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Ancestors The Humankind Odyssee | Review (Xbox One)

AncestorsEinmal die Evolution der Menschheit aktiv mitgestalten. Wer träumt nicht davon? Ein Teil des großen biologischen Plans zu sein, Wege zu weisen und einer Sippe beim Gang durch die Menschwerdung zu begleiten. Mit „Ancestors: The Humankind Odyssey“ könnt ihr diesen Weg nun beschreiten. Nachdem der Titel von Patrice Désilets, dem Spieldesigner der ersten „Assassin's Creed“-Titel, bereits vor einiger Zeit auf dem PC erschienen ist, kommt er nun auch für die Konsolen auf den Markt. Wir haben uns die Xbox One-Fassung für euch einmal genauer angeschaut.  
 
Afrika – Die Wiege der Menschheit
Noch nie sind Spieleentwickler in der Zeit so weit zurückgegangen, um uns ihre kreativen Ideen zu präsentieren. Zwar hat sich Ubisoft mit seinem damaligen Ableger aus der „Far Cry“-Reihe in die Steinzeit gewagt. Doch Das Team hinter „Ancestors“ geht noch weiter zurück. Ganze 10 Millionen Jahre! Zu dieser Zeit lebten die ersten Menschenaffen im fernen Afrika. Der Kontinent, der heute als die „Wiege der Menschheit“ angesehen war, wurde von wilden Tieren bevölkert, für die das Motto „Fressen und gefressen werden“ galt. Mitten in dieser - im wahrsten Sinne des Wortes - lebensgefährlichen Situation müsst ihr euch als junger Menschenaffe, der gerade seine Muter verloren hat, durchschlagen. Dazu erkundet ihr zunächst einmal die Gegend, was gar nicht so einfach ist, da die Entwickler euch relativ alleine lassen. Zwar gibt es hier mehr Tipps und Hinweise, als noch beim PC-Release. Doch im Großen und Ganzen müsst ihr euch einfach durchboxen und seid auf euch selbst gestellt. 
Dass der afrikanische Urwald alles andere als idyllisch ist, wird nicht nur an den bereits im Intro auftauchenden wilden Tieren deutlich, sondern auch innerhalb der ersten Spielminuten. Denn sämtliche Geräusche und Gefahren werden als unheimlich bedrohliche Fratzen dargestellt. Das ist mit Sicherheit Geschmackssache, zeigt aber umso mehr die gefährliche Lage, in der ihr euch befindet. Doch keine Sorge: Ihr werdet nicht nur im Dschungel unterwegs sein. Auch andere Gebiete, die stets mit viel Detailreichtum aufwarten, kann das Spiel bieten. Um zu überleben, müsst ihr eure Sinne einsetzen. Mit ihnen erkennt ihr nicht nur Feinde, sondern findet auch Nahrung oder sichere Verstecke, da ihr vor allem zu Beginn nahezu jedem Feind schutzlos ausgeliefert seid. Im Laufe der Zeit verbessert ihr eure Sinne und erschafft einen großen Stamm, um euch fortzuentwickeln. Darüber hinaus gibt es für verschiedene Aktionen „neuronale Energie“, die ihr auf verschiedene Punkte verteilt und so euren Menschenaffen verbessert. Natürlich lernt er auch neue Fähigkeiten und kann nach und nach Dinge herstellen. Doch nicht nur die eigenen Fertigkeiten werden so verbessert; auch die Stammesmitglieder steigen mit auf, wenn Fertigkeiten für sie freigeschaltet werden. Hin und wieder wechseln die Generationen und es geht auf der Evolutionsstufe weiter. Mit dieser Weiterentwicklung geht auch die Zeit einen entscheidenden Schritt weiter. Die nächste Stufe verändert dann das Aussehen der Menschenaffen oder die Talente. Ein wenig schade ist bei der visuellen Umsetzung, dass die Grafik etwas angestaubt wirkt und stellenweise wie zum Beginn des aktuellen Konsolenzeitalters wirkt. Dafür überzeugt der Titel durch ansprechende Licht- und Schattenspiele beeindruckend dargestelltes Wetter. Schick inszeniert sind auch die Auseinandersetzungen mit den Gegnern in der Umwelt der Menschenaffen ausgefallen. Da gibt es nichts zu kritisieren.
 
Fazit: Ich hatte mit „Ancestors: The Humankind Odyssee“ einige nette Stunden. Und obwohl der Titel zugänglicher ist, als auf dem PC, bin ich nur bedingt mit der Begleitung meines Stammes durch die Urzeit warm geworden ohne konkret zu wissen, warum mich das Spiel irgendwie nicht gepackt hat. Zwar haben sich die Entwickler wirklich Mühe gegeben, uns die Evolutionswege der werdenden Menschheit aufzuzeigen. Doch außer einem „joa ist recht interessant“ bleibt bei mir nicht viel im Gedächtnis und auch die Langzeitmotivation ist – trotz vieler Möglichkeiten – nicht gegeben. Dennoch: Wer mit dem Thema etwas anfangen kann, sollte einen Blick riskieren. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.
 
U. Sperling
 

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