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Äthiopean Sidamo und Espresso Colonia von der Kölner Kaffeemanufaktur im Test

KoelnerKaffeemanufakturBild1Köln ist ja nicht nur für seinen weltweit geschätzten Karneval bekannt. Auch viele andere „Genussspezialitäten“ kommen aus der Domstadt am Rhein. So auch guter Kaffee! Denn in Köln gibt es etliche Kaffeeröstereien, die mit ihrer Qualität und verschiedenen Auszeichnungen die Stadt und ihre Menschen repräsentieren. Eine davon ist die „Kölner Kaffeemanufaktur“, die wir euch 2018 vorstellen durften. Seitdem haben wir von Röstmeister und Inhaber Georg Hempsch bereits einige interessante Sorten zum Testen erhalten. Heute stehen die beiden Sorten „Espresso Colonia“ und „Äthiopien Sidamo“ im Fokus, die wir für euch getestet haben. Ob uns der Filterkaffee und der Espresso überzeugen konnten, lest ihr im Folgenden.  
 
Vorstellung der beiden Sorten
 
Der „Äthiopien Sidamo"
Der Filterkaffee stammt aus einer der bekanntesten Regionen Äthiopiens, Sidamo. Hier gedeihen Kaffees mit einer großen Bandbreite an komplexen Noten – von fruchtig und zitrusartig bis nussig und herbal. Die üppig grüne Landschaft Sidamos bietet ideale klimatische Verhältnisse. Die häufigste anzutreffende Varietät sind die „heirloom“-Sorten. Oft werden die Kaffees in so genannten „Gärten“ oder „Wäldern“ angebaut. Der uns zur Verfügung gestellte Kaffee wurde gewaschen aufbereitet und besticht – so die Produktinformation – durch „eine feine, frische Fruchtsäure und Aromen von Zitrone und Bergamotte. Erinnert ein wenig an Earl Grey Tee. Bestens geeignet für die Zubereitung mit Filter oder Stempelkanne sowie als Cold Brew.“ Der Kaffee der Kölner Kaffeemanufaktur erhielt 2019 Gold beim Verkostungswettbewerb der Deutschen Röstergilde. Diese Auszeichnung setzt zwar gewisse Standards voraus, ist jedoch untergeordnet zu bewerten, weil es viele Kaffeeröstereien gibt, die Goldmedaillen für ihre Kaffees pro Jahr erhalten, nur Kaffees der durch Mitgliederbeiträge finanzierten Teilnehmer in die Wertung kommen und somit die Preise „untereinander“ ausgemacht werden. Ein Wort zum Import: Der Sidamo wurde – ebenso wie der Espresso – über InterAmerican Coffee / die Neumann Kaffee Gruppe – bezogen. Diese Gruppe ist die weltweit größte für Kaffeeexport. 
 
Unser Geschmackseindruck: Mit diesem Kaffee haben wir einen nicht allzu kräftigen Kaffee vor uns, der recht ausgewogen daher kommt. Die fruchtigen Noten kommen gut zur Geltung, die Anklänge an Tee sind vorhanden und bilden sich fein nach hinten hin aus. Der Kaffee hat einen recht kurzen Abgang und ist auch sonst nicht allzu auffällig. Wer einen Kaffee sucht, den er am Sonntag als „Terrassenkaffee“ zum Besuch servieren kann, wird hier fündig. Allzu nachhaltig ist er jedoch nicht.
 
Produktinformationen "Espresso Colonia"
Der uns zur Verfügung gestellte Espresso setzt sich aus Rohkaffee aus Brasilien und Indien (80% brasilianischer Arabica und 20% indischer Robusta) zusammen. Über den genauen Ursprung ist leider nichts bekannt. 
 
Unser Geschmackseindruck: Der Espresso ist geschmacklich ein recht eleganter, nicht allzu aufdringlicher und dennoch vollmundiger Espresso, der eine feine Säure hat und durch seine Anklänge von Bittermandel und leichter Zartbitterschokolade überzeugt. Der lange Abgang weiß zu gefallen. Die Crema bildet sich fein aus, Röstaromen sind vorhanden, drängen sich aber zu keiner Zeit allzu dominant in den Vordergrund. 
 
Fazit: Während der Filterkaffee ein wenig an komplexen Aromen vermissen lässt und eher milder ist, weiß der Espresso durchaus zu überzeugen und wurde sehr nuanciert geröstet. Insgesamt zwei durchaus gute Sorten. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt für den Filterkaffee 7 und für den Espresso 8 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Herrn Georg Hempsch von der Kölner Kaffeemanufaktur für die zur Verfügung gestellten Testexemplare.
 
D. Stappen
 

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