Olfs Hot Spize - handcrafted "Hot Sauce"-Sorten im Test

| Marc Heiland | Küche & Leben

OlfsHotSpizeLäuft man heutzutage durch einen Supermarkt und wirft einen Blick in die Regale, dann stellt man schnell fest, dass unzählige Produkte mit „naturidentischen Aromen“, allerlei chemischen Beigaben und nur noch selten mit hoher Qualität bei den einzelnen Zutaten auskommen. Das liest sich nicht nur ungesund, es zeigt auch, wie sehr die Konzerne auf Gewinnmaximierung bei gleichzeitiger Qualitätsminimierung (und damit auch zulasten des natürlichen Geschmacks und unserer Gesundheit) ausgerichtet sind. Häufig wissen viele von uns gar nicht mehr, wie natürliche Zutaten schmecken, da von der Industrie alles geschmacklich verändert und verfälscht, mit Zucker versetzt oder mit „Geschmacksträgern“ oftmals „verfeinert“ wird.

Umso schöner ist es, wenn einige Firmen (meist junge Start Up-Unternehmen) sich dann auf den heiß umkämpften Markt begeben, um mit „echten“ Produkten die Kunden für sich zu gewinnen. Einer davon ist Oliver Kiurina, der sich mit seinen fünf handgefertigten Saucen unter dem Namen „Olfs Hot Spize“ gerade bei Start Next im Crowdfunding befindet und uns zeigen will, dass „Hot Sauce“ mehr bedeuten kann als zugekleisterte Fertigprodukte. Was noch dahinter steckt und wie uns die fünf bislang verfügbaren Saucen geschmeckt haben, erfahrt ihr im Test.
 
Alles handgemacht und natürlich lecker
Oliver Kiurina hat einen Traum: Frische, handgefertigte, würzige Saucen, die ohne künstliche Aromen und Zusatzstoffe produziert werden, zu entwickeln. Warum er das macht? Ganz einfach: Kauft man im Supermarkt eine „Hot Sauce“, dann erhält man in den allermeisten Fällen Saucen, die entweder „nur scharf“ sind, bei denen sich also die Aromen überhaupt nicht mehr aufgrund der Schärfe „erschmecken“ lassen oder sie „schmecken hauptsächlich nach Essig“, so Kiurina in seinem YouTube-Vorstellungsvideo. Daher hat er in einem Zeitraum von ca. 16 Monaten seine eigenen Hot Sauce-Sorten entwickelt. Diese fünf Sorten hat „Olf“, so sein Spitzname, in fünf Schärfegrade unterteilt, sodass auch für jeden Geschmack etwas dabei ist. 
 
Zu unseren Testbedingungen: Wir haben die fünf Sorten vor dem Probieren auf fünf kleine Teller gegeben – jeweils einen Teelöffel voll. Danach haben wir die Sorten mit Fleisch, mit Pommes, mit Baguette, zum Sandwich und mit Mayonnaise probiert. Am Test teilgenommen haben drei Personen, um ein – im kleinen Rahmen – repräsentatives Ergebnis erzielen zu können. 
 
Die Sorte „Fruity Green“
Fruity Green ist die mildeste der fünf Saucen. Sie ist fruchtig, frisch und besitzt eine leichte Schärfe. Mit Gurke, Apfel, Birne sowie ein wenig Jalapeño als Schärfeträger ist diese Sorte nicht nur eine echte, weil wirklich sehr erfrischende Hot Sauce, sondern gleichzeitig auch ein toller Exot, der geschmacklich äußerst interessant ist. Meilenweit vom typischen Standardeinerlei entfernt, schmeckt „Fruity Green“ sowohl zu Fisch als auch Fleisch aber auch untergerührt unter frischem Joghurt ausgezeichnet. Die leichte Schärfe macht sich angenehm im Mundraum breit. Der lange Abgang weiß zu überzeugen. 
 
Die Sorte „Smoky Purple“
„Smoky Pink“ ist mit dem „Schärfelevel“ 2 von 5 gekennzeichnet. Ihre intensive Farbgebung macht Lust auf Mehr und neugierig auf das, was da kommen wird. Mit Rote Bete, Tomate, Hickory Rauch, Habanero, Jalapeño und Peperoni schmeckt sie absolut toll zu vielfältigem Grillgut, aber auch mit Majo, Sour Cream und Brot. 
 
Die Sorte „Pepper Red“
Perfekt als echter Allrounder gilt „Pepper Red“. Hier stehen Paprika, Chili, Peperoni, Knoblauch, Habanero, Jalapeño im Fokus. „Red Pepper“ ist mit dem Schärfegrad 3 ausgezeichnet, geht aber nicht so in die Breit im Mund, wie „Smoky Purple“. 
 
Die Sorte „Oriental Orange“
Mein persönlicher Favorit ist „Oriental Orange“. Egal ob zum Curry, zu Kichererbsen, Falafel oder als Dip mit Brot – hier wird Exotik großgeschrieben. Mit Kurkuma, Pfefferminze, Piment, Karotte sowie den Schärfeträgern Ghost Pepper und Thai Chillis steigt der Schärfegrad auf 4 von 5. Hierzu kann man mit Milch ein wenig die Schärfe neutralisieren, wenn man nicht so ganz scharf mag. Doch richtig scharf wird es erst mit der schärfsten Sorte im Angebot von „Olfs Hot Spize“.
 
Die Sorte „Chocolate Brown“
Bei „Chocolate Brown“ handelt es sich um eine äußerst extravagante und wahnsinnig spannende Sauce mit der Stufe 5 von 5 auf der hauseigenen „Olf-Skala“. Das Extravagante sind Noten von Kaffee, Trauben, Bio-Kakao und Reaper Chillis. Hier solltet ihr definitiv etwas zum Neutralisieren in der Nähe haben. In homöapathischen Dosen wunderbar, in größeren Mengen für den „Gewohnheitsscharfesser“ ziemlich scharf. 
 
Fazit: Alle fünf Sorten von „Olfs Hot Spize“ haben ihr ganz eigenen Geschmacksrichtungen und bieten somit für jeden Geschmack und jedes Gericht etwas. Die Qualität der Zutaten schmeckt man deutlich, die feinen Aromen sind klar zu erkennen und der 9grandiose Geschmack gibt euch (kombiniert mit den jeweiligen „Schärfeträgern“) voll auf die 12! Grüße gehen raus in die Hansestadt und eine ganz klare Kaufempfehlung. Sobald „Olfs Hot Spize“ online (oder später auch im Laden) erhältlich ist, müsst ihr die „Hot Spice“-Sorten unbedingt probieren!
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Oliver Kiurina von „Olfs Hot Spize“ für die uns zur Verfügung gestellten Testmuster.
 
M. Heiland
 

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