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Qualität made in Solingen - Die Zassenhaus Quito im Test

ZassenhausQuitoDie Firma „Zassenhaus“ aus Solingen gehört mit zu den traditionsreichsten Unternehmen in Deutschland. Seit 1867 steht sie für qualitativ hochwertige Produkte Made in Germany. Während das Unternehmen zunächst so genannte Kleineisenwaren und Werkzeuge im Programm führte, begann man Anfang des letzten Jahrhunderts, sich auf Gewürz- und Kaffeemühlen zu spezialisieren. Heute gehört Zassenhaus zu den größten und wichtigsten Produzenten im Bereich der Mühlen. Daher ist es uns eine große Freude, dass wir euch in unserer Rubrik „Kaffeewelten“ eine Handmühle aus dem Hause Zassenhaus vorstellen können. Dank der freundlichen Unterstützung von Zassenhaus haben wir ein Exemplar der Kaffemühle „Quito“ testen können. Hier unser Erfahrungsbericht.

Qualität aus Solingen

Die Kaffeemühle von Zassenhaus kommt gut verpackt in einem stabilen Karton daher. Optisch recht schlicht macht sie ausgepackt einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist sauber, nichts hakt oder quietscht. Das Kegelmahlwerk der „Quito“ ist aus Edelstahl, ebenso wie die Mühle selbst. Die Mahlgradstufen sind einfach und stufenlos zu verstellen. Der Auffangbehälter der Kaffeemühle ist aus Glas gefertigt und fasst 42g. Damit reicht er aus, um mit dem Hario V60-Handfilter eine Kanne aufzubrühen oder mehrere Espressi. Mit den Maßen von 14,6 x 8,9 x 24,1cm ist die Mühle recht kompakt. An Gewicht bringt sie knapp 500g auf die Waage. Als besonderes Extra bietet euch Zassenhaus 25 Jahre Garantie auf das Mahlwerk. Bedient wird die Kaffeemühle über eine recht lange Kurbel, die in einem Holzknauf endet. Dieser liegt gut in der Hand und sorgt dafür, dass das Mahlen des Kaffees zu keinem unnötigen Kraftakt wird. Zassenhaus gibt an, dass ihr mit der Kaffeemühle vom Espresso bis hin zur French Press alles mahlen könnt.

Die Zassenhaus Quito im Praxistest

Wie bereits erwähnt, kann man der Kaffeemühle bescheinigen, dass sie gut in der Hand liegt. Dies ist natürlich schon einmal ein ganz wichtiges Kriterium, da man sonst von vorn herein die Lust am Mahlen des Kaffees verlieren würde. Die recht schwere Mühle lässt sich gut bedienen und der Kraftaufwand ist aber leider deutlich höher, als bei der Comandante. Wenig optimal ist auch, dass der „Plastikteller“ auf dem Bohnenbehälter nicht ordentlich fixiert werden kann und immer wieder ein wenig „wegspringt“. Das hindert euch am gleichmäßigen Kurbeln. Ein wenig sonderbar ist, dass es an der Mühle keinerlei Markierungen oder ähnliches gibt, um den Mahlgrad zu bestimmen. Zwar funktioniert die Einstellung der Mühle nach dem logischen Prinzip „Je dichter die Mahlwerke beieinander liegen, desto feiner wird das Kaffeepulver“. Doch gerade für Einsteiger würde man sich Markierungen oder Hinweise wünschen. Die Einstellung erfolgt über eine Mutter, die im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, um den Mahlgrad auf gröber oder feiner einzustellen. An gewissen Positionen rastet das Mahlwerk dann ein und kann fixiert werden. Unser Tipp: Einfach ein wenig experimentieren, bis ihr den für euch optimalen Mahlgrad erreicht habt. Solltet ihr – so wie wir in der Redaktion – über mehrere Mühlen verfügen, könnt ihr euch auch aussuchen, mit welcher Mühle ihr beispielsweise euren Handfilterkaffee oder Kaffee für die Chemex mahlt. So erspart ihr euch das ewige Einstellen eurer Mühle. Die Qualität des Kaffeepulver-Bildes ist erstaunlich gut. Gerade bei den besonders feinen Mahlgraden bietet die „Zassenhaus Quito“ ein sauberes und gleichmäßiges Pulver, dass sogar für einen Espresso reicht. Hier sticht die Mühle manch anderen Mitbewerber aus. Nicht ganz so homogen wird es dann bei den gröberen Mahlgraden. Schön ist, dass die Mühle während des Mahlvorganges nicht sonderlich warm wird und nichts in der Mühle zurückbleibt. Die Reinigung der „Quito“ ist sehr einfach, da sie gut auseinandergebaut werden und dann ordentlich gereinigt werden kann.

Fazit: Die von uns getestete Kaffeemühle „Quito“ aus dem Hause Zassenhaus ist eine qualitativ hochwertig verarbeitete Handmühle aus Edelstahl bzw. mit einem Mahlwerk, das aus Edelstahl gefertigt wurde. Die Haptik ist gut, lediglich der Teller auf dem Bohnenbehälter ist nicht sonderlich fest. Das hatte in unserem Test zur Folge, dass er ein paar mal abgesprungen ist und wir ihn immer festhalten mussten, um nicht die ganzen Bohnen auf dem Bohnen liegen zu haben. So etwas darf nicht sein! Auch die Tatsache, dass das Einstellen des Mahlgrades 8einige Testläufe benötigt, da hier eindeutige Markierungen fehlen, hätte ein wenig besser gelöst werden können. Andererseits hat natürlich jeder seine eigenen, individuellen Vorlieben und jeder Kaffee ist darüber hinaus ja auch nicht gleich. Das Mahlergebnis kann vor allem in den besonders feinen Stufen absolut überzeugen. Hier ist die „Quito“ vielen Mitbewerbern auf dem Markt mindestens eine Kurbellänge voraus. Und auch die Tatsache, dass Zassenhaus euch 25 Jahre Garantie auf das Mahlwerk gibt, spricht eine deutliche Sprache. Hier vertraut man natürlich der hauseigenen Qualität. Die Größe des Auffangbehälters ist ok. Für knapp 80 Euro erhaltet ihr eine top Qualität zum guten Preis.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Zassenhaus für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

D. Stappen

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