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Vorstellung und ausgewählte Sorten im Test: Kaffee Katz

KaffeeKatzBild1Was verbindet ihr mit Kaffee? Genuss? Erholsame Stunden an klaren Wintertagen? Fernweh? Unterhaltsame Stunden mit der Familie am Sonntagnachmittag? Wohl kaum ein Kaffeefan wird nicht seine eigenen Gedanken haben, wenn er sich seinen Kaffee zubereitet, eingießt und dann genießt. Im Falle von Peter Suchon, Kaffeeröster und Inhaber der Kaffeerösterei „Kaffee Katz“, sind es die Aromen, die ihn an ferne Orte entführen, die nach Abenteuern rufen und deren Kompositionen neugierig machen. So erfahren wir auf seiner Webseite. Das hat uns natürlich neugierig gemacht und die Lust in uns geweckt, hier einmal genauer hinzuschauen. Wie unser kleines Abenteuer mit den Espressi von „Kaffee Katz“ war, verraten wir euch im Test.  
 
Kaffeesortenauswahl im Überblick
Für unseren Test hat uns Peter Suchon sechs ausgewählte Espressi zur Verfügung gestellt. Neben einer Überblick-Karte mit allen im Sortiment aktuell verfügbaren Kaffee- & Espresso-Sorten erhalten Kunden, die bei „Kaffee Katz“ bestellen, eine Karte mit Tipps für die Einstellung des Kaffee-Vollautomaten und für die Kaffee-Zubereitung. Natürlich wird nicht bis ins letzte Detail darauf eingegangen. Wer aber mehr wissen will, schaut auf die Homepage der Rösterei. Hier findet sich einiges an Fachwissen. Was uns jedoch ein wenig wundert, ist die Angabe auf der Überblick-Karte, dass die Preise abhängig zur Börse sind, da normalerweise Kaffeeröster ihren Kaffee eben nicht über diese Börse beziehen bzw. ersteigern. 
Die Sorten aus dem Portfolio von „Kaffee Katz“ sind eine bunte Mischung u.a. bekannter Klassiker wie einem „monsooned Malabar“, den man heute in jeder (gut sortierten) Kaffeerösterei findet. Von insgesamt 11 Sorten sind neun Arabica und ein Robusta mit dabei. Vier Kaffees sind Bio-zertifiziert (was in Anbetracht einer kleinen Rösterei absolut vertretbar ist), zwei entkoffeiniert. 
 
Die Verpackungen kommen allesamt in schwarz daher, sind leider nicht wiederverschließbar und haben keinen Standboden. Das Firmenlogo ist goldfarben gehalten, der Name des Espresso / Filterkaffees mehrfarbig. Insgesamt eine Mischung aus klassisch und moderner. Die Beutel bestehen aus der typischen Kunststoffverpackung. Das Kunststoffventil (Vakuumventil) ist natürlich mit dabei.
Auf der Vorderseite der Verpackung finden wir den Namen der Rösterei und den Namen des Kaffees bzw. Espressos sowie eine stichwortartige Erläuterung, aus welchem Land und welcher Region der Rohkaffee stammt. 
Die Rückseite gibt uns schlafwortartige Auskunft über die Intensität, Aromen und Säuren (Tassenprofil) sowie Zubereitungsempfehlungen. Unten gibt es noch die Adressdaten und das MHD. Was wir vermissen sind genaue Angaben zur Farm, von der der Rohkaffee stammt, zur Anbauhöhe, zu vorliegenden Varietäten und zur Aufbereitung (washed, natural, honey etc.) Auch die Homepage schweigt sich hierzu leider komplett aus, was wir im Zuge der „Third Wave Coffee“-Bewegung begrüßen würden. Ebenso fehlt das Röstdatum. Auch wenn eine Rückrechnung vom MHD möglich ist, sollte aufgrund der Frische des gerösteten Kaffees jenes Röstdatum zu finden sein. 
Die uns zur Verfügung gestellten Sorten können nicht nur in ganzer Bohne, sondern auch in verschiedenen Zubereitungsarten gemahlen bestellt werden. Den Kaffee bietet Peter Suchon in den Packungsgrößen 250g, 500g und 1000g an.  Preislich liegt man bei den 250g Packungen zwischen knapp 8 Euro und knapp unter 10 Euro, was im guten Mittelfeld rangiert. Das Bohnenbild / Röstbild der getesteten Sorten ist sehr homogen, Defekte sind nur wenige zu finden.
 
KaffeeKatzBild2Zubereitung
Für unseren Test haben wir den Espresso mit unserer Baratza Sette 270Wi für den Siebträger gemahlen. Auch den Vollautomaten haben wir gefüllt. Bei der Zubereitung haben wir uns an die Vorgaben von Peter Suchon gehalten und unsere eigenen Einstellungen zum Mahlgrad etc. quergetestet und verglichen. Hierzu können wir schon einmal vorab sagen, dass wir sehr stark bei seinen Einstellungen sind. 
 
Die sechs Testsorten: Beschreibung und im Geschmackstest
Leider können wir euch keine genauen Angaben zur Herkunft des Rohkaffees machen. Daher beschränken wir uns für unseren Test lediglich auf den Geschmack. 
Erhalten haben wir den Espresso „Nino“, einen Bio-Espresso aus Guatemala, den Espresso „Rocco“ aus Brasilien, den Espresso „Mara“, einen Bio-Espresso aus Indien, den Espresso „Nubia“ aus Äthiopien“ sowie die beiden Espressi „Nora“ aus Mexico und „Nubia“ aus Äthiopien. 
Geschmacklich konnten uns im Test alle sechs Sorten überzeugen. Sowohl als klassischer Espresso als auch als Milchmischgetränke wie Latte Macchiato und Cappuccino wissen die Sorten zu gefallen. Dabei wartet jeder Espresso – landesbedingt – mit unterschiedlichen Ausprägungen auf. Vor allem der aus Mexico stammende „Nora“ mit seinen leicht fruchtigen Noten und seinem recht langen Abgang, der „Nino“ mit seinen kräftigen Nuancen und der intensive, durch seinen Geschmack von dunkler Nussschokolade und vollem Körper geprägte „Mara“ konnten punkten.
 
Fazit: Die Kaffeerösterei „Kaffee Katz“ bietet tolle Espressi mit spannenden Aromen und feinem Geschmack. In Punkto Transparenz, Nachhaltigkeit und Fairness bietet das Unternehmen leider nahezu keine Informationen. Hier sollte unbedingt nachgebessert werden. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.
 
7Zusammensetzung der Gesamtbewertung:
Qualität: 8 von 10 Punkten
Fairness und Nachhaltigkeit: keine Auskünfte außer dem „Bio-Siegel“
Geschmack: 8 von 10 Punkten
Transparenz: 5 von 10 Punkten
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Peter Suchon von der Kaffeerösterei „Kaffee Katze “ für die zur Verfügung gestellten Testexemplare.
 
D. Stappen
 

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