Brewista Artisan im Test

| Marc Heiland | Kaffeewelten

BrewistaArtisanAls meine Großmutter vor rund 40 Jahren ihren Kaffee morgens in der Küche zubereitete, goss sie mit einem Wasserkocher, der auf dem Herd erhitzt wurde, heißes Wasser in einen Porzellanfilter. Bereits nach wenigen Minuten zog der Duft von frisch gebrühtem Kaffee durch das Haus. Zu dieser Zeit wurde die Zubereitung des Kaffees noch nicht zelebriert, sondern es musste recht zügig gehen, damit auch beim Frühstückstisch der Kaffee bereitstand. Doch in den vergangenen Jahrzehnten hat sich so einiges getan…

Wer sagt denn, dass Zubehör nicht sexy sein kann?
Waren Wasserkocher noch bis vor einigen Jahren eher Mittel zum Zweck, so sind sie mittlerweile ganz neu konzipiert und unterliegen nun auch einem gewissen ästhetischen Anspruch. Dennoch haben die meisten Wasserkocher für Pour-Over-Kaffee ein eher einheitliches und manchmal auch recht steriles Erscheinungsbild. 
Dass das auch besser und abwechslungsreicher geht, beweist nun Brewista mit seiner „Artisan“, einem elektrischen Schwanenhalskessel. Hierbei handelt es sich um den Nachfolger des beliebten elektrischen Schwanenhalskessels, den wir für euch bereits vor vier Jahren testen durften und der wohl in den meisten Cafés, Röstereien und Bars von den zahlreichen Baristas weltweit genutzt wird.
 
Der „Artisan“ kommt in schwarz, weiß oder silber daher, was ihm durchaus eine gewisse Attraktivität verleiht. Der matt beschichtete Edelstahlkörper kommt darüber hinaus mit Holzapplikationen daher, was das Gewicht so beeinflusst, dass der Brühprozess noch effizienter abläuft. Auch diese Applikationen lassen den Kessel optisch noch ansprechender wirken. 
Leider besitzt der Kessel nicht mehr – wie beim alten Modell – über 1 Liter Fassungsvermögen. Stattdessen wurde dieses auf 0,9 Liter geschrumpft. Diesen Weg gehen mittlerweile die meisten Entwickler, was wir sehr bedauern. 
 
Der Kessel der „Brewista Artisan“ wird auf eine Platte mit Heizelement gestellt. Hier könnt ihr die Temperatur wählen, eine Zeitschaltuhr aktivieren und die Warmhaltefunktion hinzuschalten. Wie auch beim Vorgänger ist die Temperatur in Ein-Grad-Schritten einstellbar. Dankt einer Leistung von 1000W heizt der Kessel schnell auf, sodass ihr nicht lange auf das heiße Wasser warten müsst. Auch das Thema Sicherheit wird bei der „Artisan“ großgeschrieben. Sollte keine Aktivität stattfinden, schaltet sich das Gerät nach einer Stunde inaktiver Nutzung von selbst aus. Der Kessel wiegt 2,3kg, was absolut in Ordnung ist. Mit den Maßen von 37,5 x 22,5 x 23cm (L x B x H) ist die „Artisan“ recht kompakt und passt so in jede Küche. 
Der Schwanenhals wurde so gesetzt, dass – in Kombination mit dem Rest des Kessels – sowohl ein äußerst feines und langsames wie auch ein schnelleres Gießen ohne Unterbrechung des Wasserstrahls möglich ist. Hierdurch habt ihr stets die perfekte Kontrolle während des Pour Over-Vorgangs. Der Griff profitiert von einer hervorragenden Balance und einem ergonomischen Design, bietet Komfort beim Halten und sorgt für ein fantastisches Aufgießen. 
 
Auch wenn die Brewista Artisan nicht zu den günstigeren Modellen auf dem Markt gehört, lohnt sich die Investition. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut in Ordnung. Die Pflege des Kessels funktioniert einfach und die Resultate beim Aufgießen überzeugen. Schade ist hingegen, dass das Volumen geringer gegenüber dem Vorgänger ist und das ältere Kesselmodelle nicht mit der neuen Platte kompatibel sind. Wer noch einen alten Kessel hat, sich aber aufgrund eines defekten Unterteils ein neues kaufen muss, wird um die Anschaffung eines Komplettsets 9nicht drumherum kommen. Für den Heimbarista bekommt die „Brewista Artisan“ eine ganz klare Kaufempfehlung. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Bestbrew für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.
 
D. Stappen
 

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