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10 Stunden, die funktionieren...

StundenJede Lehrerin und jeder Lehrer verfügt über sogenannte „Sternstunden“, die unabhängig von der konkreten Klasse fast immer funktionieren. Diese Stunden zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Schülerinnen und Schüler zu fesseln vermögen: durch spannende Inhalte, abwechslungsreiche Methoden, ungewohnte Arbeitsformen, anregende Schriftquellen, berührende Bildquellen, die Gegenwärtigkeit von Geschichte oder eine Kombination dieser Dinge. Es sind die Stunden, aus denen alle Beteiligten herausgehen und das Gefühl haben, wirklich etwas gelernt zu haben und dabei auch noch Spaß gehabt zu haben.

 

Im vorliegenden Band sind zehn solcher Stunden zu allen Epochen für den Unterricht in beiden Sekundarstufen gesammelt. Er richtet sich an Studierende im Praktikum, Referendarinnen und Referendare, Berufseinsteiger und fachfremd Unterrichtende, die sich das Handlungswissen von erfahrene Kolleginnen und Kollegen nutzbar machen wollen.

Rezension: Thematisch umreißt der Band Stunden aus der gesamten Oberstufe. Aber auch in der Mittelstufe können einige Stunden gehalten werden. Der Band beginnt bei „Der schwarze Tod in Europa – Menschen in der Krise“, geht über „Hirsebrei und Wassersuppe – Bäuerliche Ernährung vor 1800“ , „Clash of Cultures im 16. Jahrhundert – Landwirtschaft im Inkareich und in Europa im Vergleich“ geht über „Liberté, Egalité, Fraternité? Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte 1789“, „Der Lange Hunderter von 1908 – Geld als Quelle“ und „Propaganda zur Rechtfertigung von Krieg – Der Überfall auf den Sender Gleiwitz am 1. September 1939“, „Der 20. Juli 1944 – Ist Stauffenberg ein Held?“, „Gerichtsakten als Quelle: Großadmiral Karl Dönitz – Das Urteil“ bis zu „Kalter Krieg – An einer Atombombenexplosion teilnehmen“ und „Ein Gespenst geht um... – Schülermanifest aus dem Jahr 1968“.

Jede Stunde ist komplett ausgearbeitet und kann so im Unterricht eingesetzt werden. Zar passen nicht alle Themen exakt zu den Lehrplänen. Doch die meisten Stunden sind mit sämtlichen deutschen Lehrplänen vereinbar. Die 10 Stunden beginnen jeweils mit einer kurzen Erläuterung, worum es in der vorgestellten Stunde geht. Eine Sachanalyse des historischen Gegenstands  nimmt den ersten Teil ein. Es folgen geschichtsdidaktische Überlegungen (u.a. zum Kompetenzerwerb, dem Dreh- und Angelpunkt der neuen kompetenzorientierten Lehrplänen) und Tipps. Im Anschluss wird der Stundenverlauf mit den Phasen des Einstiegs, der Problemfrage, der Erarbeitung, der Sicherung und möglicher Hausaufgabe dargestellt. Der jeweilige Entwurfe endet mit einer Kommentierung von Lernmaterialien und Literatur- bzw. Internetangaben. Auch ein geplanter Verlauf der Stunde sowie ein mögliches Tafelbild sind vorhanden. Ganz so, wie es beispielsweise im Zweiten Staatsexamen gefordert wird. Natürlich sind auch die Arbeitsmaterialien und Arbeitsaufträge als Anhang dabei. Leider sind die Unterrichtsstunden nicht binnendifferenziert, was an immer mehr Schulen gefordert wird. Dank operationalisierter Arbeitsaufträge können die Materialien auch in der Sekundarstufe II (Oberstufe) eingesetzt werden. 

Fazit: Die vorliegende Sammlung von 10 Geschichtsstunden aus dem Wochenschau Verlag bietet interessante und vielseitige Zugänge zu den verschiedenen Epochen von denen die Meisten in allen Bundesländern (nach Lehrplan) eingesetzt werden können. Einziger Nachteil: Es gibt wieder einmal keine Binnendifferenzierung. Ansonsten ist der Band zu empfehlen.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich beim Wochenschau Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

8Titel: 10 Stunden, die funktionieren – Geplante und erprobte Geschichtsstunden

Reihe: Geschichte unterrichten

Autor / Herausgeber: Markus Bernhardt

Verlag: Wochenschau; 1. Auflage (2017)

ISBN: 978-3-7344-0376-7

L. Zimmermann

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