Elormaniac - Online Escape Game von Eloria im Test

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ElormaniacOnline-Krimispiele uns Online Escape Games erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. In den Kreis der basierten Rätselabenteuer reiht sich nun auch „Elormaniac“, ein „Online Escape Game“ von „Eloria“ ein. Wir durften das Spiel um einen wahnsinnigen Blogger für euch testen und klären, wo Stärken und Schwächen des Titels unserer Meinung nach liegen und ob sich die Investition von 30 Euro pro Team lohnt.

Was steckt dahinter?

„Elormaniac“ ist eines von zwei Online-Spielen bzw. Spielen von zuhause aus. Hinter dem Spiel steckt „Eloria“, das Nachfolgeunternehmen des „Grusellabyrinth NRW“ aus Bottrop. Mit „Elormaniac“ haben die Entwickler ein Spiel erschaffen, das auf Teamarbeit für bis zu sechs Spielerinnen und Spieler setzt. Für die Lösung des Spiels gibt das Unternehmen auf seiner Homepage rund anderthalb bis zwei Stunden an. Wir haben – trotz Erfahrung im Genre – über 2,5 Stunden benötigt und brauchten dabei einige Hilfen.

Das Spiel bietet eine Story, die sich in zwei große Akte unterteilt. Auf die Story selbst wollen und können wir aus Spoilergründen natürlich nicht genauer eingehen. Jedoch lassen sich einige Aspekte beleuchten, die das Abenteuer und seine Qualität generell gut widerspiegeln. Da wäre zum einen die sehr gute Aufmachung. Wir durchforsten Internetseiten, chatten mit einem Bot, hören diversen Audiofiles zu und bekommen gleich in den ersten Spielminuten ein kurzes Video präsentiert. Das alles sieht professionell aus und bietet einen guten Rahmen. Und obwohl wir mehr oder minder forschen und puzzeln, führt und das Spiel stringent durch die Geschichte. Die Rätsel sind meist recht fordernd und das letzte Puzzle zieht hier noch einmal ordentlich den Schwierigkeitsgrad an.

So weit, so gut. Dennoch verschenkt „Elormaniac“ an einigen Stellen Potential und lässt eine Menge Atmosphäre liegen.

Die Sache mit dem Digitalen

Zunächst einmal wollen wir auf die eingangs beschriebenen „zwei Akte“ zurückkommen. Im ersten Teil geht es um den Blogger namens „Red Spider“. Wir erfahren zwar ein wenig über seine Hintergrundgeschichte, doch fehlt hier nahezu komplett der Tiefgang und eine Aussage, die er anfangs trifft, wird vom Spiel hinterher kaum noch aufgenommen bzw. man verliert den Faden. Darüber hinaus wirkt die Mitte des Spiels eher wie ein Bruch und gewisse Beweggründe werden nicht tief genug beleuchtet. Was uns auch fehlte, waren mehr Videos oder ähnliche die Atmosphäre verdichtende Elemente. Zwar gibt es hier und dort einen Audiofile, der vom Chatbot eingespielt wird. Doch die hier agierende Sprecherin überzeugt nicht vollends. Dazu kommt, dass zum Teil recht lange auf Antworten des Bots gewartet werden muss, bei den falschen Antworten es dauert, bis das Feedback kommt und zwischen dem Rätseln und dem Eingeben zu viel Zeit vergeht und die Atmosphäre auf diese Weise immer wieder ausgebremst wird.

Besonders geärgert hat es uns, dass wir zwar mit mehreren Teammitgliedern an verschiedenen Eingabegeräten spielen konnten, sich der Chat-Bot jedoch nach einer Information bzw. Eingabe nicht auf allen Geräten automatisch synchronisierte. Dies muss bei einem Teamspiel unbedingt automatisch geschehen. Andere Mitbewerber haben bereits gezeigt, dass dies reibungslos funktioniert. Ebenfalls schade ist, dass – wenn beispielsweise drei Spielerinnen und Spieler vor einem PC sitzen und zwei an einem anderen Ort sind, die Darstellung auf kleinen (mobilen) Displays nicht so gut ist, wie auf dem großen PC-Bildschirm. Hier müsste das Template dementsprechend angepasst sein und dynamisch auf den jeweiligen Endgeräte-Bildschirm ausgegeben werden.

Fazit: „Elormaniac“ ist prinzipiell ein recht ordentliches Rätselspiel, das für 30 Euro auch preislich durchaus nicht allzu teuer ist. Dafür wird jedoch leider einige Male auf die atmosphärische Bremse getreten, ist der Schwierigkeitsgrad der einzelnen 7Rätsel / Aufgaben etwas unausgewogen und passen die beiden Hauptteile der Story nicht so richtig zusammen.

Alles in allem ergibt sich so eine Wertung mit 7 von 10 inn-joy Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei der Eloria-Erlebnisfabrik Bottrop für den zur Verfügung gestellten Testzugang.

M. Heiland

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