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Das Falk NEO 620 LMU im Test

FalkNEO620LMUNach einer längeren Pause möchten wir euch heute ein neues Navigationsgerät aus dem Hause Falk vorstellen. Dieses Mal hatten wir das „Falk NEO 620 LMU“ im Test. Mit 6 Zoll-Display, einer leichten Bedienbarkeit und einem lebenslangen Kartenupdate will das neue Navi potentielle Kunden überzeugen. Ob das Navi auch in der Praxis überzeugen kann, wo Stärken und Schwächen liegen – hierzu nun unser Test.

Zahlen, Daten und Fakten
Das „Falk NEO 620 LMU“ kommt im typischen schwarzen Klavierlack daher und besticht bereits beim Auspacken durch sein großes Display, welches stolze 6 Zoll bietet. Soweit, so gut, könnte man meinen. Doch bereits bei der ersten Inbetriebnahme fällt auf, dass das Display des Gerätes leider nicht entspiegelt ist, sodass die Sicht auf das Gerät nicht immer optimal ausfällt. Geliefert wird das Navi, welches von einem 800 MHz Prozessor angetrieben wird und Karten von 20 europäischen Ländern vorinstalliert mitbringt, mit einem Adapter, mit dem das Navi am Zigarettenanzünder aufgeladen werden kann. Einen Steckdosen-Adapter sucht man leider vergeblich. Dieser kann allerdings nachgekauft werden. Wie von Falk gewohnt, ist auch beim 620 LMU der Marco Polo Travel Guide dabei, der in zahlreichen Städten mit zahlreichen nützlichen Hinweisen und Tipps aufwarten kann. Auf ein gedrucktes Handbuch hat Falk auch bei diesem Navi bewusst verzichtet. Wer sich nach dem Kauf binnen 30 Tagen registriert und den Falk Content Manager nutzt, erhält ein lebenslanges Kartenupdate. Ebenfalls mit dabei sind der 3D Fahrspurassistent, welcher bei einem Spurwechsel die zu wählende Fahrspur in einer Animation anzeigt, Angaben zum Standort, Hinweise auf Umweltzonen und auch ein Stauassistent.

Das FALK NEO 620 LMU im Praxischeck
Die Bedienung des Gerätes erfolgt mittels Finger oder Stift über den Touchscreen. Das Ganze funktioniert ein klein wenig verzögert. Hier hätte die Latenz geringer ausfallen können. Die Ortung mittels Satelliten dauert zum Teil recht lange. Da sind andere Mitbewerber deutlich schneller. Und auch der Staumelder bietet nicht immer die sinnvollsten „Umwege“. Besonders ärgerlich ist es jedoch – und hier patzen viele Navis – dass die versprochenen „aktuellen“  Karten leider nicht auf dem neusten Stand sind. So gibt es in unserem Fall beispielsweise zwei Neubausiedlungen, deren Straßen seit über drei Jahren existieren. Dennoch ist es dem Navi nicht möglich, diese Straßen zu finden. Stattdessen führt es uns nur zur Nachbarstraße, und das auch nur, weil wir sie kennen. Ebenfalls seltsam: Bei einem Autobahnzubringer will uns das Navi nicht geradeaus führen, obwohl das Ziel in fünf Kilometern Nähe liegt, sondern stattdessen über die Autobahn, was weder der schnellsten, noch der kürzesten Strecke entspricht, obwohl die präzisen Angaben hierfür von uns vorgegeben wurden. Auch wollte uns das Navi hin und wieder einige Hundert Meter zu früh von der meist geraden Strecke auf eine neue Straße „ablotsen“. So etwas darf nicht passieren. Das Befestigen des Gerätes an der Frontscheibe funktioniert tadellos und der Saugnapf ist stabil.
Ein weiterer Vorteil des  „Falk NEO 620 LMU“ ist, dass es selbsterklärend ist. Hier gibt es keine komplizierten Submenüs oder kryptische Icons. Alles ist klar und deutlich strukturiert. Ebenfalls gut gelöst wurde die Einbindung der Software. Das Navi hängt sich nie auf und läuft reibungslos. Ab und an ruckelt die Darstellung jedoch ein wenig, was bei einem 800 MHz-Prozessor eigentlich nicht sein dürfte. Einen Pluspunkt verbucht das Navi für den Travel Guide und die tollen POIs. Wer sich in den entsprechenden Städten aufhält, bekommt eine Menge guter Tipps zu Hotels, Cafés, Sehenswürdigkeiten uvm. Hier hat Falk in Kooperation mit Marco Polo sehr gute Arbeit geleistet.

Fazit: Bis auf die typischen „Navi-Krankheiten“ wie eine nicht wirkliche Aktualität des bereit gestellten Kartenmaterials, einigen suboptimalen Streckenführungen und der etwas „fingerunfreundlichen“ Bedienung, die man so heute kaum noch nutzt, ist das „Falk NEO 620 LMU“ ein gutes Navi, das mit seinem Marco Polo Travel Guide, seiner guten Struktur und einfachen Darstellung überzeugen kann. Für knapp 150 Euro ein weitgehend zu empfehlendes Gerät.

Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.


Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Falk für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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