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Fahrradnavi von Blaupunkt im Praxistest - Das "BikePilot"

BLAUPUNKTBikepilotAus dem Hause Blaupunkt kommt ein neues Navigationssystem für alle Fahrradtypen. Das Gerät hört auf den Namen „BikePilot“ und liegt jetzt mit neuer Software und interessanten Features vor. Wir durften das Navigationsgerät für euch ausgiebig testen.

 

 

Das BikePilot in der Theorie

Bevor wir euch von unseren Testfahrten mit dem BikePilot berichten, lassen wir zunächst einmal die Fakten sprechen. Das Navi der Firma Blaupunkt misst 112 x 68 x 21 cm und ist somit sehr kompakt. Zudem liegt es bei einem Gewicht von schlanken 149 Gramm angenehm in der Hand. Im Inneren des Gerätes wirkt ein SiRF Atlas V Dual-Core Prozessor mit einer Taktung von 664 MHz. Beim Betriebssystem setzt Blaupunkt auf das bekannte Windows CE.net.6.0 Core von Microsoft. Beim Speicher stellt Blaupunkt dem BikePilot 4 GB Flash und 128 MB RAM zur Verfügung. Natürlich kann der Speicher auch via Micro SD-Card auf maximal 32 GB erweitert werden. Dies gehört heutzutage zum Standard. 

Das Display des BikePilot ist ein transreflektives und hintergrundbeleuchtetes 3,5“ Touch-Display. Die Grafik wird mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixeln dargestellt. Bluethooth der Generation 4 sorgt für Konnektivität und die Koppelung optionaler Sensoren, das Kartenmaterial, welches beim BikePilot zu Einsatz kommt, stammt wieder einmal von OpenStreetMap. Neben dem Kartenmaterial, das einige Länder Europas vorinstalliert anbietet, verfügt das BikePilot über drei Fahrradprofile (Street, Cross und Tour), einen Tripcomputer, einen Track- und Daten-Recorder, einen 3D-Kompass und einen barometrischen Drucksensor. GPX-Daten können sowohl im- als auch exportiert werden. Positiv zu erwähnen ist, dass das Online-Update-Tool nicht nur unter Windows, sondern auch unter Mac OSX funktioniert. Wie es sich für ein aktuelles Fahrradnavi gehört, so ist auch das Gehäuse des BikePilot staub- und wasserfest. Aufgeladen werden kann das Navi über den PC. Die Mini-USB Buchse liegt dabei (wie auch beim TEASI One) unter einer Klappe auf der Rückseite des Gerätes.

 

Das Blaupunkt BikePilot im Praxistest

Nachdem ich das BikePilot am Lenker meines Fahrrads festgemacht hatte (klappt wunderbar einfach und ist auch sehr stabil), ging es ins Menü. Die Zeit vom ersten Starten bis zum Erscheinen des Auswahlmenüs geht recht flott vonstatten. Allerdings ruckelt die Grafik hin und wieder ein wenig, was ein wenig verwunderlich ist, betrachtet man den eigentlich doch recht leistungsstarken Chip, der im BikePilot arbeitet. Das Menü ist ziemlich schlicht gehalten und in die Punkte „Speicher“, „Ziel“, „Karte“, „Einstellungen“, „Tour“, „Computer“ und „Training“ unterteilt.

Hinter dem Menüpunkt „Speicher“ könnt ihr Infos zu den eigenen von euch angelegten Routen („Meine Trips“), zu euren Favoriten, zu importierten Trips und POIs (Points of Interest), zur SD-Karte und Statistiken finden. Bei der Anwahl der einzelnen Punkte ist festzustellen, dass der Touchscreen sehr gut auf eure Eingaben reagiert. Dass man die permanenten Menü- und Warntöne abschalten kann ist gut, weil man bei dem ganzen Gepiepe ansonsten schnell wahnsinnig werden könnte. 

Der Menüpunkt „Ziel“ ermöglicht es euch, eine Adresse nach Land, Stadt bzw. Postleitzahl, Straße und Hausnummer einzugeben. Auch können POIs nach Namen oder Art gesucht und letzte POIs angezeigt werden. Auch hier sind Favoriten abrufbar. Des Weiteren können von euch Kartenpunkte gesetzt, Koordinaten abgerufen und Trips bestimmt werden.

Der Aspekt „Karte“ ermöglicht eine Übersicht der aktuellen Karte sowie die Option, den Trip aufzeichnen zu lassen.

Gefahren sind wir mit dem BikePilot sowohl bei Sonnenschein mit direkter Einstrahlung und indirekter Einstrahlung auf das Display, sowie bei bewölktem Wetter. Dabei habe ich festgestellt, dass – im Gegensatz zum TEASI One – selbst bei stärkerer Sonneneinstrahlung die Strecken- sowie Nutzerinformationen gut abzulesen sind. Hier hat die Theorie nicht zu viel versprochen. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung senkrecht zum Gerät ist es dann doch schwer, etwas zu entziffern. Doch seien wir ehrlich: Wer fährt auf einer Radtour schon permanent mit direkter Sonneneinstrahlung auf das Display? 

Positiv überrascht war ich, wie schnell die Satelliten gefunden werden. Bedenkt man, wie lange es teilweise bei vergleichbaren Mitbewerber-Produkten dauert, hat Blaupunkt hier gute Arbeit geleistet. Die Karten von OpenStreetMap sind jedoch nicht ganz auf dem neusten Stand. So wurden zwei Gebiete, die schon seit 2-3 Jahren erschlossen sind, leider nicht erkannt und manchmal wurden etwas unsinnige Streckenvorschläge vom Gerät gemacht. Dies ist jedoch auch eine Schwäche einiger Auto-Navigationsgeräte. Die POIs sind vielfältig, bieten allerdings auch nicht immer sonderlich aktuelles Material. Auch hier muss nachgebessert werden. Apropos Karten: Die Navigationsplanung kann entweder am PC via Kartenexport über bikemap.net oder vor Tourstart am Navi selbst erfolgen. Klappt soweit alles reibungslos und ohne Probleme. Ansonsten funktioniert die Routenführung wie u.a. beim TEASI One. Müsst ihr abbiegen, gibt euch das Gerät dies durch ein akustisches Signal bekannt. Nähert ihr euch direkt dem Abbiegepunkt, verstärkt sich das Signal. Eine Stimmführung gibt es leider nicht.

Fazit: Technisch bietet das knapp 300 Euro teure BikePilot einige interessante und gut durchdachte Features. Zwar ruckelt die Navigation, die leider ohne Sprachausgabe, dafür aber in Farbe daher kommt, ein wenig, dafür sind die Satelliten schnell gefunden und euer Rad innerhalb kürzester Zeit gefunden. Die Vorschläge, die euch die Software macht, sind nicht immer unbedingt nachvollziehbar. Ein wenig seltsam ist, dass einige neuere Straßen noch nicht eingepflegt wurden, obwohl sie bereits 2-3 Jahre vorhanden sind. Gleiches gilt für POIs. Hier wird euch zwar eine Menge geboten. Leider in verschiedenen Gegenden jedoch weniger, als in anderen. Insgesamt jedoch ein sehr zu empfehlendes Navi für eure Radtouren.

 

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Blaupunkt für das zur Verfügung gestellte Testmuster.

 

D. Stappen 

 

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