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Yoku's Island Express | Review (Xbox One)

YokuBild1Jump&Run-Spiele gibt es bekanntlich wie Sand am Meer. Umso schwerer ist es da, noch neue Ideen zu bringen, Impulse zu setzen und sich von der Masse abzuheben. Meist verändert sich das Setting oder der Hauptcharakter. Im Kern bleibt sich das Genre jedoch seit Jahr und Tag treu. Dass es dabei aber auch immer noch Möglichkeiten für neue Impulse gibt, die das Genre erweitern, zeigt Team 17 mit seinem neuen für die PS4 und die Xbox One veröffentlichten Titel „Yoku’s Island Express“. Was das Besondere am Spiel ist und warum hier endlich mal wirklich neue Ideen eingebracht werden, erfahrt ihr bei uns im Test.

Die Post ist da!

In „Yoku’s Island Express“ übernehmt ihr die Steuerung eines kleinen Mistkäfers, der auf der Insel Mokumana landet. Dort wird er vom ehemaligen Postboten empfangen und muss dessen Aufgaben übernehmen. Das ist jedoch leichter gesagt, als getan. Denn die Insel ist voller Gefahren, die gemeistert werden müssen. Was sich nun wie ein konventioneller Jump&Run-Titel anhört, entpuppt sich als kleine Genrerevolution. Denn die Insel ist eigentlich gar keine richtige Insel, sondern ein riesiger Flipper, der in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt ist. Und so besteht eure Aufgabe darin, den kleinen Mistkäfer durch die Areale zu flippern. Das Ganze funktioniert über die Schultertasten und klappt ohne größere Probleme. Ab und zu aktiviert ihr Gespräche, die euch Aufgaben freischalten, indem ihr die A-Taste drückt. Während ihr eure Aufgaben erledigt, sammelt ihr tropische Früchte ein, die ihr benötigt, um Dinge zu sammeln und neue Bumper oder Wege zu aktivieren. Oder ihr sammelt Kristalle, die Tormechanismen betätigen, um hindurch zu kommen. Auf eurer Reise unterstützen euch verschiedene Charaktere, die individuelle Stärken haben. Auch ein paar interessante, meist aber nicht allzu fordernde Bosskämpfe müssen absolviert werden. Da auch abseits der Hauptbereiche eine Menge zu entdecken und zu erforschen ist, lohnt es sich, eine längere Zeit in einem Bereich zu verbringen. Manchmal zwingt euch das Spiel auch, bereits erledigte Areale wieder aufzusuchen. Das nervt dann schon ein wenig. Ebenfalls nervig ist, dass Glück und Zufall auch eine gewisse Rolle spielen, da ihr die Kugel, die der Mistkäfer schiebt, nicht direkt beeinflussen könnt. So kam es in unserem Test nicht selten vor, dass der kleine Käfer häufiger mal am Ziel vorbeiflog. Dann heißt es probieren und mehrere Versuche in Kauf nehmen.

Um in den großen Gebieten nicht die Übersicht zu verlieren, hilft euch eine Karte, eure Ziele zu finden und im Auge zu behalten. Später im Spiel schaltet ihr auch eine kleine Schnellreisefunktion frei, die euch die teilweise lästige Abklapperei einzelner Bereiche abnimmt. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg. Die die Aufgaben und Areale jedoch vielseitig sind, kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Mit einer Spielzeit von rund fünf bis sechs Stunden ist der Titel zwar nicht allzu lang. Doch wer alle Items sammeln und alle Geheimnisse bzw. Schatztruhen finden will, der kann noch ein bis zwei Stunden obenauf rechnen.

Liebevoll gestaltet und inszeniert

Dass an „Yoku’s Island Express“ ein Team gearbeitet hat, das mit Herz und Leidenschaft für sein Projekt steht, erkennt man an der unglaublich liebevollen grafischen Umsetzung des Spiels. Der Titel strotzt nur so vor Details und Vielfalt, die Figuren sind allesamt zwischen „niedlich“ und „süß“ angesiedelt, die Atmosphäre ist stimmig und stimmungsvoll und alles wirkt wie aus einem Guss. Auch wenn keine „echte“ Sprachausgabe vorhanden ist, überzeugt die Fantasiesprache. Gerahmt wird das Ganze durch einen abwechslungsreichen, den jeweiligen Szenerien angepassten Soundtrack, der einfach nur Freude bereitet.

Fazit: „Yoku’s Island Express“ ist ein überraschendes Jump&Run-Spiel geworden, dass mit seinem Flipper-Konzept rundum überzeugen kann. Abgesehen vom 8unnötigen Backtracking und der kurzen Spielzeit gibt es nichts zu kritisieren. Grafisch ist der Titel mit viel Liebe programmiert worden und die Abwechslung sorgt für Spielspaß von der ersten bis zur letzten Minute. Hier ist euer Geld bestens investiert. Wir hoffen, dass Team 17 und Villa Gorilla bereits einen Nachfolger im Blick haben.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Team 17 für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

U. Sperling

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