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Perfekter Türkischer Kaffee per Knopfdruck - Arzum Okka im Test

ArzumOkkaWenn es eines gibt, dass in der Türkei und im arabischen Raum ganz besonders hoch geschätzt wird, dann ist es die Geselligkeit. Stundenlanges Beisammensein ist für sie ein hohes Gut. Diesen Wert sieht man auch in der Kaffeekultur, welche Türken und Araber regelrecht zelebrieren. Egal ob klassisch im Ibrik bzw. im Cezve oder mit modernen Zubereitungsmethoden – der Mokka steht einfach als die typisch orientalische Kaffeeart, Geselligkeit und ein gewisses Lebensgefühl. Doch nicht immer hat man die Zeit, sich den Mokka auf klassische Weise zuzubereiten. Was also tun? Die Lösung auf diese Frage stellt die vollautomatische Mokkamaschine „Arzum Okka“ dar, die wir euch heute vorstellen möchten. Für unseren Test hat uns die Firma Techno Design, die das Gerät hierzulande vertreibt, ein Testgerät und eine 250g Dose Mokka zur Verfügung gestellt.

Der Mokka – und was überhaupt dahinter steckt

Wenn man sich heute einen „Mokka“ bestellt, ist für viele Kaffeetrinker klar, was sie meinen: Einen schwarzen Kaffee, stärker als ein Espresso, der in einer kleinen Tasse mit Wasser und Zucker gereicht wird. Doch was wirklich hinter dem richtigen Mokka steckt, wissen hierzulande wohl nur wenige.

Zunächst einmal steht der Begriff für die ehemalige Stadt Muchá oder al-Muhá, die einst eine wichtige Handelsmetropole war. Von dort aus wurde der jemenitische und äthiopische Kaffee gehandelt. Diesen Kaffee benannte man nach der Stadt „Mokka“. Damit es keine Konkurrenz geben kann, wurden die Kaffeebohnen aus dem Jemen vor dem Export mit heißem Wasser übergossen, um sie vor dem Keimen zu bewahren. So wurde im Laufe der Zeit „der Mokka“ ein Inbegriff von kräftigem Kaffee mit fruchtigen Noten.

Heutzutage wird die Arabica-Varietät des „äthiopischen Mokka“(andere sprechen von einer eigenen Art) in verschiedenen Bereichen angebaut wie in Limu, Yirgacheffe oder auch Harar. Der äthiopische Mokka wird in der Regel trocken oder nass aufbereitet. Geschmacklich zeichnen sich äthiopische Mokka-Kaffees durch einen ausgeprägten Körper, teilweise recht kräftige Kakaonoten und fruchtige Anklänge von Beeren, manchmal auch blumige Beinoten (u.a. Jasmin) aus.

Doch „Mokka“ bezeichnet nicht nur die Hafenstadt und die Kaffee-Varietät, sondern auch eine Zubereitungsform. Wie bereits erwähnt, wird beim Türkischen Mokka der extrem fein gemahlene Kaffee in einer offenen Stielkanne (Briki, Cezve oder auch Ibrik) mit Wasser aufgegossen und gekocht. Dann wird dem Kaffee eine größere Menge an Zucker zugefügt. Manche Kaffees werden darüber hinaus noch mit diversen Gewürzen versehen. Serviert wird der Mokka stets mit einem Glas Wasser.

Die Arzum Okka – Vorstellung und Praxistest

Dieses ganze Prozedere ersetzt und vereinfacht die weltweit erste vollautomatische Mokkamaschine, die „Arzum Okka“. Mit ihrem patentierten Brühsystem kann die Maschine Türkischen Kaffee innerhalb von 90 Sekunden mit exzellentem Geschmack (das richtige Kaffeepulver vorausgesetzt) und einer tollen Crema zubereiten. Dies funktioniert auf Wunsch mit einer oder zwei Tassen gleichzeitig. Alternativ könnt ihr den Kaffee auch langsamer aufbrühen. Dann dauert es rund fünf Minuten, bis der Mokka servierfertig ist. Den richtigen Siedepunkt stellt die „Kochpunkt-Ermittlung“ sicher. Diese garantiert, dass der Mokka überall und zu jeder Zeit perfekt zubereitet werden kann.

Mit seinen Maßen von 29,1cm (Höhe), 21,9cm (Breite) und 29,1cm (Tiefe) ist der „Arzum Okka“ recht kompakt und mit 3,5kg auch nicht allzu schwer. So passt er selbst in die kleinste Studentenküche. Der Wassertank des Gerätes fasst 950ml, was für eine Familie ausreichend ist.

So viel zur Theorie. Wie aber schlägt sich die Maschine im Praxistest? Zunächst haben wir die „Arzum Okka“ mit Wasser befüllt. Der Tank befindet sich auf der Rückseite der Maschine und ist sehr gut zugänglich. Danach wird die Maschine angeschaltet und eine Tasse unter den Auslauf gestellt. Im nächsten Schritt wird der Deckel des Gerätes geöffnet und Kaffeepulver eingefüllt. Ein Messlöffel befindet sich im Lieferumfang. Zu gleichen Teilen wird dann noch Zucker hinzugegeben. Dann wird der Deckel wieder geschlossen und die entsprechende Taste gedrückt (1 oder 2 Tassen parallel). Der Mokka fließt dann sehr gleichmäßig und unter Bildung von schöner Crema aus der „Arzum Okka“. Im Anschluss kann der Mokka-Kaffee sofort genossen werden. Wer seinen Mokka langsam aufgebrüht haben möchte, der kann über Tastenwahl dies ebenfalls realisieren. Dann entfaltet der Kaffee seine Aromen noch feiner. Abschließend drückt man die Reinigungstaste und entleert den Auffangbehälter unter dem Tassenständer. Sollte einmal Wasser fehlen oder andere Probleme auftauchen, weist euch ein Licht an der Seite der Maschine hin. Die Reinigung der zugänglichen Teile ist sehr leicht. Auch hier zeigt sich das gut durchdachte Design als sehr „kundenfreundlich“.

Die Qualität der Maschine ist gut, die Verarbeitung hochwertig. Hier sitzt alles fest, nichts wackelt. Zwar besteht der Großteil der „Arzum Okka“ aus Plastik. Dennoch sieht die Maschine recht edel aus. Die Mokka-Maschine ist aktuell (Stand 03/18) für rund 190 Euro erhältlich.

9Fazit: Mit der „Arzum Okka“ erhaltet ihr eine qualitativ hochwertige Mokka-Maschine, die euch – wahlweise in 1 ½ Minuten oder langsam gebrüht in 5 Minuten – sehr guten Türkischen Kaffee zubereitet. Vorausgesetzt, ihr habt qualitativ hochwertigen Mokka im Einsatz. Den für unseren Test von Techno Design zur Verfügung gestellte Mokka eignet sich hervorragend, wir können ihn absolut empfehlen.

Die inn-joy Redaktion vergibt für die „Arzum Okka“ 9 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Techno Design für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

D. Stappen

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