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Super Monkey Ball: Banana Blitz HD | Review (Switch)

SuperMonkeyBallAlte Spiele zu überarbeiten und auf aktuellen Konsolen erneut auf den Markt zu bringen ist seit jeher ein gern gesehener „Fanservice“ diverser Publisher. So kommen gerade die jüngeren Spieler in den Genuss, die „alten Klassiker“ in besserer Auflösung, angepasstem (und manchmal verbessertem) Gameplay und möglicherweise neuen Inhalten erleben zu können, die schon der ältere Bruder oder / und der Papa gerne gespielt haben. Neben diesen Perlen vergangener Videospiele-Epochen gibt es natürlich auch noch ziemlich viel Kram, der einfach aus der Mottenkiste der Zeit geholt wurde, um die Lizenzkuh noch einmal kräftig zu melken.

Eines dieser Spiele, dass nun auch auf Nintendos Switch in zeitgemäßer HD-Auflösung für jede Menge Unterhaltung und Spielspaß sorgen möchte, ist „Super Monkey Ball: Banana Blitz“ aus dem Hause SEGA. Wir haben den Titel für euch getestet und verraten euch im Folgenden, ob die Zeitreise mit Fassadenanstrich auch 2019 noch zu gefallen weiß.

Von kullernden Äffchen und monotonen Spielereien

Zugegeben: Auf Nintendos Wii hatte ich damals für nunmehr 13 Jahren nur bedingt meinen Spaß. Dies lag vor allem daran, dass ich damals keine allzu hohe Frusttoleranz hatte und somit nicht in der Lage war, mich lange durchzubeißen, um mein Ziel zu erreichen. Nun, 13 Jahre später und einige „Hardcore-Spiele“ später, kann ich behaupten, dass meine Frusttoleranz ausgebaut wurde. Somit konnte ich den Titel länger spielen und testen als seinerzeit das Original. Doch warum, so werden sich bestimmt die Jüngeren unter euch fragen, kann man bei einem Spiel mit niedlichen Äffchen überhaupt Frust bekommen? Die Antwort ist einfach: Im Spiel müsst ihr einen Affen durch ein Labyrinth in einem Ball führen, ähnlich wie bei der legendären „Kugelbahn“ bzw. dem „Kugellabyrinth“, das ihr bestimmt noch aus eurer Kindergarten- oder Grundschulzeit kennt. Dabei wird die Platte (hier: die Spielwelt) geneigt und gekippt, wodurch die Kugel (hier der Affe) durch das Labyrinth kommt. Dies könnt ihr wahlweise alleine oder mit Freunden bewerkstelligen. Die Geschicklichkeitsübungen sind dabei mal einfacher mal schwerer und verlangen gerade im späteren Spielverlauf absolute Präzision, Timing und Feingefühl von euch. Doch nicht genug damit, dass ihr den Affen in der Kugel zum Ziel bugsieren müsst: Hinzu kommt, dass es gilt, möglichst alle im Labyrinth verstreuten Bananen aufzusammeln. Um das Ganze noch schwer zu machen, läuft im Hintergrund ein Timer mit. Insgesamt bietet euch der Titel 10 Spielwelten mit rund 100 Leveln und jeder Menge Überraschungen. Auch finden sich verschiedene „Bossgegner“, die allesamt unterschiedlich zu besiegen sind. Im Modus „Time Attack“ stoppt das Spiel die Zeit, welche ihr benötigt, um einen Durchlauf zu schaffen. In Ranglisten können dann die Resultate auch online verglichen werden. Im Multiplayer tretet ihr online und offline in Minispielen gegeneinander an. Diese sind abwechslungsreich gestaltet und machen durchaus mit Freunden Spaß. Gerade zu viert verfügt der Titel über ein enormes Potential für Kinderpartys.

Optisch gibt sich der Titel recht schlicht und sieht zweckdienlich, aber nicht übermäßig schick aus. Im Handheldmodus kommt die Grafik feiner daher als im Docking-Modus. Warum allerdings hin und wieder kleine Ruckler und Tearing bei einem doch eher „simplen“ Spiel auftreten, ist mir persönlich ein Rätsel. Der Soundtrack ist in Ordnung, reißt allerdings keine Bäume aus.

7Fazit: Insgesamt ist die HD-Neuauflage von „Super Monkey Ball: Banana Blitz“ durchweg gelungen und kann mit Sicherheit das jüngere Publikum ebenso begeistern, wie es die Reihe seit knapp zwei Jahrzehnten mittlerweile tut. Bleibt zu hoffen, dass SEGA im kommenden Jahr auch mal einen ganz neuen Teil auf den Markt bringt und nicht nur aufgewärmte Kost.

Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei SEGA für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

 

U. Sperling

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