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Tropico | Review (iPad)

Tropico1Simulationen aller Art erfreuen sich seit vielen Jahren einer großen Beliebtheit auf PC und Konsolen. Auf Tablets hingegen tun sich viele Entwickler schwer, ihre Spiele zu portieren. Kein Wunder, ist doch der komplette Wegfall von Maus und Tastatur bzw. eines Controllers eine enorme Herausforderung, da hier oft die Millimeterarbeit, welche man beim Aufbau benötigt, mit nur einem Fingertipp oder Wisch schwer umzusetzen ist.  Umso mehr freut man sich als Tablet-Besitzer dann, wenn ein namhafter Entwickler seine Reihe portiert. Der neuste Port kommt von Feral Interactive. Hierbei handelt es sich um „Tropico“, DEN satirisch angehauchten Sim-Titel von Kalypso Media. Wir haben den Titel für euch ausführlich getestet.
 
Mit „El Presidente“ unterwegs 
Wer „Tropico“ je auf dem PC oder den Konsolen gespielt hat, der weiß, wie unterhaltsam die Reihe seit Beginn an ist. Karibisches Inselflair und viel Humor, ein umfangreiches Management, der Aufbau und die Verwaltung einer Insel und ein hoher „Wuselfaktor“ treffen hier zusammen. Gerahmt von typisch südländischen Klängen errichtet man seinen Inselstaat und versucht in einer vorgegebenen Zeit, seine Herrschaft gegen alle Widerstände zu festigen, seine Insulaner glücklich zu machen und verschiedene Missionsziele zu erreichen.
 
All das, was „Tropico“ bis hin zu Teil 6, der bald erscheinen wird, ausmacht, ist auch hier zu finden. Auch hier schlüpft ihr in die Haut eines karibischen Präsidenten. Zu Beginn wählt ihr aus einer der historischen Persönlichkeiten, die alle individuelle Stärken und Schwächen hatten (in der Regel weilen die Despoten, welche zur Auswahl stehen, seit vielen Jahren nicht mehr unter den Lebenden), sowie einigen fiktiven Charakteren, euren „Liebling“ aus. Jede der Persönlichkeiten hat Vorteile für den Gewinn der Mission, da er oder sie bei gewissen Bevölkerungsgruppen oder im Ausland mit seinem Charakter punkten kann. Doch gleichzeitig verschreckt die Art auch andere Bevölkerungsgruppen und sorgt für Schwierigkeiten. Daher empfiehlt es sich, stets der Mission entsprechend klug zu wählen. Alternativ erschafft ihr euren eigenen „El Presidente“. 
 
Tropico2Habt ihr euch für einen Diktator entschieden, trefft ihr mit dem Flugzeug auf eurer Insel ein. Dort werdet ihr zunächst in die Spielmechanik eingeführt. Dann geht es in die Kampagne über verschiedene Inseln oder ins freie Spiel, wo der bekannte „Sandkasten“ auf euch wartet. Was sofort auffällt ist, dass die Steuerung für das Tablet bestmöglich angepasst wurde. Die Kamera drehen, kippen, ins Geschehen hineinzoomen oder herausfahren – all das funktioniert recht gut und über entsprechende Tipp-Aktionen oder Wisch-Gesten. Das Bauen von Gebäuden wie Kliniken, Pubs, Polizeistationen, Kasinos, Kirchen uvm. das Verwalten, Befehle ergeben etc. klappt über entsprechende Reiter und Menüs. Einzig dann, wenn es ein wenig filigraner wird, kann die Steuerung etwas hakelig werden. Aber wie gesagt: Für einen Tablet-Port ist das Ganze wirklich gut gelungen. Feinheiten zum Spiel und der Verwaltung sparen wir uns an dieser Stelle, da wir davon ausgehen, dass ihr die Reihe kennt. 
 
Ein Wort zur Grafik: Auch hier mussten die Entwickler natürlich ein paar Kompromisse eingehen. Wer allerdings befürchtet, dass die grafischen Einbußen allzu groß sind, den können wir beruhigen. Auch wenn die Texturen insgesamt ein wenig schlechter aufgelöst sind und auf einige Effekte verzichtet werden muss, sieht das Spiel gut aus. Auf unserem iPad 2018 läuft der Titel ohne Ruckler und die Ladezeiten sind minimal. Der Sound ist auch auf dem Tablet so toll, wie auf dem PC und versprüht mit jeder Faser karibisches Urlaubsfeeling. Ein weiterer lobenswerter Vorteil, der heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist: Bei „Tropico“ verzichten die Entwickler komplett auf Mikrotransaktionen. „Einmal zahlen und für immer spielen“ lautet die Devise.  mit denen Sie sich befassen müssen. Sie müssen nur einmal zahlen, und alle Funktionen werden zu Beginn freigeschaltet. 
 
8Fazit: Mit der Umsetzung von „Tropico“ auf das Tablet hat Feral Interactive eine wirklich gute Arbeit geleistet. Der Titel macht genauso viel Spaß wie seine „großen“ Brüder auf dem PC und Konsolen und genau das ist es ja, was wir als Fans wollen. Die Abstriche, die ihr hier in Kauf nehmen müsst, sind so minimal, dass sie nicht störend ins Gewicht fallen. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Kalypso Media für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.
 
U. Sperling
 

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