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Huawei Watch GT im Test

HUAWEIWATCHGTSeit einiger Zeit erfreut sich der südkoreanische Smartphone-Hersteller Huawei auch in Deutschland großer Beliebtheit. Neben den Smartphones setzt das Unternehmen auch auf Smartwatches. Wir durften die „Huawei Watch GT“ für euch testen und verraten im Test, was die „smarte“ Uhr alles kann und ob sich die Anschaffung lohnt.
 
Daten, Zahlen und Fakten
Die „Huawei Watch GT“ wird in einem stabilen, schicken Karton mit Huawei-Logo ausgeliefert. Im Lieferumfang enthalten sind neben der Uhr eine Anleitung, eine magnetische Ladeschale und ein USB-C-Kabel. Hier erkennt man einen Nachteil. Denn um die Uhr richtig aufladen zu können, muss sie auf die Schale gelegt werden. Da das Armband nicht ganz ausgebreitet werden kann, ist das Ganze eine etwas wackelige Angelegenheit, wenngleich die Magneten der Ladeschale gut halten. Wichtig ist nur, dass die Ladekontakte stets sauber gehalten werden. Die Verarbeitung der Uhr ist hochwertig. Das Gehäuse der Uhr ist aus Edelstahl, das Armband – je nach Version – aus Silikon oder Metall. Die Uhr besitzt ein 1,39-Zoll AMOLED-Display mit einer Auflösung von 454x454 Pixeln ist mit 46,5 Millimetern nicht allzu dick und somit nicht zu klobig. Auf der Rückseite der Uhr befindet sich der Sensor, welcher die Herzfrequenz (via TruSee-3.0 von Huawei) misst. Bedient wird die Smartwatch über zwei Taster und Tippen auf das Display. Die Lünette kann nicht durch Drehen genutzt werden.
 
„Angetrieben“ wird die „Huawei Watch GT“ von einem ARM-Cortex-M4 Prozessor. 16MB RAM sind intern am Start. Der verbaute Akku der Smartwatch liefert 420 mAh. Zwar klingt das (im Vergleich zu Huaweis „Monster-Akkus bei den Smartphones“ nicht verdächtig lang. Dennoch gibt der Hersteller einen Monat an, bis der Akku komplett leer ist. Dafür müsste die Uhr allerdings nur herumliegen, was natürlich keinen praktischen Nutzen hat. Aus der Praxis können wir jedoch sagen: Eine Woche bekommt ihr allerdings bei aktiver und intensiver Nutzung locker hin. Die Uhr verfügt über Bluetooth. WLAN wird nicht unterstützt, das verbaute NFC ist hierzulande aktuell funktionslos. Die Bestimmung eures Standortes erfolgt über die drei Dienste „Glonass“, „GPS“ und „Galileo“. Im Test funktionierte das Tracken gut. Lediglich bei einem längeren Lauf durch ein Waldgebiet setzt das System einige Male kurz aus. Dies liegt jedoch nicht an der Uhr, sondern daran, dass gewisse Bereich hierzulande leider etwas weniger gut ausgestattet sind und Funk- / GPS-Löcher entstehen. Apropos Sport: Nach Angaben des Herstellers ist die Smartwatch wasserdicht. Allerdings wollten wir das Testmuster hierauf nicht überprüfen. Neben dem Pulsmesser verfügt die „Huawei Watch GT“ über ein Gyroskop, einen Lichtsensor, einen Kompass, ein Barometer sowie einen Beschleunigungssensor. Als Betriebssystem fungiert Huaweis Eigengewächs. Das ist nahezu selbsterklärend und funktioniert gut. Erweitert und ergänzt wird die „Watch GT“ durch die hauseigene App „Huawei Health“. Diese erinnert an das Apple-Pendant, da auch hier viele relevante Daten über eure Gesundheit mit aufgezeichnet werden.
 
Die Handhabung der Uhr und der mitgelieferten Software ist – wie bereits erwähnt – durchdacht und gelungen. So bietet die Uhr verschiedene Programme für unterschiedliche Trainingsarten wie Schwimmen, Laufen, Radfahren, Walken etc. Auch der Schlaf kann von der Uhr überprüft werden. Als kleine „Zusatzfeatures“ bietet die Software einen Wetterbericht, der nützlich ist, wenn ihr Outdoor-Sportarten betreibt, eine Stoppuhr und einen Höhenmesser. Auch Skype-Nachrichten werden im Display der Uhr angezeigt. Schade ist hingegen, dass ihr über die Uhr nicht unmittelbar antworten oder telefonieren könnt. Hier bietet die Konkurrenz mehr. Auch neue Software kann nicht aufgespielt werden. Dass man über die Uhr auch Musik steuern könnte, ist an Huawei anscheinend gänzlich vorüber gegangen, da dies mit der Uhr nicht möglich ist.
 
7Fazit: Die „Huawei Watch GT“ kann zwar einige Basis-Features, muss sich aber im direkten Vergleich mit anderen Mitbewerbern geschlagen geben. Weder ist sie über die Lünette steuerbar, noch bietet sie umfangreiche Software oder viele (und vor allem erweiterbare) Skins, die aus eurer Uhr optisch etwas Besonderes machen. Dafür ist die Akkulaufzeit hier topp und auch das Tracken klappt überwiegend. Unterm Strich handelt es sich eher um eine Sportuhr, als um eine echte Smartwatch, wie die Mitbewerber sie teilweise anbieten. Ob man für das Gesamtkonzept jedoch einen Preis über 200 Euro ausgeben möchte, bleibt jedem selbst überlassen.
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Huawei für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.
 
L. Zimmermann

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