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Razer Hammerhead True Wireless Earbuds (2. Generation) im Test

razer hammerhead true wireless 2021In unserem Test zum „Razer Hammerhead True Wireless X“ monierten wir unter anderem die Tatsache, dass die kabellosen in Ear-Kopfhörer nicht über ANC (active Noisecancelling) verfügen. Dieses Feature blieb bis zu diesem Zeitpunkt nämlich nur der „Pro“-Version vorbehalten. Doch nun, mit der zweiten Generation der „True Wireless“-Kopfhörer, die Razer auf den Markt gebracht hat, zieht auch dieses Feature in die mittlere Preisklasse mit ein. Wie sich das ANC schlägt und was das Set darüber hinaus noch zu bieten hat, das klären wir im Folgenden.

Ein Überblick
Als wir für unseren Test die neue Generation der „Razer Hammerhead True Wireless“-Ohrhörer bekamen, da mussten wir erst einmal Rücksprache halten, ob denn auch das uns zugeschickte Produkt das richtige ist. Denn auf dem kleinen Karton, in welchem die Wireless-Kopfhörer geliefert werden, stand (außer dem Namen) keinerlei Hinweis – oder es war keiner so klar ersichtlich, dass Missverständnisse von vornherein ausgeschlossen werden konnten. Einzig ein kleiner Sticker auf der Vorderseite der Verpackung, dass es eine Unterstützung von Razers „Chroma™ RGB“ gibt, machte uns klar, dass es sich um die zweite Generation der Kopfhörer handelt, da die von uns bereits vorgestellte Version (1. Generation) über dieses „farbenfrohe Spektakel“ nicht verfügt.

Doch was genau bietet euch und uns diese zweite Iteration? Hier eine Übersicht mit den offiziellen Angaben: Die True Wireless bieten einen Kopfhörer-Frequenzgang on 20 Hz – 20 kHz und eine Impedanz von 16 Ω. Ein 10mm-Treiber wurde verbaut, die Eingangsleistung beträgt 5mW als Maximalleistung. Unterstützt wird Bluetooth 5.2. Wie auch bei dem Vorgänger kommt auch der Nachfolger mit App-Unterstützung daher. In der App lässt sich ein Equalizer nutzen, Höhen, Bässe oder Gesangsparts hervorheben und nachschauen, wie lange die Kopfhörer noch ohne neuen Ladezyklus auskommen. Bei den Codecs werden leider nur SBC und AAC unterstützt, was nicht wirklich sonderlich gelungen ist. Wer die Beleuchtung der Kopfhörer benötigt (warum man das auch immer implementiert hat), muss natürlich damit rechnen, dass das Set schneller neu aufgeladen werden muss, als wenn die RGB-Beleuchtung nicht zum Einsatz kommt. Auch die Geräuschunterdrückung schluckt noch einmal einiges an Strom. Razer verspricht eine Akkulaufzeit von vier Stunden, mit 12 Stunden zusätzlicher Akkulaufzeit innerhalb des Ladecases, was in Ordnung, aber nicht überragend ist.
Immerhin dauert das Aufladen nicht allzu lange, mit etwa anderthalb Stunden, die zum Aufladen des Cases benötigt werden. Gegen Staub und Wasser ist das Set nach IPX4 geschützt. Bedient werden die Ohrhörer über On-Ear-Touch. Leichtes Tippen auf den entsprechenden Ohrhörer ermöglicht euch das Navigieren. Das funktioniert gut, manchmal reagiert das Touch-System allerdings sehr empfindlich. Eine Bitte hätten wir an die Verantwortlichen bei Razer: Legt doch bitte künftig größere Anleitungen bei. Die in mehreren Sprachen verfasste Bedienungsanleitung ist für viele mit Sicherheit ein Augentest denn eine entspannte Lektüre!

Die „Razer Hammerhead True Wireless (2. Generation)" im Praxistest
Nachdem wir die Kopfhörer mittels der App eingerichtet hatten (was sehr gut und schnell funktionierte), ging es auch schon los mit dem Test. Auffallend ist, dass uns Razer ein optisch überarbeitetes und angepasstes Set mit der zweiten Generation anbietet. Die beiden Ohrhörer sind vom Winkel ein wenig abstehender am Ohr und liegen somit auch anders im Ohr. Um die richtige Passgröße zu finden, gibt es beiliegende Aufsätze, die an euer Ohr angepasst werden können. Getragen wurden die In-Ear Kopfhörer beim Sport und normalem Laufen. Die beiden Stöpsel saßen bei jeder Bewegung komfortabel und fest im Ohr. Das Ladecase (mit USB-C) lässt sich gut unterwegs in der Hosentasche verstaut mitnehmen. Wie schon beim Vorgängermodell, reagieren die Kopfhörer recht schnell auf Berührungen, sodass man beim Handling ein wenig Vorsicht walten lassen muss. Optisch nähert man sich ein wenig Apples Air Pods.

Die aktive Rauschunterdrückung funktioniert recht ordentlich, kann aber mit den Mitbewerbern von Sony und Apple nur bedingt mithalten. Der Gaming-Modus mit geringerer Latenz von 60ms ist dafür wirklich beeindruckend und stellt für mich das Highlight des Produkts dar. Hier erkennt der Nutzer ganz klar die Expertise von Razer. Die eigentliche Schallisolierung der Kopfhörer könnte besser sein. Den Komfort des „Transparenz“-Modus liegt unter Apple und Co. Multi-Connectivity ist auch nicht mit dabei. Telefonieren mit dem Kopfhörer ist auf mittlerem Niveau angesiedelt, da das Mikrofon nicht von bester Qualität ist. In unseren Sessions trennte sich die Bluetooth-Verbindung zum Kopfhörer auch einige Male.

Der Klang bietet einen ordentlichen, aber nicht überragenden Bass, der irgendwie ein etwas matschiges Grundgerüst für den Klang bildet. Bei der Verstärkung ist er etwas besser aber auch nicht top. Wie man das knackiger hinbekommt, zeigt beispielsweise Teufel. Die Höhen werden nicht immer sauber dargestellt, wirken hin und wieder sogar recht grell und der mittlere Bereich ist ab und an schwach auf der Brust. Insgesamt wirkt die musikalische Bühne eingezwängt und versucht alles, um sich aus dem Korsett zu befreien. Auffällig: Zwischen den einzelnen Tracks kommt es ab und an auch zu unschönem Rauschen. Alternativ empfehlen wir euch auch die Pro-Version, die mittlerweile kaum teurer, dafür aber klanglich besser ist und unter 7anderem über ein THX-Zertifikat verfügt. Was mir gefällt ist die Tatsache, dass Razer sowohl Android als auch iOS ohne Abstriche supported. Da kann sich das Unternehmen aus Cupertino eine Scheibe von abschneiden!

Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Razer für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

Gastautor P. Pakosch

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