insgesamt sauberen Umsetzung. Doch reichen diese optischen Anpassungen für einen Neukauf? Das mag jeder für sich selbst beurteilen.

Doch halt! Ganz ohne Veränderungen kommt die Sammlung dann doch nicht daher. Es gibt ja noch die aus der HD-Variante bekannte „Racebox“, die euch die Vorgabe von Rennart, Turnierart und die Deaktivierung der Waffen ermöglicht. Immerhin...

WiPeOut2Mit Licht und Schatten

Für alldiejenigen, die beim Launch der „alten“ Spiele noch zu jung waren, oder sich damals noch nicht für futuristische Rennspiele begeistern konnten, sei an dieser Stelle das Spielprinzip noch einmal erläutert. Zunächst wählt ihr eine Karriere aus einem der drei Titel an. Dann hangelt ihr euch durch eine optisch nicht sonderlich ansprechende Übersicht und wählt ein Rennen an. Unterteilt ist die Karriere in Zeitrennen, Rundenrennen oder Herausforderungen. Wie bei „Mario Kart“ könnt ihr immer wieder Waffen oder Schilde aufsammeln, um sie – wie bereits eingangs erwähnt – den Gegnern vor die Raumgleiter zu werfen. Im Laufe der Karriere schaltet ihr neue Raumgleiter oder auch Strecken frei. Die ersten drei Plätze werden mit Medaillen belohnt. Jede Strecke bietet dabei besondere Herausforderungen, Abkürzungen oder enge Kurven, die ihr mithilfe von zwei Schubbremsen durchzirkelt. Anfänger können Flughilfen hinzuschalten. Die Steuerung ist präzise, allerdings ist es nicht ganz so gelungen, dass Schub über den X-Button verteilt wird, während die anderen Buttons für das Aktiveren der Waffen oder das Umkehren in Energie zuständig sind. Schade, dass man in der Karriere den Schwierigkeitsgrad nicht ändern kann bzw. sich dieser nicht dynamisch anpasst. Das wäre noch ein Bonus gewesen, der sicherlich den Meisten von euch gefallen hätte.

Wem das Einzelfahren auf Dauer zu langweilig wird, der kann sowohl offline im Splitscreen, als auch online mit verschiedenen weiteren Piloten antreten. Beides macht durchweg Spaß. Schade nur, dass ihr nicht nahtlos zwischen den drei Titeln switchen könnt. So müsst ihr jedes Mal zwischen den drei Ablegern umständlich wechseln, bevor es los gehen kann.

 

Fazit: Wer auf einen wirklichen Mehrwert wartet, der wird mit der Omega Collection von WipEout enttäuscht. Denn hier gibt es nichts, das es nicht auch schon zum Release der drei einzelnen Titel gab. Wem das egal ist oder wer die Reihe noch nicht kennt, wird mit drei tollen Spielen in einer Collection belohnt, die optisch ordentlich etwas hermachen- Spaß machen alle drei Ableger so oder so.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Sony für das zur Verfügung gestellte Rezensionsmuster.

C. Fischer

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