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Teufel Airy 2018 im Test

AiryBis vor einigen Jahren war es ein großer Trend, möglichst kleine In-Ear Kopfhörer beim Sport, unterwegs oder zum Arbeiten mit dem PC oder anderen Endgeräten zu nutzen. Den Nutzern war es wichtiger, dass die Frisur gut sitzt, als dass man den Kopfhörer sehen kann. Von diesem Trend haben sich viele Hersteller (und auch Nutzer) verabschiedet. Mittlerweile produziert jeder namhafte Hersteller neben In-Ear Modellen auch hervorragende On-Ear Kopfhörer. Doch egal, ob kleine oder große, unauffällige oder auffällige Kopfhörer – wichtig ist (neben dem Tragekomfort) natürlich der Klang. Ein beliebter On-Ear Kopfhörer ist der 2014 erstmals aufgelegte „Airy“ aus dem Hause Teufel. Dieser hat im vergangenen Jahr ein Update erhalten. Zeit, den Kopfhörer einem ausgiebigen Test zu unterziehen. Dank der freundlichen Unterstützung der Firma Teufel ist dies nun möglich. Ob und auch dieses Produkt des Unternehmens aus Berlin überzeugen konnte, lest ihr im Test.

Alles neu und noch besser?

Bereits beim Auspacken fällt auf, dass Teufel das Design bzw. die Gestaltung des „Airy“ überarbeitet hat. Der Kopfhörer ist nicht mehr starr, sondern kann sich mühelos zusammenklappen lassen. So passt er bequem in jede Sporttasche oder den Rucksack und kann überall hin mitgenommen werden. Die Kopfhörer schmiegen sich perfekt an die Ohren des Nutzers und fühlen sich dank der guten (und auf Wunsch austauschbaren) Polsterung angenehm weich in der Hand und am Ohr an. Dank der Verbindung über Bluetooth fallen lästigen Kabel weg, die beim Sport nur stören würden. Die Verarbeitung des Kopfhörers ist hochwertig. Insgesamt hinterlässt der „Airy“ in der 2018er-Versioin einen stabilen Eindruck. Man muss also nicht Angst haben, dass beim möglichen Herunterfallen etwas sofort kaputt gehen kann. Mit einem Gewicht von knapp unter 170g ist der Kopfhörer auch eher ein Leichtgewicht.

Doch nicht nur an der Qualität des Kopfhörers und dessen Design hat Teufel gearbeitet. Auch die Laufzeit des Akkus wurde noch einmal optimiert und liegt nun um 10 Stunden über der Laufzeit des Vorgängermodells, sodass ihr nun rund 30 Stunden am Stück den Kopfhörer nutzen könnt, bevor das Gerät wieder geladen werden muss. Und wer mal schnell „nachladen“ muss, der kann die entsprechende Schnelladefunktion nutzen, um noch einige Stunden zu überbrücken. Aufladen könnt ihr den „Airy“ über ein Mikro-USB-Kabel. Ein Ladezyklus liegt bei rund zwei Stunden. Der Kopfhörer ist kompatibel mit Android-Endgeräten, iOS-Produkten und sogar Windows wird unterstützt. Das Pairen mit dem Smartphone (in unserem Test ein Huawei P20pro) klappt tadellos und innerhalb von Sekunden steht die Bluetooth-Verbindung (mit apt-X®) über den Standard 4.2. Wer den Kopfhörer klassisch nutzen will, der kann ihn auch via 3,5-mm-Audioeingang und entsprechendem Kabel verbinden. Der Hersteller verspricht eine Reichweite von rund 12 Metern. Die Steuerung funktioniert mittels Taster an der rechten Seite des Kopfhörers. Last but not least dient der Kopfhörer auch als Freisprecheinrichtung für kabelloses Telefonieren, Skypen, Facetime und Sprachsteuerung über Google und Siri, so Teufel auf seiner Homepage. Im Kopfhörer kommt ein 40-mm-Linear-HD-Treiber mit Neodym-Magneten zum Einsatz. Klanglich verspricht Teufel einen verbesserten, präziseren Bass (typisch Teufel) und ein insgesamt differenzierteres Klangbild wird ebenfalls geboten.

Der „Airy“ 2018 im Praxistest

Für unseren Test haben wir den Kopfhörer sowohl Outdoor als auch im Fitnessstudio im täglichen Gebrauch gehabt. Dabei fiel uns zunächst auf, wie einfach und problemlos sich der „Airy“ sowohl mit Apple-Endgeräten als auch mit Android 8 bzw. Android 9-Smartphones verbindet. In den Systemeinstellungen wird über die Bluetooth-Einstellungen der Kopfhörer sofort erkannt, während der Taster am Kopfhörer gedrückt wird. Über den Mehrfunktionen-Taster könnt ihr natürlich auch Songs pausieren und starten sowie eingehende Anrufe annehmen oder ablehnen. Ebenfalls ist es durch längeres Drücken des Tasters möglich, zwischen einzelnen Titeln hin und her zu springen. Die Lautstärke wird mittels „Wahlscheibe“ verändert. Das Ganze klappt ebenfalls problemlos und ohne ärgerliche Verzögerungen.

Kommen wir nun zum wohl interessantesten Part: Dem Klang. Zu bemerken ist, dass bereits während eines Telefonats sowohl die Sprachqualität als auch die Verständlichkeit des Gegenübers gut ist. Doch das Telefonieren ist natürlich nur „nice to have“. Seine wirklichen Stärken spielt der „Ariy“ 2018 beim Sound aus. Wie man es von Produkten aus dem Hause Teufel kennt, setzt der Berliner Hersteller auch bei diesem Kopfhörer auf einen imposanten, aber nie übertriebenen Bass, der einen sauberen, trockenen Klang ohne „Rappeln“ oder Störmomente hervorbringt. Das Gesamtvolumen ist toll, die Feindetailzeichnung könnte noch ein wenig besser sein, denn in den mittleren Bereichen ist der Ton sauber, die Höhen könnten noch ein wenig feiner dargestellt werden. Manchmal versumpfen die Spitzen ein wenig. Die Außenschalldämpfung ist dafür erneut gelungen. 8Dennoch wird nicht so extremes noise cancelling betrieben, dass man von seiner Umgebung gar nichts mehr hört – was gerade unterwegs gut ist.

Fazit: Mit dem überarbeiteten „Airy“ hat Teufel einen tollen On-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht, der sein Geld absolut wert ist. Der verbesserte Klang, die verlängerte Akkulaufzeit und die Möglichkeit, den Kopfhörer noch besser mit ins „Sportgepäck“ nehmen zu können, überzeugten im Test.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei der Firma Teufel für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

C. Heiland

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