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Sunrise Avenue | Heartbreak Century

SunriseAveSie haben sich knapp vier Jahre Zeit gelassen, bis zur Veröffentlichung des neuen Studioalbums. Doch nun steht mit „Heartbreak Century“ das neue Album von „Sunrise Avenue“ in den Läden. Wir haben uns die CD für euch einmal genauer angehört und verraten euch, ob den Finnen die Pause gut getan hat und wie sich die Band seit dem letzten Album weiterentwickeln konnte.

Glatter Mainstream oder Rebellenrock?

Fragt man Finnen, wen sie als typisch finnische Rockband sehen oder als in Finnland besonders angesagte Band, wird wohl der Name „Sunrise Avenue“ recht spät fallen. Denn während die Band im Ausland recht erfolgreich unterwegs ist, haben viele finnische Fans der Band aufgrund ihres glatten mainstreamigen Sounds den Rücken gekehrt.

Wer also denkt, dass Frauenschwarm Samu Haber in seiner Heimat ebenfalls ankommt, der irrt. Dafür aber im Rest von Europa umso mehr. Klar, dass er auch auf „Heartbreak Century“ den Schwiegersohn in spe, den Frauenversteher und Schwarm gibt, aber auch mit mehr Humor um die Ecke kommt. Doch irgendwie ist das neue Album anders. Denn zum einen ist es immer noch sehr glatt gebügelt und recht fern von dem „rohen“, „authentischen“ und „echten“ Spiel, das Haber und seine Band für das fünfte Studioalbum ihren Fans versprochen haben. Zum anderen gehen die „klassisch-harten Sunrise Gitarren“ nicht mehr so in den Vordergrund, wie bei den vorangegangenen Alben. Und auch die Tatsache, dass die Rockband hier im Bereich des „Tanzparketts“ angekommen ist, wird nicht jedem Fan gleichermaßen schmecken. Ebenfalls schade ist, dass Haber stimmlich in einigen Bereichen recht schwach und zurückhaltend bleibt. Wer die Band live gesehen hat, der weiß, dass stimmlich weit mehr in ihm steckt, als er auf „Heartbreak Century“ vorzuweisen hat. Immerhin bleibt auch bei einigen Songs das Ohrwurm-Potential erhalten und auch die Möglichkeit, schnell in den Text mit einzusteigen, ist gegeben. Gerade der „I Help You Hate Me“, ein Song über Trennungen, kommt mit einer gehörigen Portion Humor und „Karaoke-Potential“ daher. Und dennoch plätschert mir das Album insgesamt zu sehr daher, hat zu wenig nachhaltige Tracks, die wie einst „Hollywood Hills“ auch noch Jahre später bekannt und beliebt sind oder wie „Lifesaver“ ein „Evergreen“ der Kapelle. Ein nettes Album – nicht mehr aber auch nicht weniger.

Tracklist:

01. Never Let Go

02. Heartbreak Century

03. I Help You Hate Me

04. Afterglow

05. Point Of No Return

06. Flag

607. Let Me Go

08. Question Marks

09. Somebody Like Me (Crazy)

10. Beautiful

11. Room

12. Home

Die inn-joy Redaktion vergibt 6 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Universal Music für das zur Verfügung gestellte Rezensionsmuster.

L. Zimmermann

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