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Buena Vista Social Club 25th Anniversary Edition | Review

BuenaVista25 Jahre nach dem Album „Buena Vista Social Club“ und 22 Jahre nach dem gleichnamigen Film von Wim Wenders, ist nun das in Havanna 1996 produzierte Album noch einmal neu veröffentlicht worden. Mit Ibrahim Ferrer, Compay Segundo, Omara Portuondo, Rubén González, Eliades Ochoa und Ry Cooder war damals die Creme de la Creme der kubanischen Musik am Start, die durch das Erscheinen des Albums auch weltweit für Aufsehen sorgten. Wir haben für euch noch einmal in das Album hineingehört.

Eine Reise in die Vergangenheit

Anlässlich des „silbernen Jubiläums“ ist das Album in bestmöglicher Qualität sowohl auf CD als auch als Vinyl-Schallplatte erschienen. Veröffentlicht wurde es zudem mit einem 64 seitigen Booklet und 12 Bonus-Tracks der alten Aufnahme-Sessions sowie alternativen Versionen.

Seinen Anfang nahm das Projekt, als der Gitarrist und Sänger Ry Cooder einige bereits damals schon ältere Herren, die gemeinsam Musik machten. Dies alles aber ohne Gesang. Nun traf es sich, dass neben Cooder noch Ibrahim Ferrer, einer der damals populärsten Sänger hinzukam. Ergänzt wurden die Herren durch die Sängerin Omara Portuondo. Bis auf Portuondo, Cooder und Ochoa sind die Mitglieder leider mittlerweile verstorben. Ibrahim Ferrer starb 2005 im Alter von 78 Jahren, Compay Segundo 2003 mit 96 und Rubén González ebenfalls 2003 im Alter von 84 Jahren.

Das Besondere am Doppel-CD-Album ist, dass bereits in den Sessions die unglaubliche Aura, welche die Band über Jahre hinweg ausstrahlte, deutlich spürbar wird. Wenngleich damals noch außerhalb Kubas recht unbekannt, war es klar, dass „Buena Vista Social Club“ etwas ganz Besonderes werden könnte. Die einzigartigen Stimmen, das wunderbare Gitarrenspiel, die Percussions und die Piano-Begleitung – all das macht ein perfektes Zusammenspiel der Band aus, deren kraftvolle und ungebrochene Dynamik aber auch filigranere Momente noch heute für Gänsehaut sorgen. Kein Wunder, dass sich das Album wie geschnitten Brot verkaufte und einen Grammy einbrachte.

Die remasterte Version arbeitet die Klänge und Stimmen noch ein wenig feiner heraus und bietet so die bestmögliche Erfahrung mit den Songs der Band. Hinzu kommen die zwölf Tracks, die während der Aufnahme des Albums eingespielt aber bis heute nicht veröffentlicht wurden. Besonders beeindruckend sind dabei mehr oder minder spontane Improvisationen der Künstler.

9Fazit: „Buena Vista Social Club“ bekommt ein weiteres Denkmal zum 25jährigen Jubiläum des Albums spendiert. Mit Bildband, unveröffentlichten Tracks, der bestmöglichen Neuabmischung und jede Menge Herzblut sind die „good vibrations“ der damaligen Zeit noch immer spürbar und klingen lange nach. Nicht nur für Fans eine klare Kaufempfehlung!

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Sony Music für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

L. Zimmermann

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