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Rollercoaster Tycoon 3 | Review (iOS)

RCT3iOSBild1Ihr gehört zu denen, die als Kinder auch immer so gerne in Freizeitparks gegangen seid? Ihr habt Ende der 1990er-Jahre auch stundenlang „Rollercoaster Tycoon“ von Chris Sawyer auf dem PC gespielt? Ihr wolltet schon immer mal einen eigenen Freizeitpark bauen, verwalten und in euren eigenen Fahrgeschäften mitfahren? Ihr habt entweder den dritten Teil auf dem PC gespielt, oder ihr wolltet schon immer mal einen Teil der Serie auf eurem iPad spielen? Wenn ihr auch nur eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten könnt, dann seid ihr ein Kandidat für die Portierung von „Rollercoaster Tycoon 3“ für iOS. Wir haben einen ausführlichen Blick in die finale Fassung geworfen und verraten euch, ob sich hierbei Nostalgie breit macht, oder ob es sich (wie bei „Dungeon Keeper“) um reine Geldmacherei handelt. Einen positiven Aspekt können wir euch schon jetzt verraten: die iOS-Version kommt ganz ohne InApp-Käufe aus. Ob das reicht?

Elf Jahre später...

Teil 3, auf dem die Portierung basiert, ist mittlerweile schon tatsächlich elf Jahre alt und hat noch immer seinen (mittlerweile nostalgischen) Charme. Vor allem die Tatsache, dass ihr hier alle Attraktionen auch aus der Zuschauer-Perspektive sehen konntet, war seinerzeit eines der Highlights. Und auch auf den Apple-Endgeräten ist dies natürlich möglich. Alles, was damals funktionierte, klappt auch heute auf dem iPad. 

RCT3iOSBild2Die Portierung kommt mit sämtlichen Extras der Urfassung daher. Neben dem Karrieremodus gibt es auch hier den Sandkasten-Modus, in dem ihr einfach drauflos legen könnt. In der Karriere müsst ihr als Manager eines Freizeitparks vorgegebene Aufgaben erledigen. Dass dies nicht immer ganz einfach ist, können Besitzer des PC-Urspiels bestätigen. Doch unfair ist der Titel zu keiner Zeit. Die Möglichkeiten, die euch die Entwickler an die Hand geben, um euren Park zu managen, sind vielfältig. So könnt ihr beispielsweise nicht nur Buden bauen, sondern auch die Preise, die Menge an Eis (bei Getränken) oder die Salzmenge festlegen, Farben von Luftballons bestimmen, neue Dekorationen in Themenbereichen anbringen und vieles mehr. Viele der Fahrgeschäfte existieren in ähnlicher Form in realen Parks. Das hat zur Folge, dass sich alle Parkfans unter euch schnell heimisch fühlen werden.

Noch intensiver wird das Ganze immer dann, wenn ihr – wie bereits erwähnt – selbst in einer eurer gebauten Attraktionen Platz nehmt und die wilden Fahrten genießt – vor Freude schreiendes Publikum inklusive! Das macht nach wie vor enorm viel Spaß. 

Kniffliger als nötig

Doch kommen wir zum wohl entscheidenden Grund, der bestimmt, ob man sich die Portierung zulegen möchte, oder eben nicht: Der Steuerung. Denn gerade die Umsetzung von Spielen, die einst auf dem PC mit Maus und Tastatur gesteuert wurden, verläuft oftmals bei iPad-Konvertierungen nicht ohne Probleme. Bei der Steuerung sind wir beim Testen zwiegespalten. Einerseits läuft das Antippen der Menüs, das Zoomen und Scrollen und das Bauen von Buden oder Fahrgeschäften nahezu problemlos. Doch beim Bauen der Wege haben sich die Entwickler einen Patzer erlaubt. Denn anstelle der Möglichkeit, eine Linie oder Kurven per Wischgeste zu ziehen, müsst ihr mühevoll jedes Stück des Weges einzeln bestätigen. Das dauert unnötig lange und macht nicht unbedingt Spaß. Der Vorteil ist hingegen, dass ihr Brücken leichter und vor allem präziser bauen und Wege exakter verbinden könnt. Hierüber kann man in der Tat diskutieren. 

Weniger Diskussionsbedarf gibt es bei der grafischen Umsetzung von „Rollercoaster Tycoon 3“. Denn obwohl das Spiel fast immer flüssig läuft, nagt an der Engine schon der Zahn der Zeit. Denn hier und da ist die Umgebung etwas grobpixelig ausgefallen. Dennoch hat auch diese Version den Charme des Urspiels auf das iPad retten können. Wirklich nervig ist, dass ihr keine richtigen Tutorials geboten bekommt. Stattdessen verweist das Spiel auf Youtube –Videos in englischer Sprache. Sehr schade, gerade für die jüngeren Spieler. 

8Fazit: Bis auf kleinere Macken ist den Entwicklern von Frontier Developments eine wirklich gute und atmosphärisch dichte Umsetzung für iOS gelungen. Rollercoaster Tycoon 3 nimmt euch mit auf eine Zeitreise und wird Fans von Freizeitparks und solche, die schon immer mal einen eigenen Vergnügungspark managen (und ausprobieren wollten) gleichermaßen begeistern. Ein dickes Lob verdienen sich die Entwickler dafür, dass das Spiel (bei einem Preis von knapp unter 5 Euro) komplett ohne In-App Käufe daher kommt, was heutzutage ja absolut keine Selbstverständlichkeit ist.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

C. Fischer

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