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Assassin's Creed: Origins - The Hidden Ones (DLC) | Review (Xbox One)

ACHiddenBild1Als im vergangenen Herbst nach einer längeren Pause Ubisofts neuster Assassin’s Creed-Ableger „Origins“ erschien, waren Fans und Kritiker überwiegend gleichermaßen beeindruckt, hatte man dem Titel doch nicht nur ein vollkommen neues und unverbrauchtes Setting mit dem alten Ägypten spendiert, sondern auch an der Spielmechanik so einiges verändert. Die Story rund um Bayek von Siwa, einem Medjai und quasi dem Urvater der Assassinen, konnte ebenfalls zu großen Teilen überzeugen. Nun, rund ein Vierteljahr später, hat Ubisoft mit „The Hidden Ones“ den ersten Story-DLC veröffentlich, den ihr im Season Pass mitgeliefert bekommt oder auch separat erwerben könnt. Wir haben die Erweiterung für euch getestet.

Vier Jahre später – endlich mehr klettern?

Die Geschichte rund um Bayek knüpft nicht unmittelbar an das Ende des Hauptspiels an. Vielmehr sind seit den Geschehnissen von „Origins“ vier Jahre ins Land gezogen. Wir befinden uns nun an den Anfängen der Bruderschaft der Assassinen. Schauplatz des ersten Story-DLC ist die Halbinsel Sinai, die bis heute Schauplatz politischer Auseinandersetzungen ist. Wer absoluter AC-Profi ist, hat die Story in etwa sechs bis sieben Stunden absolviert. Wer sich Zeit nimmt, um all das, was der DLC so zu bieten hat, zu erforschen und zu absolvieren oder noch nicht so oft in die Welt von Assassin’s Creed eingetaucht ist, der benötigt ungefähr 10-12 Stunden.

Um „The Hidden Ones“ richtig verstehen zu können, empfiehlt es sich (was jedoch kein Muss ist), die Nebenmissionen, die bislang erschienen sind vorab gespielt zu haben. Dadurch könnt ihr besonders tief in die neue Geschichte abtauchen.

Doch worum geht es eigentlich genau? Held Bayek macht sich auf den Weg zur Sinai-Halbinsel, da dort seine Landsleute, die Ägypter, von den römischen Besatzern versklavt wurden. Dies kann Bayek natürlich nicht tolerieren und so muss er seine ganze Kraft, seine List und seine Waffenfertigkeiten nutzen, um die Römer zu schlagen und die Ägypter aus der Knechtschaft zu befreien. Was ein wenig an die Geschichte von Mose und der Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei anmutet, kann gewisse Parallelen nicht von der Hand weisen.

Doch „The Hidden Ones“ zeigt nicht nur Bayeks Kampf gegen die Römer, den wir ja schon aus dem Hauptspiel kennen, sondern vor allem die Entstehung der Bruderschaft der Assassinen und ihrem stärksten Feind, dem „Orden“, der uns innerhalb der AC-Titel ja zeitlich bis in die Gegenwart verfolgte.

Mehr Abwechslung wäre schön gewesen

Obwohl Ubisoft euch mit „Assassin's Creed: Origins – The Hidden Ones“ drei neue Regionen bietet, sind diese vom Grundprinzip denen des Hauptspiels sehr ähnlich geworden. Wirkliche Überraschungen bietet der DLC daher nicht. Dennoch sieht das Spiel nach wie vor – vor allem auf der Xbox One X – richtig gut aus. Auch die Vertonung bewegt sich auf hohem Niveau. Ein wenig schade ist, dass der Titel nicht mehr aus der Surround-Kulisse holt. Doch das ist bei den meisten Titeln ein Problem.

Ansonsten bleibt auch der DLC bei den Basics was Missionen, Kämpfe, Nebenquests etc. anbelangt. So müsst ihr auch hier Lager von feindlichen Soldaten befreien, Tiere jagen, den Pylakes aus dem Weg gehen (oder sie eliminieren), Verbündeten und NPCs helfen, Tatorte nach Spuren untersuchen und vieles mehr. Neu ist, dass Bayek bis zu Stufe 45 aufsteigen kann. Auch für den neuen Endgegner braucht ihr ein recht hohes Level. Der Kampf ist mal wieder nicht allzu bombastisch in Szene gesetzt, fordert aber dennoch euer Geschick. Was Ubisoft aber nach wie vor vernachlässigt ist eigentlich einer der Grundpfeilder der Serie. Die Rede ist vom Klettern. War der Parcours-Lauf früher ein wichtiger Bestandteil des Gameplays, ist er heute nur noch ein ergänzendes und optionales Beiwerk. AC-Veteranen dürfte dies auch beim DLC nicht gefallen. 

Fazit: Auch der DLC „The Hidden Ones“ macht eine Menge Spaß. Zwar gibt es hier nicht wirklich Neues zu entdecken und irgendwie hat man das Gefühl, als hätten die Kreativen bei Ubisoft einmal die Recycling-Tonne durchwühlt. Doch wer mit dem Hauptspiel seine Freude hat, wird auch hier 8rund 10 Stunden Spaß haben. Und was will man mehr? Lediglich beim Storytelling hätte Ubisoft einen deutlichen Zahn zulegen können und einen intensiveren und emotionaleren Blick in die Anfänger der Bruderschaft bieten können. Vielleicht beim nächsten Mal oder einem möglichen Nachfolger.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Ubisoft für das zur Verfügung gestellte Testmuster.

U. Sperling

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