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Einsteiger-Handmühle Gefu Lorenzo im Test

GefuLorenzoIn unserer Rubrik „Kaffeewelten“ testen wir ja nicht nur Kaffeeröstereien und stellen neue Kaffeesorten vor, sondern präsentieren euch auch Zubehör wie beispielsweise Handmühlen. Da sich nicht jeder von euch mit Sicherheit den Porsche unter den manuellen Kaffeemühlen, die „Comandante C40 MK3 Nitro bleibt“ zulegen kann oder will, schauen wir uns auch nach „Einsteiger-Mühlen“ um, um diese einem Test zu unterziehen und euch ggf. zu empfehlen. An dieser Stelle geht es um die „Lorenzo“, eine Handmühle der Firma „Gefu“ aus dem Sauerland. Wir haben sie für euch getestet und verraten euch, ob sich die Investition von ca. 50 Euro, die das Unternehmen für eine Handmühle aufruft, auch lohnt.

Mit dem Strom kann jeder

Kaffeemühlen müssen in erster Linie eines: Kaffeebohnen möglichst gleichmäßig mahlen, um im Anschluss eine vernünftige Extraktion des Kaffeepulvers zu ermöglichen. Darüber hinaus sollten sie allerdings auch noch einen gewissen optischen Reiz besitzen und einen „vernünftigen“ Preis. Während letzterer Aspekt gleich abgehakt werden kann, ist es möglich, über die Optik der Gefu Lorenzo zu streiten. Denn für eine klassische Handmühle sieht dieses Produkt schon eher ungewöhnlich aus. Mir persönlich gefällt die „säulenartige“ Aufmachen ausgesprochen gut, unterscheidet sie sich doch vom Einerlei der Mitbewerber von Hario, Porlex und Co. Die Verarbeitung der Kaffeemühle, die insgesamt 14x5x5cm misst und damit recht kompakt daher kommt, ist wertig. Sollte sie euch mal runterfallen, ist dies auch nicht allzu schlimm. Das ist ein eindeutiger Vorteil gegenüber den Mitbewerbern, die oftmals auf Bauteile aus Glas setzen. Am oberen Teil besteht die Mühle aus Edelstahl, wohingegen der untere Teil aus Kunststoff besteht. Wie schon in anderen Tests bemerkt, liegt der Schwerpunkt der Mühle ein wenig hoch, was beim Mahlen ein wenig von Nachteil ist. Ebenfalls ein wenig schade ist, dass der Kunststoffbehälter, in welchen das Mahlgut fällt, recht klein geraten ist. Schön: Den Griff könnt ihr an der Seite befestigen und so die Mühle überall mit hinnehmen. Die Einstellung der Mahlgrade erfolgt über die Oberseite der Mühle. Auch hierin bietet die Mühle einen Vorteil, da andere Mitbewerber die Justierung über die Unterseite oder – wie bei Hario – kompliziert über einen feingliedrigen Mechanismus und ein Feststallrad realisieren. Hier jedoch sitzt alles fest und der eingestellte Mahlgrad verrutscht nicht mehr, nachdem ihr die Mühle einmal justiert habt. Insgesamt bietet die Gefu Lorenzo elf Unterteilungen, was recht wenig ist, auch für ein Einsteigermodell. Dennoch realisiert die Maschine dabei gute Ergebnisse. Zur Reinigung der Mühle (mit Grindz oder ähnlichen Pflegeprodukten) könnt ihr die Kurbel der Handmühle abnehmen. Bei der Lorenzo ist es ebenfalls möglich, diese in die Spülmaschine zu legen und maschinell reinigen zu lassen.

Die Gefu Lorenzo Handmühle im Praxistest

Habt ihr den entsprechend eurer Zubereitungsmethode richtigen Mahlgrad gefunden bzw. eingestellt (oder ihr nehmt den in der gut geschriebenen und anschaulich bebilderten mehrsprachigen Anleitung empfohlenen Mahlgrad), könnt ihr mit dem Mahlvorgang beginnen. Zwar geht es hier nicht ganz so leicht und entspannt von der Hand, wie bei den „Highend“-Modellen. Doch keine Sorge: Auch für die Bedienung dieser Mühle müsst ihr kein Abo im Fitnessstudio abschließen! Die Mahlergebnisse sind gut, das Mahlbild überraschen einheitlich. Vor allem in den gröberen Mahlstufen für Syphon, Karlsbader Kanne und Co schneidet die Mühle recht gut ab. Für einen Espresso reicht die Mühle allerdings nicht, auch wenn Gefu das angibt. Aber dafür erwirbt man auch eine solche Mühle nicht. Wie alle Handmühlen kann sie aufgrund ihrer kompakten Bauart vielseitig und an vielen verschiedenen Orten ganz flexibel zum Einsatz kommen.

7Fazit: Mit der Gefu Lorenzo erhaltet ihr eine qualitativ gut verarbeitete Einsteiger-Handmühle, die vor allem in den gröberen Einstellungen ein sehr gleichmäßiges Kaffeepulver zubereitet. Aber auch für den Hario Handfilter V60 liefert die Mühle ein sauberes Resultat. Ein wenig untypisch ist die Form und der etwas ungünstig gelagerte Schwerpunkt, der das Mahlen etwas komplizierter gestaltet als nötig. Etwas schade ist, dass der Behälter für das Kaffeepulver etwas klein geraten ist. Für knapp 50 Euro könnt ihr hier jedoch nichts falsch machen, zumal der Mahlgrad sich leicht einstellen lässt und die Reinigung der Kaffeemühle leicht fällt.

Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei gefu für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

D. Stappen

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