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Vorstellung und ausgewählte Sorten im Test: Green Cup Coffee

GreenCupLogoIn den vergangenen Wochen und Monaten haben wir uns beim Aufbau unserer neuen Rubrik „Kaffeewelten“ im Internet umgeschaut, bei Bekannten nachgefragt und Foren durchforstet, da es eines unserer Hauptziele ist, Privatröstereien, kleine „Nachwuchs-Röstereien“ und aufstrebende Unternehmen zu präsentieren, die viel Wert auf Qualität, Transparenz, Nachhaltigkeit und Fairness im Sinne der „Third Wave Coffee-Bewegung“ legen. Dabei wurde immer wieder mal der Name „Green Cup Coffee“ erwähnt. Natürlich machte uns dies neugierig, da wir (zu unserer Schande) bislang noch nichts von diesem Unternehmen mit Sitz in Weilheim gehört hatten. Klar, dass wir beim Inhaber, Thomas Eckel, nachgefragt haben, ob er uns eine „bunte Mischung“ seiner Kaffees zur Verfügung stellen kann. Und was soll ich sagen? Kaum angefragt, schon stand ein Probierset mit diversen Kaffees, Espressi, Tee aus Kaffeekirschen (!) und Trinkschokolade in der Redaktion. Ob die Qualität ebenso grandios ist, wie die Lieferzeit, erfahrt ihr im Folgenden.

Von der Finca bis zur Röstung

Nachdem wir in der Redaktion das Paket von „Green Cup Coffee“ geöffnet hatten, viel zuallererst auf, dass Thomas Eckel seine Kaffeesorten in vakuumversiegelten Dosen vertreibt. Wo viele Mitbewerber Verpackungen mit Zip-Verschlüssen oder klassischem „Einmalverschluss“ anbieten, setzt Eckel auf Dosen, die ein wenig an „Illy“-Dosen (nur in hübsch) erinnern. In der Mitte jeder einzelnen Dose prangt natürlich die namensgebende grüne Kaffeetasse. Darüber hinaus wird man als Konsument darauf hingewiesen, dass es sich um Kaffee mit „Bio“-Zertifikat handelt, der frisch geröstet wurde (was eigentlich bei gutem Kaffee selbstverständlich ist). Auch wird erwähnt, dass es sich um fair gehandelten Kaffee handelt, der von einer einzigen Finca stammt. Am oberen Rand der Dose ist dann noch nachzulesen, ob es sich um einen (Filter-) Kaffee handelt, einen Espresso oder – wie bereits erwähnt – um Trinkschokolade oder Tee aus Kaffeekirschen. Beide gehören zwar nicht direkt in unsere Rubrik, trotzdem haben wir sie mitgetestet und sind von der Qualität beeindruckt. Vor allem die aus geraspelter Schokolade bestehende Trinkschokolade ist eine Wucht!

Auf der Rückseite jeder Dose finden sich Hinweise zur Finca, von der die Bohnen stammen, zum Besitzer der Finca, zur Herkunft, dem Geschmack und Empfehlungen für die Zubereitungsarten (Stempelkanne, Vollautomat, Handfilter, AeroPress, Siebträger, Herdkännchen). Über die Varietäten der Pflanzen sowie über die Aufbereitung (natural, washed, pulped natural, semi-washed oder honey) erfahren wir auf der Homepage der Rösterei eine Menge Wissenswertes. Last but not least befindet sich auf der Unterseite der Dose noch der Hinweis des Röstdatums und das MHD.

Auf der Homepage erfahren wir noch einiges über Thomas Eckel und seine Leidenschaft zum Kaffee (u.a., dass er Deutschlands erster Q-Grader ist) und mit zur internationalen Jury des „Cup of Excellence“ gehört, bei der die jeweils besten Kaffees eines Landes gewählt und prämiert werden. Der Mann hat also Ahnung von dem, was er tut! So röstet Eckel seine Kaffees eher hell und bietet ihnen ein ganz besonderes Kaffeeprofil. Wichtig ist ihm die Transparenz, die Nachhaltigkeit und die faire Bezahlung der Kaffeefarmer bzw. Bauern auf den Plantagen.

GreenCupFür unseren Test stellte uns Thomas den Kaffee „Pacha Mama“ aus der Region Chanchamayo der „Asociación de Agricultores Grano de Oro Miguel Grau“ aus Peru, den Espresso aus der Regioin Minas Gerais aus Brasilien von der Fazenda Nossa Senhora de Fatima, den Espresso aus der Region Boquete aus Panama von der Finca Casa Ruiz, den Kaffee der Finca Tempixque aus der Region Antigua aus Guatemala, den Espresso der Finca Nagambika Estate aus Karnataka in Indien, sowie den Kaffee der Finca Santa Elena aus Tarrazu in Costa Rica. Insgesamt liegt uns also somit eine tolle Weltreise in Bohnenform vor.

Im Online-Shop könnt ihr die Kaffees konkret suchen, nach Zubereitungsart euch Vorschläge machen lassen, euch ausführliche Informationen zu den Kaffeeländern, den Fincas und vielem mehr geben lassen, „Hardware“ sprich: Zubehör finden, Süßes shoppen, einen kostenlosen Ratgeber herunterladen und Kontakt mit Thomas Eckel aufnehmen.

Während die Espressi besonders gut im Vollautomaten gelingen, haben wir im Test die Kaffeesorten sowohl im Handfilter (Hario V60) als auch in der AeroPress und der Stempelkanne zubereitet.

Da der Test hier nicht ins allzu sehr ausufern soll (da ihn sonst niemand mehr liest), fasse ich die Erfahrungen mit den uns zugeschickten Kaffeesorten zusammen.

Zunächst einmal fällt auf, dass bei allen Sorten ein sehr homogenes Bild der gerösteten Bohnen ins Auge sticht. Die „Ausfallquote“ tendiert gegen Null. Schon mal sehr gut! Dass Thomas Eckel auf helle Röstungen legt, wird schnell deutlich. Die Kaffeesorten duften alle wunderbar intensiv, angenehm natürlich und facettenreich. Mein Favorit ist der „Tempixque“, der recht schokoladig daher kommt. Auch sind leichte Anklänge von Honig zu erkennen. Einfach nur toll! Schön ist ebenfalls, dass alle Sorten eine feine, stellenweise auch sehr geringe Säure aufweisen, die Röstaromen (wenn vorhanden) nie dominant sind und sehr angenehm im Abgang.

Fazit: Auf die 12! Da hat uns aber jemand ganz kalt erwischt und gleichzeitig eine Wissenslücke gestopft. Denn obwohl wir mittlerweile mit Fug und Recht behaupten können, etliche Röstereien zu kennen, ist uns diese grandiose Rösterei unter ihrem Chef Thomas Eckel komplett unter dem Radar hindurch geschlüpft – bis jetzt! Denn das, was uns und euch hier geboten wird, gehört zweifelsfrei zur Championsleague der deutschen Kaffeeröstereien. In allen Bereichen wird euch hier top Qualität geboten. Wir freuen uns schon auf unsere nächsten Erfahrungen mit den Kaffees und Espressi von „Green Cup Coffee“.

Die inn-joy Redaktion vergibt 10 von 10 Punkten.

Zusammensetzung der Gesamtbewertung:

Qualität: 10 von 10 Punkten

10Fairness und Nachhaltigkeit: 10 von 10 Punkten

Geschmack: 10 von 10 Punkten

Transparenz: 10 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Thomas Eckel von „Green Cup Coffee“ für die zur Verfügung gestellten Testexemplare.

U. Sperling

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