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Plantronics BackBeat FIT3100 im Test

Plantronics1Neues Jahr, dieselben Vorsätze: Ab heute mach ich Sport, nehme ab und bekämpfe meinen Waschbärbauch. Auch für 2019 habe ich mir fest vorgenommen, durch Ernährungsumstellung und mehr Sport  mich endlich wieder an meine frühere Kilogrenze und mein altes Körperfett heranzuarbeiten. Dazu bedarf es für mich aber nicht nur einen Ernährungsplan und den regelmäßigen Besuch im Fitnessstudio, sondern auch – und vor allem – guter Musik. Doch wer kennt das nicht: Nimmt man klassische, kabelgebundene Kopfhörer, muss man unter Umständen den Kabelsalat erst einmal entwirren oder während des Trainings aufpassen, dass man sich nicht in den Kabeln verheddert. Bei  Bluetooth-Kopfhörern hat man hingegen bei vielen Modellen das Problem, dass die Verbindung zum Smartphone abbrechen kann, was bei den preiswerteren Produkten auch häufiger der Fall ist. Wie sich hier das neu erschienene „Plantronics BackBeat Fit 3100“ schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.
 
Zwei „Ohr-Überzieher“ und ein toller Klang?
 
Geliefert wird der Kopfhörer in einem stabilen Karton. „Eingebettet“ wurde er in ein Case, in welchem er über microUSB-Anschluss und leider sehr extrem kurzem, beigelegtem Kabel, aufgeladen werden kann. Das Gerät arbeitet mit Bluetooth 5, unterstützt aber auch die noch in den meisten Endgeräten verbaute 4er-Variante. Für unseren Test haben wir ein Huawei P20 Pro mit Bluetooth 4.2 nutzen können.
 
Kurz zu den weiteren Spezifikationen: Das Case des Plantronics  BackBeat Fit3100, welches auch gleichzeitig als Aufbewahrungsbox dient, verfügt über einen 740mAh-Akku (der Akku der Ohrstöpsel fasst 90mAh), der etwa zwei Ladezyklen ermöglicht, insofern keine Steckdose in eurer Nähe ist, um es direkt mit Strom zu versorgen. Als Standby gibt Plantronics ein halbes (!) Jahr an. Um dies zu überprüfen reicht unsere Testzeit natürlich nicht aus. Einmal aufgeladen soll der Kopfhörer 5 Stunden (bzw. insgesamt 15 Stunden über das Case) durchhalten. Der Kopfhörer ist schweiß- und wasserresistent. Dank der Stabilisatoren soll das Produkt sicher im Ohr sitzen. Über die kostenlose App ist noch ein wenig mehr aus dem Produkt zu holen. Mit der Schnellladefunktion könnt ihr innerhalb einer Viertelstunde eine volle Stunde „Hörzeit“ realisieren. Last but not least verfügt der Kopfhörer über eine so genannte „Always Aware“-Funktion, mit der Umgebungsgeräusche wahrgenommen werden können.
 
Plantronics2Der BackBeat Fit3100 im Praxistest
 
Was uns im Test auffiel, ist die Tatsache, dass es bei uns in der Redaktion leider nicht bei jedem Tester ins Ohr passte. Da es nur einen Aufsatz für die Ohrstöpsel gibt, würden so unter „normalen“ Voraussetzungen einige potentielle Kunden außen vor bleiben. Bei mir persönlich passten die beiden Ohrstöpsel gut, wenngleich die Befestigung hinter dem Ohr zunächst etwas gewöhnungsbedürftig war. Etwas wackelig sitzt das Konstrukt trotz allem, was möglicherweise gewollt ist. Dennoch fielen die beiden Ohrstöpsel während der Testsessions zu keiner Zeit aus den Ohren. Bedient wird der Kopfhörer über einfaches oder mehrfaches Tippen auf den rechten oder linken Ohrstöpsel – je nach Funktion. Das Einschalten und pairen mit dem Smartphone funktioniert tadellos. Um alle „Tipp-Befehle“ zu verinnerlichen braucht es einige Versuche, da man zu Beginn gerne mal laut und leise, vor- und zurück, aus und an oder Siri und den Google-Assistenten durcheinander wirft. Dank der App könnt ihr diese „Taps“ allerdings auf Wunsch verändern.
 
Die Verbindung zu Bluetooth war überwiegend stabil. Aussetzer gab es nur selten. Dafür konnte das 3100 sich schnell wieder mit dem Endgerät verbinden. Besser soll es wohl mit dem aktuellen Bluetooth 5 laufen. Was die Akkulaufzeit anbelangt, sind die angegeben fünf Stunden wohl nur einzuhalten, wenn ihr die Kopfhörer im „Schongang“, also nicht zu laut, laufen lasst. In unserem Test haben wir gerade einmal 3,5 Stunden mit dem Kopfhörer erreicht.
 
Klanglich bietet der BackBeat Fit 3100 einen guten, aber nicht überragenden Klang. So werden die Höhen nicht immer allzu akkurat herausgearbeitet, manchmal kommt – vor allem bei größerer Lautstärke – ein regelrechts Kreischen auf. Im mittleren tonalen Bereich versumpfen hin und wieder einige Klänge, während der Bass ein gutes Fundament aufbaut, manchmal – vor allem bei sehr basslastigen Stücken – auch noch ein wenig tiefer reichen und breiter ausgebaut sein könnte. Hier haben vergleichbare Modelle mehr zu bieten. Auch bei der Sprachqualität während des Telefonierens müsst ihr Abstriche machen. Hier hat Plantronics allerdings auch keinen Schwerpunkt auf die perfekte Umsetzung gelegt.
 
Fazit: Der „Plantronics BackBeat Fit 3100“ ist ein guter Kopfhörer, der – wenn er denn ins Ohr passt – einen guten Sitz hat, beim Sport nicht herausfällt, sich schnell aufladen lässt und bequem im Case verstaut werden kann. Die Bedienung ist ein wenig überladen, kann jedoch individuell angepasst werden. Das Klangprofil ist gut aber nicht überragend. Mit knapp 150 Euro ist der Kopfhörer darüber hinaus nicht gerade preiswert. Somit müsst ihr euch vor dem Kauf überlegen, ob ihr einen flexiblen und gut zu bedienenden Kopfhörer sucht, oder ein Set, dass eine absolut 7geniale Performance bieten kann.
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkte.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Plantronics für das zur Verfügung gestellte Testmuster.
 
D. Stappen

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