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Micro Machines: World Series | Review (PS4)

MicroBild1Codemasters und Rennspiele. Ein Paar, das seit mehr als einem Vierteljahrhundert nicht mehr zu trennen ist und sich durch viele Serien auch bestens bewährt hat. Egal ob die „Colin McRae“-Reihe, die „DiRT“-Spiele oder die alljährlichen Ableger von „F1“. Was Codemasters anfasst, wird meist ein Verkaufsschlager. Eine „Rennspiel“-Reihe, die in den vergangenen Jahren etwas zu kurz gekommen ist, ist „Micro Machines“. Die Miniflitzer begeistern seit mehreren Jahrzehnten junge und erwachsene Spieler gleichermaßen. Nun hat Codemasters seine Micro Machines zurückgebracht und will mit „World Series“ vor allem das gemeinschaftliche Daddeln hochhalten. Wir haben uns anhand der PS4-Fassung ein ausführliches Bild vom neuen Ableger gemacht und erklären euch die Stärken und Schwächen im Folgenden.

Ein Jahrzehnt später

Vielen Reihen sagt man ja nach, dass sie sich im Laufe der Zeit abnutzen. Daher empfiehlt es sich – um die Lizenzkuh nicht komplett auszuschlachten und damit auch die letzten Fans zu vergraulen – einige Jahre zu pausieren, um dann mit neuen Ideen, frischen Einfällen und grafischen Finessen die Fans zu überzeugen. Dieses Ansinnen hatte man wohl auch bei Codemasters verfolgt, liegt der letzte Ableger doch schon knapp zehn Jahre zurück. In dieser Zeit ist natürlich eine Menge passiert. Und so kann man als Freund der unterhaltsamen Miniflitzer gespannt sein, wie der neue Teil der Reihe sich im zeitgemäßen Gewand präsentieren wird.

Vorab lässt sich sagen: Am Grundgerüst von „Micro Machines“ hat sich auch in „World Series“ nichts verändert. Doch immer fahrt ihr mit den kleinen Autos über abgedrehte und – im Vergleich zu den Flitzern - gigantisch wirkende Kurse, (von denen es zehn gibt) die wieder einmal in einem Haus befinden. Doch immer gibt es viele interessante Dinge zu entdecken, die man so zwar in einem Haushalt erwartet, nicht aber unbedingt auf einer Rennstrecke.

MicroBild2Gefahren wird mit zwölf verschiedenen Autos, die jedoch allesamt gleich in ihren Stärken und Schwächen daher kommen. Unterschiedliche Akzente kann hier kein Fahrzeug setzen, sodass es vollkommen egal ist, welches Auto ihr wählt. Insofern hält man auch hier an den letzten Teilen fest. Bei den Waffen, mit denen ihr eure Gegner aus dem Weg räumen könnt, hat man sich an Mario Kart orientiert – nur in weniger lustig. Apropos weniger lustig: Dies trifft leider auch für die Grafik zu. Die ist zwar „nett“ anzusehen, kann aber weder Akzente setzen, noch für Überraschungen sorgen und zeigt sogar auf der PS4 Pro technische Schwächen wie Ruckler. Für Codemasters-Verhältnisse wäre da mehr drin gewesen! Auch der Sound wirkt nicht wirklich zeitgemäß.

So richtig ärgerlich ist der Umfang des Spiels. Wer auf eine Karriere oder einen umfangreichen Offlinebereich gehofft hat, der wird bitter enttäuscht. Denn hier hat das Spiel kaum etwas zu bieten. Ebenfalls enttäuschend ist, dass es keinen Splitscreen gibt und nur die Ausscheidungsrennen und Kämpfe lokal angegangen werden können. Online haut der Titel auch nicht viel raus und zeigte in unseren Titeln einige Verbindungsabbrüche. Irgendwie wirkt der Titel an allen Ecken und Enden unfertig programmiert. Dies merkt man auch daran, dass das Fahren gegen die KI - dank strunzdummer Bots - absolut keinen Spaß macht. Wer jedoch auf ein paar ambitionierte Mitstreiter trifft, wird vielleicht für ein paar wenige Stunden gut unterhalten.

Fazit: Auch wenn für „Micro Machines: World Series“ knapp 30 Euro aufgerufen werden, solltet ihr euch vor dem Kauf wirklich überlegen, was ihr von dem Titel erwartet. Seid ihr Nostalgiker oder wollt ihr gerne im Geiste der alten Titel mit einem Kumpel auf der heimischen Couch zocken wollen, lasst ihr besser die Finger vom neusten Ableger. Spielt ihr dagegen ausschließlich Online und stört euch nicht, dass hier kein grafischer Overkill geboten wird, könnte euch das Spiel ein paar amüsante Stunden bieten. Der Umfang ist jedoch für ein aktuelles Spiel (auch in dieser Preiskategorie) viel zu gering.

Die inn-joy Redaktion vergibt 6 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Codemasters für das zur Verfügung gestellte Testmuster.

L. Zimmermann

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