Life & Coffee: "Mama Ayu" und "Papa Ban" im Test

| Marc Heiland | Kaffeewelten
LifeandCoffeePapaIn den vergangenen vier Jahren haben wir euch die wunderbaren und einzigartigen „Familienmitglieder“ (Kaffee- und Espresso-Sorten) von „Life & Coffee“ aus Baden-Baden vorgestellt, die Markus Schlotter, Inhaber und Röster von „Life & Coffee“ mit viel Leidenschaft und Hingabe für euch röstet. Sie alle erzählen mit ihren Namen eine Geschichte, da sie realen Vorbildern und ihren Charakteren nachempfunden wurden.  
 
Noch nicht vorgestellt haben wir euch die beiden „Oberhäupter“ des Kaffeesortiments von „Life & Coffee“ mit Namen „Mama Ayu“ und „Papa Ban“. Hierzu erklärt Markus Schlotter auf der Internetpräsenz von „Life & Coffee“: 
„Mama Ayu ist eine wirklich herzliche Mama, die im Hintergrund immer die Fäden in der Hand behält. Sie ist bezaubernd, genau wie der von ihr geliebte Kaffee: Mild, herzlich, schmeichelnd und wärmespendend – gleichzeitig liegt stets ein Hauch von Mandel in der Luft!
Bei den Kaffeebauern vor Ort konnte ich von der Pflanze bis zum fertigen Röst-Kaffee alles im Blick haben und so wirklich alle Schritte und den Geschmack mit beeinflussen.“
Zu „Papa Ban“ erfahren wir: „Er ist das Familienoberhaupt und der stille Arbeiter, der liebevoll den Nachwuchs betreut und aufzieht. Papa „Ban“ heisst „Heim“ oder „zu Hause“, aber auch „blühen“; alles trifft auf Papa zu! Diese feine, spritzige und süße Art ist die geheime Seite des Patriarchen!
Wir sind bei der Ernte und Aufbereitung persönlich dabei gewesen: Die Liebe und Sorgfalt in dem kleinen Dorf spiegeln sich in der erfrischenden und belebenden Wirkung des puren Genusses wider.“
 
Der Rohkaffee zu diesen beiden „Familienoberhäuptern“ stammt von einer Kooperative, die in den 70er Jahren auf Initiative der thailändischen Regierung entstand, um den Bauern eine Alternative zum Opiumanbau aufzuzeigen. Die ca. 100 Familien aus dem Dorf Khun Chang Khian – in der Provinz Chiang Rai im Norden Thailands – machen die Aufbereitung, d.h. Pflücken, Waschen, Fermentieren, Trocknen und mehrfaches Sortieren in mühsamer Handarbeit, worauf die Bergbauern, die so genannten „Hilltribes“, sehr stolz sind. Die Plantagen werden organisch bewirtschaftet, und der Kaffee wächst unter schattenspendenen Litschi- und Macadamiabäumen. Auf den Einsatz künstlicher Dünger und Pestizide wird bewusst verzichtet. Die Kaffeebäume werden in einer Höhe von etwa 1300m – 1700m angebaut. Der Rohkaffee liegt in den Varietäten „Yellow Catuai“ und „Catimor“ vor und wird gewaschen aufbereitet. 
 
Geschmacklich sind beide Kaffees als „Terrassenkaffees“ zu bezeichnen. Unaufdringlich und weich sind die Sorten für alle, die leichte Filterkaffeeröstungen bevorzugen. „Mama Ayu“ entfaltet seine nussig-würzigen Aromen schon recht früh. Noten, die an Macadamia und Vanille erinnern und durch sein samtiges Tassenprofil abgerundet werden, ergänzen das milde Aroma. Dennoch verfügen beide Sorten über einen recht langen Nachhall. Als Latte Macchiato oder Cappuccino empfehlen wir die beiden Sorten nur bedingt, da der Geschmack in der Milch ein wenig untergehen kann. Beim „Papa“ überzeugen die leicht fruchtig-zitrigen Noten, die eine ganz feine Säure ausbilden. 
 
8Fazit: Wie bereits erwähnt handelt es sich hier um zwei ausgesprochen milde Kaffees, die eher am Nachmittag auf der Terrasse oder mit Freunden beim Plausch und einem leckeren Stück Kuchen genossen werden und weniger als Wachmacher. Geschmacklich sind beide Sorten durchweg überzeugend. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Markus Schlotter von „Life & Coffee“ für die zur Verfügung gestellten Testmuster.
 
M. Heiland

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