4 Walls Escape: "Project Legacy" im Test

| Marc Heiland | Tablet-Apps
4WallsEscapeLegacy2053: Im Klimanotstand ist materieller Luxus rar. Stattdessen boomt die Augmented- und Virtual Reality Branche. Als Agent*in für den Geheimdienst der Regierung werdet ihr in einen gefährlichen Doppelauftrag um das Pharma-Forschungsprojekt “LEGACY” verwickelt, das womöglich mit dem populären Escape Room Spiel SUCCESSION GAME zusammenhängt. Könnt ihr die brisanten Daten sichern, ehe es zu spät ist? Welche zwielichtige Verbindung haben sie zum Spiel? Hoffentlich bringt ihr euch mit euren Nachforschungen nicht selbst in große Gefahr...
 
Nach einer längeren Pause hat der Anbieter von Online Escape Spielen, „4 Walls Escape“, sein neustes Abenteuer „Project Legacy“ herausgebracht. Wir durften auch dieses Abenteuer für euch spielen und berichten im Folgenden von unseren Erfahrungen mit diesem neuen Abenteuer. 
 
Willkommen in der Zukunft
Nachdem uns die letzten vier Abenteuer von „4 Walls Escape“ absolut begeistern konnten, waren wir im Vorfeld natürlich äußerst neugierig und gespannt, was sich das Team für ihr fünftes Projekt einfallen lassen würden. 
 
Das Spannende ist bei den Spielen von „4 Walls Escape“, dass sie alle so passieren könnten, man als Spielergruppe also immer das Gefühl hat, hier nichts Abgedrehtes mit Zombies, Aliens etc. vorgesetzt zu bekommen, von dem man schon ab der ersten Spielminute weiß, dass es Nonsens ist. Stattdessen entwickelt der Anbieter stets realistische Szenarien, die einen Bezug zur Realität oder den Problemen der Gegenwart haben. Kein Wunder, dass es in „Maskenpflicht“ Anlehnungen an die Corona-Pandemie gab. Und nun also Virtual- und Augmented Reality. Ein Szenario, dass zum einen zwar in der Zukunft angelegt ist, zum anderen jedoch auch mit aktuellen Möglichkeiten, Risiken, Sorgen, Ängsten, aber auch Chancen spielt. Dieses im Kopf über fast drei Stunden immer und immer wieder durchgespielte „Was wäre eigentlich, wenn…?“ ist es, dass auch dieses Abenteuer ausmacht. 
 
Bevor wir mit unseren Erfahrungen starten, wollen wir euch noch einige Details verraten: Da wäre zunächst einmal der Top-Preis von gerade einmal 14.99€ für eine Gruppe mit beliebig vielen Spielern zu nennen. Für solch ein aufwendiges Spiel ist das ein gewichtiges Pfund. Dann die lange, aber auch nicht übertrieben lange Spielzeit von rund 2 ½ bis drei Stunden (je nach euren Erfahrungswerten mit dieser Art von Spielen), die es schafft, euch von der ersten bis zur letzten Spielminute am Spieltisch gefangen zu halten. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass das gesamte Spiel rein über den Browser läuft, keinerlei zusätzliche Dinge hinzugenommen werden müssen und der Spielstand über sämtliche Geräte gespeichert wird, sodass ihr jederzeit und an jedem Ort weiterspielen könnt.
 
Für unseren Test haben wir das Spiel auf unseren großen Fernseher gespiegelt, sodass Bild und Ton in optimaler Qualität vorlagen. Das Intro ist wieder einmal auf hohem Niveau produziert und auch die vertonte Rahmenhandlung weiß zu gefallen. Lediglich der Sprecher betont hin und wieder etwas seltsam bzw. neigt auch stimmlich zur Übertreibung. Dafür ist er jederzeit klar und deutlich zu verstehen. Das gilt auch für das gesamte Voice Acting. Die Bedienung über Tablets funktioniert recht gut. Nur bei einem Rätsel kamen wir nicht mit der Steuerung (trotz Touchpad) so gut zurecht. Dies wurde jedoch vom Entwickler gleich verbessert. Davon über kleine Smartphone-Bildschirme zu spielen, raten wir euch allerdings ab, da dann einige Rätsel in ihrer Übersicht leiden. Am sinnvollsten sind ein großer Bildschirm am PC, TV oder wenigstens auf einem größeren Tablet.
 
Die Qualität der Rätsel ist auch bei dem neuen Abenteuer „Project Legacy“ sehr vielseitig und bieten für jeden etwas. Der Schwierigkeitsgrad ist insgesamt hoch bis sehr hoch. Auch wir, die wir in den vergangenen Jahren etliche Spiele dieser Art getestet haben, mussten hin und wieder die Hilfen in Anspruch nehmen. Zwei Rätsel erschienen und etwas weit hergeholt bzw. auch recht merkwürdig. Das Gute ist, dass sich nahezu alle Rätsel der Thematik unterordnen und nur ganz selten aufgesetzt wirken. Dadurch wird die Immersion bis zum Finale aufrechterhalten. 
 
Fazit: Mit „Project Legacy“ hat „4 Walls Escape“ erneut ein sehr aufwändig gestaltetes, umfangreiches und von den Rätseln her spannendes, abwechslungsreiches aber recht kompliziertes Escape-Abenteuer auf den Markt gebracht. Dank dem mehrstufigen Hilfesystems wird jedem Rätselfan das Vorankommen möglich gemacht. Richtig empfehlen können wir den Titel aber für 9Fortgeschrittene und Profis. Doch keine Sorge: Auch für Einsteiger und Gelegenheitsspieler hat „4 Walls Escape“ etwas im Programm.
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei „4 Walls Escape“ für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.
 
M. Heiland

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