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| Marc Heiland | Kaffeewelten

CULTDBaliCanephora kann ausgesprochen vielseitig sein. Das zeigt auch der Bali Canephora Espresso von C.U.L.T.D. aus Hamburg, der mit einem völlig anderen Aromaprofil auftritt als fruchtbetonte Fine-Canephora-Kaffees. Statt tropischer Fruchtnoten stehen hier dunkle Süße, Nuss, Schokolade und würzige Aromen im Mittelpunkt.
Die Bohnen stammen aus dem Norden der indonesischen Insel Bali und wachsen dort unter für Canephora ungewöhnlichen Bedingungen auf einer Höhe von 1.200 bis 1.500 Metern. Vulkanische Böden, tropisches Klima und die Höhenlage prägen die Voraussetzungen für diesen charaktervollen Espresso.

| Marc Heiland | Kaffeewelten

CULTDvietnam donRobusta hat im Kaffee lange Zeit ein eher zweifelhaftes Image gehabt. Kräftig, bitter, wenig komplex – so lautet das klassische Vorurteil. Dass Canephora, wie die botanisch korrekte Bezeichnung lautet, längst deutlich mehr zu bieten hat, zeigen moderne Specialty-Coffee-Produzenten immer häufiger. Der Vietnam Don Elephant Canephora von C.U.L.T.D. aus Hamburg ist dafür ein ausgesprochen interessantes Beispiel.
Statt vor allem über Kraft und einen hohen Körper zu kommen, setzt dieser Kaffee auf Süße, Fruchtigkeit und eine erstaunliche aromatische Differenzierung. Als reiner Canephora-Espresso zeigt er damit, wie spannend hochwertige Robusta-Kaffees aus Vietnam sein können.

| Marc Heiland | Kaffeewelten

elbgold9BarHamburg gehört zu den deutschen Städten, die besonders stark mit moderner Kaffeekultur verbunden sind. Einen wesentlichen Anteil daran hat elbgold. Die Hamburger Kaffeerösterei wurde 2004 von Annika Taschinski und Thomas Kliefoth gegründet und zählt damit zu den Pionieren der deutschen Specialty-Coffee-Szene. Was zunächst als Idee während gemeinsamer Reisen entstand, entwickelte sich zu einer etablierten Rösterei mit eigener Café- und Röstereistruktur.

Die Geschichte von elbgold beginnt allerdings schon einige Jahre vor der eigentlichen Gründung. Taschinski und Kliefoth beschäftigten sich bereits in den 1990er-Jahren intensiv mit Kaffee und Café-Konzepten. Reisen durch Europa und andere Teile der Welt sowie Erfahrungen in der damals noch jungen modernen Kaffeekultur prägten ihre Vorstellungen davon, wie Kaffee in Deutschland angeboten werden könnte. 2004 wurde schließlich der erste elbgold-Standort in Hamburg-Winterhude eröffnet.

| Marc Heiland | Kaffeewelten

KUBOBildEs gibt Espressomaschinen, die möglichst viel Handarbeit verlangen. Es gibt Maschinen, die möglichst viel davon automatisieren. Und dann gibt es Konzepte wie die Kafmasino Kubo, die versuchen, beides miteinander zu verbinden. Sie soll dem ambitionierten Home-Barista die Kontrolle einer modernen Profiling-Maschine geben, gleichzeitig aber so einfach zu bedienen sein, dass auch Einsteiger nicht von Druck- und Flow-Kurven sowie und Extraktionsdaten erschlagen werden.

Nach unserem ausführlichen Gespräch mit Kafmasino-Entwickler Jorge Hurtado (das Interview findet ihr auf unserem YouTube-Kanal Kaffeewelten | inn-joy) wurde uns allerdings schnell klar, dass die Kubo nicht einfach eine weitere Espressomaschine mit App-Anbindung ist. Ihr eigentliches Konzept geht deutlich weiter. Maschine, Bluetooth-Waage, Software, Rezepte, Extraktionsprofile und Community werden zu einem System verbunden, dessen großes Ziel vor allem eines ist: Espresso reproduzierbar zu machen. Die Grundlage für diese Einschätzung liefert uns das ausführliche Praxiserlebnis mit der Maschine aus den vergangenen Wochen.

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VanGulpenManche Kaffeeröstereien erzählen nicht nur von Bohnen, Röstprofilen und Aromen – sie erzählen ein Stück Kaffeegeschichte. Genau dazu gehört Lensing & van Gülpen aus Emmerich am Rhein. Seit fast zwei Jahrhunderten steht der Name für die Leidenschaft, aus hochwertigen Rohkaffees außergewöhnliche Genussmomente zu entwickeln. Die Geschichte der Rösterei beginnt bereits im Jahr 1832, als Carl Lambert Josef van Gülpen gemeinsam mit J.H. Lensing ein Handelsunternehmen für Kolonialwaren gründete. Was zunächst als klassisches Handelsgeschäft begann, entwickelte sich schon bald zu einer besonderen Verbindung mit Kaffee. Durch den internationalen Handel und die damaligen Kaffeeimporte aus Übersee wurde der Rohkaffee schnell zum Mittelpunkt des Unternehmens.

| Marc Heiland | Kaffeewelten

ArneAls ich vor 14 Jahren begann, mich für einen neuen Kaffeevollautomaten zu interessieren, um von meinen Kaffeekapseln wegzukommen, stieß ich durch Zufall auf den Videokanal „Coffeeness“ von Arne Preuß. Bereits seit 2008 präsentierte und präsentiert der charmante YouTuber noch heute die neusten Trends in Sachen Kaffeevollautomaten. Sein Motto war bereits damals schon „Wer Kapselkaffee trinkt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“. Dieser Satz hatte mich sofort ergriffen und ich begann zu hinterfragen, warum dies so ist.

| Marc Heiland | Kaffeewelten

MerakiBild1Zwei Jahre ist es nun her, dass uns die „Meraki“, eine All-in-One Espressomaschine aus China, als Prototyp zur Verfügung gestellt wurde. Das über „Kickstarter“ seinerzeit finanzierte Produkt liegt mittlerweile in der zweiten Iteration vor. Zeit für eine Bestandsaufnahme, was sich seit dem Prototypen bis zur heutigen „Generation 2“ verändert hat, was möglicherweise verbessert wurde und wo wir weiterhin Verbesserungsbedarf sehen.

| Marc Heiland | Kaffeewelten

GEMILAIGemilai gehört längst nicht mehr zu den unbekannten Namen im Bereich der erschwinglichen Siebträgermaschinen. Während viele Hersteller in dieser Preisklasse vor allem auf einfache Thermoblock-Technik und kompakte Bauformen setzen, verfolgt Gemilai mit der Owl-Serie einen anderen Ansatz: möglichst viele Merkmale höherpreisiger Espressomaschinen in ein bezahlbares Home-Barista-Gerät zu integrieren.

Mit der neuen Gemilai Owl G3006H nimmt der Hersteller nun eine Weiterentwicklung der ursprünglichen G3006 vor und adressiert genau die Punkte, an denen die erste Generation noch Verbesserungspotenzial hatte. Auf den ersten Blick bleibt die Maschine ihrer Linie treu: charakteristisches Design, 58-mm-Siebträger, PID-Steuerung, Druckanzeige und eine an eine E61-Brühgruppe erinnernde Optik.

| Marc Heiland | Kaffeewelten

Ich sage es, wie ich es empfinde: Die Entscheidung des Crema Magazins, die Melitta Kaffeemanufaktur zum „Röster des Jahres“ zu machen, ist kein Ausrutscher mehr – es ist ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Und für viele in der Specialty-Coffee-Szene wirkt es wie ein Schlag ins Gesicht.

Denn was hier als „Auszeichnung“ verkauft wird, fühlt sich für mich wie eine völlige Entkopplung von der Realität der deutschen Rösterszene an. Während unzählige unabhängige Röstereien Tag für Tag mit handwerklichem Anspruch, sensorischer Präzision, Transparenz und echter Leidenschaft arbeiten, wird der bedeutendste Titel der Branche aus meiner Sicht an ein Konstrukt vergeben, das vor allem durch Größe, Reichweite und Markenmacht definiert ist.

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