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Monster Energy Supercross | Review (Xbox One)

MonsterEnergy1Rennspiele erfreuen sich einer immens großen Beliebtheit. Doch während Autorennspiele gefühlt im Vierteljahrestakt auf den Markt geworfen werden, behandeln viele Entwickler und Publisher wenn von Rennmaschinen noch ein wenig stiefmütterlich. Gut, dass es Entwickler wie Milestone gibt, die sich immer wieder an den verschiedenen Lizenzen abarbeiten. Neuest „Pferd im Stall“ ist „Monster Energy Supercross“, ein Titel, der sich – wie es der Name schon verrät – mit der entsprechenden Rennserie beschäftigt. Wir haben uns die Xbox One-Fassung geschnappt und sind etliche Runden durch die Parcours gebrettert. Ob’s auch Spaß gemacht hat, oder der Milestone-Titel im Matsch versinkt, erklären wir euch im Test.

Ab in die Halle und durch den Matsch

Wer Supercross-Rennen bzw. den Sport als solchen kennt, der weiß um seine Eigenheiten. Denn im Vergleich zu vielen anderen Motorrennen, finden die Rennen des Supercross-Sport überwiegend in großen Arenen und Stadien statt. Diese werden mit abwechslungsreichen Pisten und Rennstrecken ausgestaltet. Vor allem Erde und Lehm sind die Hauptbestandteile der Rennstrecken. Die Strecken zeichnen sich durch spektakuläre Sprünge, enge Kurven und andere Highlights aus. Jedes Rennen dauert im Schnitt eine Viertelstunde, da auf einer Rennstrecke nur eine Handvoll Fahrer gleichzeitig ins Feld gehen können. Pro Rennen qualifizieren sich die besten Fahrer und kommen dann eine Runde weiter, bis schließlich das große Finale mit den Besten der Besten ansteht.

Beim neusten Spiel aus dem Hause Milestone geht es um genau diese Rennen, in denen ihr ein Teil der Meisterschaft seid. Für „Monster Energy Supercross“ haben die Entwickler sämtliche Daten der 2017er-Saison ins Spiel gebracht, was dem Ganzen die notwendige Atmosphäre verleihen soll. Neben den Rennfahrern und den verschiedenen Rennklassen, stehen auch die entsprechenden Strecken auf dem Plan und warten darauf, von euch erkundet und gemeistert zu werden. Fans der Szene freuen sich auf den großen Wiedererkennungswert und einen gewissen Realismus – zumindest bei den „Rahmenbedingungen“.

Aller Anfang ist auch hier schwer

Um zum „Meister aller Klassen“ zu werden, könnt ihr wahlweise eine einzelne Strecke angehen, oder euch in die gesamte Saison des vergangenen Jahres stürzen. Wer mag, kann sich aber auch der Karriere widmen, um sich vom absoluten Neuling hin zum Champion zu arbeiten. Das macht zwar durchaus Spaß, hat allerdings viel zu wenig abseits der Piste zu bieten. So könnt ihr weder euren Fahrer in seinem Können verbessern, noch neue Verträge abschließen, direkte Rivalitäten meistern oder andere Dinge tun, die bei der „4-Rad-Konkurrenz“ (siehe F1) schon seit etlichen Jahren möglich ist.

Seine Stärke spielt der Titel an einer anderen Stelle aus. Denn „Monster Energy Supercross“ bietet einen gelungenen und kinderleicht zu bedienenden Strecken-Editor, mit dem ihr nach Lust und Laune eure eigenen Pisten zusammenschustert und mit anderen Spielern teilen könnt. Das ist ein richtig motivierender Aspekt.

Da ist noch Luft nach oben

Die Steuerung der Rennmaschinen ist recht angenehm zwischen Arcade und Simulation angesiedelt. Zwar bedarf es einiger Zeit, bis man die Steuerung so verinnerlicht und die Besonderheiten der einzelnen Strecken „gelesen“ hat, um mit den Mitstreitern mithalten zu können. Doch hat man einmal den Bogen raus, funktioniert das Ganze recht akkurat. Aufpassen müsst ihr allerdings auf die im Laufe der Zeit sich verändernden Bodengegebenheiten. Denn wenn die Maschinen mehrmals durch den Parcours geflitzt sind, nimmt der Grip hier und da ab, werden die Löcher im Boden schon mal größer oder der vorher noch feste Untergrund matschiger und somit schwerer zu befahren. Dies haben die Entwickler recht gut umgesetzt. Schade ist, dass Milestone die Kollisionsabfrage nicht immer so recht im Griff hat. So fliegt ihr hin und wieder schon bei kleinen Berührungen mit Gegnern oder Streckenobjekten über eure Maschine, was euch natürlich einen sicheren Platz auf dem Treppchen verwehrt. Und wenn dann wieder ein von hinten angebraust kommender KI-Fahrer euch erneut von der Maschine reißt, wird es einfach nur noch nervig. Audiovisuell hat der Titel einiges zu bieten. Doch gerade auf der Xbox One X wäre noch mehr drin gewesen. Unterm Strich kann sich das Spiel aber – im Vergleich mit diversen anderen Motorcross-Spielen und ähnlichen Ablegern – durchaus sehen lassen. Die Pyro-Effekte in der Halle, die toll umgesetzten Maschinen und die abwechslungsreichen Strecken, die in vielen Momenten ihren realen Vorbildern gleichen, sind absolute „Stimmungsmacher“.

7Fazit: „Monster Energy Supercross“ ist ein rundum ordentlich programmiertes Spiel mit einigen unterhaltsamen Elementen, ein paar Schwächen, audiovisuell glaubhaft inszenierten Momenten und einem sehr guten Editor. Für Fans durchaus lohnenswert.

Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei BigBen für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

L. Zimmermann

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