Verrückt durch die Zukunft - Online Escape-Adventure von "Nexus Exit" im Test

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NexusExitVerruecktdurchdieZukunft„Wir schreiben das Jahr 2016… 

Wissenschaftler der Nexus Exit Kooperation machen während der Umbauarbeiten des ehemaligen Ärztehauses in der Bahnhofstraße 12 im beschaulichen Gelnhausen eine spektakuläre Entdeckung: Eine zunächst unbekannte Materie entpuppt sich als ein mysteriöser Nexus Kristall, von dem bisher ungeahnte Kräfte ausgehen!   
 
Die Wissenschaftler der Nexus Exit Kooperation, die sich seit Jahren mit den unterschiedlichen Theorien zum Thema Zeitreisen beschäftigen, haben keinen Zweifel: Die exotische Materie, aus welcher der Kristall besteht, kann Wurmlöcher stabilisieren und damit Reisen durch die Raumzeit ermöglichen! 
Nun liegt es an Euch! Unter dem Deckmantel eines authentisch gestalteten Escape Room suchen wir mutige Zeitreiseagenten, welche sich auf spannende Missionen begeben, um schreckliche Ereignisse nachträgliche zum Guten zu wenden! Stellt Euer Team zusammen und schreitet durch unser Zeitreiseportal. Aber beeilt Euch! Wir können das Portal nicht länger als 60 Minuten aufrechterhalten. Danach können wir nicht länger für eine sichere Rückkehr in die Gegenwart garantieren! Unsere hochentwickelte künstliche Intelligenz ALPHA 1.0 überwacht jeden Eurer Schritte und begleitet Euch auf Eurer Mission. Macht Euch gefasst auf ein spektakuläres Erlebnis der Extraklasse!“
 
Mit diesen einleitenden Sätzen beschreibt sich der im hessischen Gelnhausen ansässige Escape Room-Anbieter „Nexus Exit“. Bei den von Alexander „Lex“ Lüpke geplanten und realisierten Escape Räumen dreht sich alles um das Thema Zeitreisen. Nicht nur vor Ort, sondern auch daheim, könnt ihr als Gruppe die verschiedenen Welten von „Nexus Exit“ bereisen. Wir durften – dank der freundlichen Unterstützung von Christian Lay – das Online Escape-Abenteuer „Verrückt durch die Zukunft“ spielen.
 
Bei diesem Abenteuer starten wir im Zeitreiselabor der Nexus Kooperation und werden von einem Wissenschaftler und der „hochentwickelten“ und ziemlich vorlauten KI ALPHA 1.0, die Fans von Videospielen stark an die ebenfalls sehr vorlaute KI aus „Portal“ erinnern wird, begrüßt. Der Grund unserer Anwesenheit in der Nexus Kooperation ist, dass die Professorin der Kooperation zusammen mit einer überlebenswichtigen Apparatur spurlos verschwunden ist und wir als einzig verfügbare Gruppe Sprünge durch die Zeit unternehmen sollen, um sie aufzuspüren und wieder sicher zurück in die Gegenwart zu bringen. Begleitet werden wir dabei von ALPHA 1.0. Wir wissen lediglich, dass die böse Agentur EXITUS Evil Cooperation etwas mit der Entführung zu tun haben muss. Also machen wir uns auf, um herauszufinden, an welchem Ort und in welchem Jahr wir zuerst nach der Wissenschaftlerin suchen müssen.
 
Bereits die Einleitung und die Eröffnungssequenz zeigen, dass auch bei den Online Abenteuern Lex und sein Team auf eine hohe Qualität wertlegen. Die Videos wirken recht professionell und gut inszeniert. 
 
Auf unserer Reise durch die verschiedenen Jahre stoßen wir auf ganz unterschiedliche Rätsel und verschiedene Locations. Allen Rätseln gemeinsam ist, dass wir den PC nutzen müssen und über den Browser die Lösungen der Rätsel eingeben. An anderen Endgeräten ist aufgrund der Bildschirmgröße nicht empfehlenswert zu spielen. Was wir an dieser Stelle ein wenig kritisieren aber zugleich auch loben, ist die Tatsache, dass ihr verschiedene Zugangswege für die Rätsel benötigt. Hier und dort bietet uns das Spiel auch Alternativen. Doch sollten die „Originalwege“ gegangen werden, damit es richtig Spaß macht und das Spiel sein volles Potential entfaltet. 
 
Die Rätsel sind alle gut zu lösen und der Schwierigkeitsgrad nicht zu hoch. Wir haben zu zweit mit unserem 11jährigen Sohn gespielt. Das war überhaupt kein Problem, zumal er bereits etliche Räume und Online-Rätsel gespielt hat. An zwei Stellen kamen wir lediglich nicht klar und mussten die Online-Hilfe anfragen. Ein Rätsel bot uns eine klare Lösung. Dennoch war diese falsch, sodass wir nur über die Hilfe weiterkommen konnten.
 
Ein Tipp von uns: Spielt „Verrückt durch die Zukunft“ tagsüber, wenn nicht alle Nachbarn daheim sind, da es sonst (wie bei uns passiert) ab einer gewissen Zeit die gestreamten Videos anfangen können zu ruckeln, was ein wenig der Immersion schadet. Doch auch hier hat das Team vorgesorgt, da sämtliche Rätsel ohne interaktive Videos auskommen und dadurch in Ruhe gelöst werden können. Hier ist noch der recht entspannte Zeitrahmen zu erwähnen, da es kein zeitliches Limit gibt. Für Experten, die auf der Jagd nach dem ultimativen Zeit-Highscore sind, mag dies nicht allzu erbaulich sein. Doch „Otto Normalspieler“ dürfte das zeitlich unabhängige Spielen begrüßen. Das Finale bietet zwar keinen allzu großen „WOW“-Moment, lässt aber schmunzeln.
 
Fazit: Rückblickend können wir sagen, dass wir jede Menge Spaß mit „Verrückt durch die Zukunft“ hatten. Der Humor ist absolut gelungen. Gleiches gilt für die vielseitigen Rätsel und die geschickte Unterordnung der Aufgaben unter die Handlung. Dass ein Tippgeber hessisch „babbelt“, obwohl wir uns in diesem Moment von der Handlung her nicht in Hessen befinden, ist wohl der Herkunft der Entwickler „geschuldet“, aber kein wirkliches Manko. Im ersten Moment hatte es uns ein klein wenig irritiert. Doch wenn man sich auf die „Rahmenhandlung“ des Rätsels einlässt, fügt sich alles wunderbar zu einer Einheit zusammen. So kommen 9wir zu dem Fazit, dass wir euch „Verrückt durch die Zukunft“ ohne Einschränkungen empfehlen. Einzige Voraussetzungen sind ein PC / Laptop (mit möglichst großem Bildschirm) sowie ein schnelles Internet.
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Nexus Exit für den zur Verfügung gestellten Testzugang.
 
M. Heiland
 

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