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Forza Horizon 4 DLC "LEGO Speed Champions"| Review (Xbox One)

ForzaLEGODie diesjährige E3 in Los Angeles dürfte vielen Fans wohl als eine der langweiligsten Messen der vergangenen Jahre im Gedächtnis bleiben. Viele Dinge waren im Vorfeld bereits angeteasert worden (wie beispielsweise ein neues „Need for Speed“ von dem dennoch auf der E3 jede Spur fehlte), waren bereits bekannt und konnten auf der Bühne auch mit der offiziellen Vorstellung keine wirklichen Lorbeeren einheimsen (wie diverse Shooter von Ubisoft) oder glichen ihrem Mitbewerber wie eine 1:1 Kopie (wie die kommende Xbox mit dem Projectnamen „Scarlet“). Richtige „Wow“-Momente waren äußerst rar. Eine der wenigen Überraschungen war da noch die Ankündigung von Microsoft, einen DLC zu ihrem beliebten „Forza Horizon 4“ herauszubringen. Dieses Mal sollte nämlich etwas ganz anderes auf dem Plan stehen, als es wohl jeder Fan sich in seinen kühnsten Träumen ausgemalt hätte. Denn anstelle von möglichst realistischen Settings mit fotorealistischen Fahrzeugen drehte sich auf der E3 alles um die bunte Welt der LEGO-Steine. Eine neue Stadt, viele neue Aufgaben und Herausforderungen und Autos aus LEGO. Das alles verspricht der DLC mit Namen „LEGO Speed Championship“. Gerahmt wurde die Präsentation natürlich von einem Nachbau des legendären McLaren, den ihr bereits aus der Präsentation des Hauptspiels und dem Intro kennt. Wir haben den DLC, der seit dem 13.06. zum Download für knapp 20 Euro bereit steht, für euch getestet.

Willkommen in der Stadt der Steine

Nun also auch „Forza Horizon“. Nach unzähligen Filmen, die im LEGO-Universum ihre Pendants fanden und eigenen Filmen zum interaktiven Nachspielen, haben die Entwickler sich die „Forza“-Reihe geschnappt und „auf LEGO getrimmt“.

Leider haben sich die Entwickler nicht konsequent dran gehalten, ein glaubhaftes LEGO-Erlebnis zu erschaffen. Zwar achten sie auf viele kleine Details, wie vor den heranpreschenden Fahrzeugen weglaufende Tiere, Wolken oder auch Blumen am Wegesrand komplett aus LEGO-Steinen. Doch viele Fahrzeuge werden aus dem Hauptspiel übernommen, zwischen Bäumen aus LEGO-Steinen gibt es etliche „normale“ Bäume, der wolkenverhangene Nachthimmel wurde ebenfalls so übernommen und euer Alter Ego ist (bis auf den Moment, in dem man hinter das Steuer eines LEGO-Fahrzeuges schlüpft) derselbe, wie im Hauptspiel. So hat man sich natürlich viel Arbeit erspart, erkauft dies jedoch zulasten einer perfekten LEGO-Immersion. Ebenfalls schade ist, dass sich die Entwickler beim Sound so wenig kreativ geben. Noch immer hat man dem Spiel keinen neuen Radiosender verpasst und nach wie vor muss man sich als Spieler mit denselben, mittlerweile unzählige Male gehörten, Songs zufrieden geben. Lediglich die Radiomoderatoren haben einige wenige Sprüche auf Lager, die zum LEGO-Setting passen. Hier hätten wir uns mehr gewünscht. Und warum es nicht komplett neue Autos, die nur aus LEGO-Steinen bestehen, gibt, sondern lediglich eine Handvoll bereits aus dem Hauptspiel bekannter Fahrzeuge in LEGO-Optik ins Spiel gebracht wurden, ist mir persönlich ein Rätsel. Hier hätten die Entwickler wirkliche Akzente setzen können. Gleiches gilt für den „Nachbau“ des Festivals und der Umgebung. Zwar kann man mit einigen LEGO-Locations wie einem Fussballfeld, einem Flughafen oder einer Wüste samt UFO-Absturzplatz und Dinosaurierfriedhof ein paar nette eigene Einfälle vorweisen. Vieles wurde jedoch einfach nur aus dem Hauptspiel und dem ersten DLC übernommen. Gefallen kann da der Stunt Park, der einige nette Features zu bieten hat.

Doch es gibt auch etwas, dass wirklich neu ist und sogar für eine gewisse Zeit motiviert: Die Rede ist von den „LEGO Brick Challenges“. Hier müsst ihr verschiedene Aufgaben erfüllen, wie das „Pflücken“ von 500 Blumen in einer vorgegebenen Zeit mithilfe eures Wagens, das Abfahren einer Strecke von A nach B bei engem Zeitlimit, das Aufsuchen von Orten und und und. Sinn und Zweck dahinter ist es, das „Master Builder-Haus“ zu errichten. Wo im Hauptspiel euch eine Basis bereits fertig hingestellt wird, sammelt ihr durch das Lösen der Challenges eine gewisse Anzahl bunter LEGO-Steine und baut euch so nach und nach euer Haus zusammen. Dieses Feature kann vor allem jüngere Spieler und Sammler bei Laune halten.

6Fazit: Wer absoluter LEGO-Fan ist, der wird sich über den DLC freuen. Dennoch ist der Ausflug in die Welt der bunten Bausteine recht inkonsequent umgesetzt worden und fügt dem Spiel wenig wirklich Neues hinzu. Ob euch dies 20 Euro wert ist, müsst ihr euch natürlich überlegen. Eine gewisse Zeit lang macht es durchaus Spaß, die vielen Aufgaben zum Bau des „Master Builder-Haus“ zu absolvieren und sich die schick umgesetzten LEGO-Szenerien anzuschauen. Doch auf Dauer bietet der DLC zu viel bekannte Kost.

Die inn-joy Redaktion vergibt 6 von 10 Punkten.

U Sperling

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