Zum Hauptinhalt springen
| Marc Heiland | Kaffeewelten

elbgold9BarHamburg gehört zu den deutschen Städten, die besonders stark mit moderner Kaffeekultur verbunden sind. Einen wesentlichen Anteil daran hat elbgold. Die Hamburger Kaffeerösterei wurde 2004 von Annika Taschinski und Thomas Kliefoth gegründet und zählt damit zu den Pionieren der deutschen Specialty-Coffee-Szene. Was zunächst als Idee während gemeinsamer Reisen entstand, entwickelte sich zu einer etablierten Rösterei mit eigener Café- und Röstereistruktur.

Die Geschichte von elbgold beginnt allerdings schon einige Jahre vor der eigentlichen Gründung. Taschinski und Kliefoth beschäftigten sich bereits in den 1990er-Jahren intensiv mit Kaffee und Café-Konzepten. Reisen durch Europa und andere Teile der Welt sowie Erfahrungen in der damals noch jungen modernen Kaffeekultur prägten ihre Vorstellungen davon, wie Kaffee in Deutschland angeboten werden könnte. 2004 wurde schließlich der erste elbgold-Standort in Hamburg-Winterhude eröffnet.

Vom Café zur Kaffeerösterei

Heute ist elbgold weit mehr als ein Café. Das Herzstück des Unternehmens befindet sich mitten im Schanzenviertel in Hamburg und in unmittelbarer Nachbarschaft zur „Bullerei“ von Tim Mälzer. In der Schanze wird jedoch nicht nur der Kaffee in einer 70kg fassenden Kaffeeröstmaschine von Loring geröstet, sondern natürlich auch Kaffee ausgeschenkt. „Star“ des Ausschanks ist der lange Tisch, auf dem die Mühlen, verschiedene V60-Filtersysteme und die mehrgruppige Siebträgermaschine steht sowie diverse selbstgebackene Leckereien, bei denen natürlich auch das klassische Gebäck Hamburg, das Franzbrötchen nicht fehlen darf. Im Ausschank bietet elbgold die „Stammsorte“ 6a, die nach ihrem alten Stammhaus benannt wurde, einen Decaf sowie eine täglich wechselnde Spezialität. An der Wand hinter dem Tisch erblicken wir einige Syphons für Cold Drip-Kaffees. Die Getränke könnt ihr wahlweise (oder wetterabhängig) drinnen und draußen genießen.

Neben der Rösterei betreibt elbgold mittlerweile mehrere Cafés in Hamburg. Zu den aktuellen Standorten gehören neben der Schanze auch Winterhude, Ottensen, Eppendorf und die Hamburger Innenstadt in der Nähe der Europa Passage. Damit verbindet das Unternehmen die klassische Funktion einer Kaffeerösterei mit einer modernen Café-Kultur, in der unterschiedliche Zubereitungsarten und Kaffeespezialitäten direkt ausprobiert werden können.

Direkter Handel und Nachhaltigkeit

Ein wichtiger Bestandteil der elbgold-Philosophie ist der Umgang mit den Produzentinnen und Produzenten. Die Rösterei beschreibt ihren Kaffee als direkt gehandelt und legt Wert auf langfristige Partnerschaften in den Ursprungsländern. Dabei arbeitet elbgold mit Produzenten in Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien zusammen.

Zum selbst formulierten „Goldstandard“ gehören unter anderem faire Preise, Vorauszahlungen und langfristige Beziehungen. Ziel ist es, den Produzenten eine größere wirtschaftliche Planungssicherheit zu ermöglichen und gleichzeitig Kaffees von hoher Qualität einzukaufen. Für elbgold gehören Qualität und Verantwortung damit ausdrücklich zusammen.

Auf diese Weise sind in all den Jahren viele Freundschaften entstanden und vor Ort konnte zahlreichen Bauern bei ihren Projekten geholfen werden. Zusätzlich bezieht die Schwesterfirma „Plot Coffee“ die Kaffeebohnen direkt, um sie an Röstereien weltweit zu verkaufen.

Kaffee zwischen Alltag und Specialty Coffee

Interessant ist die Bandbreite des Sortiments. Neben klassischen und dauerhaft verfügbaren Kaffees finden sich bei elbgold auch wechselnde Single Origins und besondere Raritäten. Die aktuelle Auswahl reicht beispielsweise von schokoladigeren Kaffees aus Mittelamerika bis zu deutlich fruchtbetonten Kaffees aus Ländern wie Äthiopien oder Ruanda. Auch experimentellere Aufbereitungen wie anaerob fermentierte Kaffees gehören zum Sortiment.

Damit versucht elbgold, unterschiedliche Facetten moderner Kaffeekultur abzubilden: vom unkomplizierten Espresso für den Alltag bis zum außergewöhnlichen Specialty Coffee, bei dem Herkunft, Varietät, Aufbereitung und sensorisches Profil stärker in den Mittelpunkt rücken. Dabei arbeitet die Rösterei ausschließlich mit Arabica-Bohnen und verzichtet – als eine der wenigen Röstereien heutzutage – auf Robusta.

Unser Eindruck vor dem Test

Für die Kaffeewelten ist elbgold deshalb besonders interessant. Die Rösterei verbindet eine mittlerweile mehr als 20-jährige Unternehmensgeschichte mit einem klaren Anspruch an Specialty Coffee, Rohkaffeequalität und Transparenz. Gleichzeitig ist elbgold keine kleine Boutique-Rösterei geblieben, sondern eine etablierte Hamburger Marke mit eigener Rösterei, mehreren Cafés und einem breiten Sortiment.

Doch wie viel von diesem Anspruch landet tatsächlich in der Tasse?

Genau das wollen wir uns im anschließenden Test genauer anschauen. Dabei geht es nicht nur um die Verpackung oder die Geschichte hinter dem Kaffee, sondern vor allem um das, was für Kaffeetrinker am Ende entscheidend ist: Wie präsentieren sich die Bohnen nach dem Öffnen, wie verhalten sie sich in der Mühle und im Siebträger – und vor allem: Wie schmecken sie?

Übersicht über das Sortiment

Aktuell (Stand 08/26) hat die Rösterei elbgold acht Filterkaffees und neun Espresso-Sorten sowie drei Special Editions im Sortiment. Im Online Shop könnt ihr jede Sorte in den Packungsgrößen zu 250 g, 500 g und 1000 g als ganze Bohne oder gemahlen kaufen. Ein Abo wird ebenfalls angeboten. Zu den unterschiedlichen Sorten gibt es auf der Homepage des Unternehmens umfassende Informationen zur genauen Herkunft des Rohkaffees, zur Anbauhöhe, zum Kaffeebauern, zur vorliegenden Varietät, und auch zur Aufbereitungsmethode des Rohkaffees. Dieser wird u.a. in Zusammenarbeit mit Ocafi importiert.

Die Sorten in der Vorstellung und im Geschmackstest

Besonders interessant wird es, wenn man sich nicht nur einen einzelnen Kaffee anschaut, sondern verschiedene Espressi aus dem Sortiment miteinander vergleicht. Genau das haben wir gemacht und dafür fünf unterschiedliche Vertreter aus dem elbgold-Portfolio unter die Lupe genommen. Vom klassischen, kräftigen NEUNBAR über die hellen und fruchtbetonten Kaffees BOMBE und NOBILE bis hin zum gemeinsam mit dem FC St. Pauli entwickelten GAME CHANGER und dem entkoffeinierten KENIA DECAF reicht die geschmackliche Bandbreite erstaunlich weit.

Das Ergebnis ist weniger eine Suche nach dem „besten“ Espresso als vielmehr eine Reise durch unterschiedliche Interpretationen dieser Zubereitungsart. Denn schnell wird deutlich: Bei elbgold soll Espresso nicht zwangsläufig gleich schmecken. Vielmehr bekommt jeder Rohkaffee die Möglichkeit, seinen eigenen Charakter zu zeigen.

Was uns beim Test wichtig war

Bei der Verkostung haben wir bewusst darauf geachtet, die einzelnen Kaffees nicht ausschließlich nach persönlichen Vorlieben zu beurteilen. Gerade bei Specialty Coffee kann ein Kaffee geschmacklich völlig anders ausfallen als das, was man von einem klassischen Espresso gewohnt ist. Eine deutlich wahrnehmbare Säure oder ausgeprägte Fruchtnoten sind deshalb nicht automatisch Qualitätsmerkmale – genauso wenig wie eine dunkle Röstung oder kräftige Röstaromen grundsätzlich für einen guten oder schlechten Kaffee stehen.

Entscheidend war für uns vielmehr, wie stimmig das jeweilige Konzept umgesetzt wurde. Wie präsentiert sich der Espresso in der Tasse? Wie entwickeln sich Süße, Säure und Körper? Welche Aromen lassen sich erkennen? Wie verhält sich der Kaffee bei der Zubereitung und wie lange bleibt sein Geschmack im Nachhall erhalten?

Dabei zeigte sich sehr schnell, dass die fünf Espress-Sorten kaum unterschiedlicher sein könnten.

NEUNBAR – der Klassiker im elbgold-Sortiment

Der NEUNBAR ist der Espresso für all diejenigen, die unter einem Espresso noch immer einen kräftigen, körperreichen und schokoladigen Kaffee verstehen. Mit seiner Full-City-Röstung nimmt er innerhalb des elbgold-Sortiments eine Sonderstellung ein. Während viele andere Kaffees der Rösterei deutlich heller entwickelt werden, setzt der NEUNBAR bewusst auf eine kräftigere Röstung.

Und das schmeckt man.

Bereits beim ersten Schluck präsentiert sich der Espresso mit ordentlich Körper und einer angenehm niedrigen Säure. Dunkle Schokolade steht im Vordergrund, dazu kommen Walnuss und eine dezente Süße, die an Marzipan erinnert. Die Crema fällt dicht aus und trägt zu dem klassischen Espressoeindruck bei. Im Abgang bleibt der Kaffee lange präsent und entwickelt eine angenehme Wärme.

Der NEUNBAR ist dabei ausgesprochen unkompliziert. Er funktioniert pur, eignet sich aber ebenso für Cappuccino, Flat White oder andere Milchgetränke. Gerade im Alltag ist das eine seiner größten Stärken. Der Kaffee verlangt keine lange Beschäftigung mit Rezeptparametern oder Extraktionsdetails, sondern liefert zuverlässig einen kräftigen Espresso.

Wer wenig Säure bevorzugt und einen klassischen, schokoladigen Espresso sucht, dürfte mit dem NEUNBAR sehr glücklich werden. Für uns ist er der unkomplizierte Allrounder im Testfeld.

elbgoldBombeBOMBE – Äthiopien als heller Espresso

Mit dem BOMBE ändert sich das Geschmacksbild grundlegend. Der Kaffee stammt aus dem äthiopischen Sidama und wächst dort auf Höhen von rund 1.950 bis 2.150 Metern. Die vergleichsweise kühlen Bedingungen sorgen für eine langsame Reifung der Kaffeekirschen und bilden damit eine wichtige Grundlage für die aromatische Komplexität dieses Kaffees.

Hinzu kommt die Natural-Aufbereitung. Die Kirschen werden nach der Ernte sorgfältig selektiert und anschließend langsam getrocknet. Gerade diese Aufbereitung trägt dazu bei, dass der Kaffee eine intensive Süße und ausgeprägte Fruchtnoten entwickeln kann.

Als heller Espresso bleibt der BOMBE seinem Ursprung bemerkenswert treu. Mandarine und helle Steinfrucht prägen den ersten Eindruck. Dahinter entwickelt sich eine Süße, die an Marzipan erinnert. Besonders auffällig ist die lebendige Säure, die eine klare Maracuja-Assoziation hervorruft.

Der Körper ist deutlich leichter als beim NEUNBAR, dafür besitzt der BOMBE eine cremige Textur und eine ausgesprochen hohe aromatische Transparenz. Dieser Espresso möchte nicht einfach nebenbei getrunken werden. Er verlangt Aufmerksamkeit und belohnt diese mit einem vielschichtigen Geschmacksbild.

Wer bisher ausschließlich klassische Espressoröstungen getrunken hat, dürfte zunächst überrascht sein. Für Liebhaber heller Espressi ist der BOMBE dagegen eine ausgesprochen spannende Entdeckung.

NOBILE – Espresso als bewusster Gegenentwurf

Noch konsequenter verfolgt der NOBILE die Idee, Espresso nicht über Rösttiefe und Bitterkeit zu definieren. Der Kaffee gehört bereits seit den Anfangsjahren von elbgold zum Sortiment und steht damit gewissermaßen für die eigene Philosophie der Rösterei.

Im Blend treffen Natural-Kaffees aus Äthiopien, Costa Rica und Ruanda aufeinander. Vor allem der äthiopische Anteil bringt intensive Fruchtigkeit und Süße in die Mischung. Costa Rica und Ruanda sorgen für Balance und zusätzliche Struktur.

Die helle Röstung unterstreicht diese Eigenschaften. Der NOBILE zeigt eine deutliche Süße und erinnert aromatisch an Nougat, Aprikose und Brombeere. Dazu kommt eine weiche, beinahe seidige Textur. Die Säure ist deutlich vorhanden, bleibt aber in das Gesamtbild eingebunden.

Dieser Espresso ist sicherlich nicht der Kaffee, mit dem man jeden traditionellen Espressofan überzeugen wird. Wer einen kräftigen, bitteren und stark gerösteten Espresso erwartet, dürfte sich zunächst umgewöhnen müssen. Wer dagegen fruchtige Specialty-Coffee-Profile schätzt, bekommt einen außergewöhnlich charaktervollen Espresso.

Der NOBILE ist damit tatsächlich ein Gegenentwurf zur klassischen Espressoidee. Und genau deshalb hat er seine Berechtigung.

GAME CHANGER – Kaffee mit Haltung

Eine besondere Stellung nimmt der GAME CHANGER ein, der gemeinsam von elbgold und dem FC St. Pauli entwickelt wurde. Die Kooperation beschränkt sich dabei nicht auf ein gemeinsames Branding. Hinter dem Kaffee steht ein Konzept, das sich intensiv mit den Bedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette beschäftigt.

Der Kaffee verbindet Bohnen aus dem Araku Valley in Indien mit einem Kaffee aus Sidama in Äthiopien. Dabei geht es um langfristige Partnerschaften mit den Produzentinnen und Produzenten, faire Preise und Investitionen in die Zukunft der Anbauregionen.

Gerade das Araku Valley ist ein interessantes Beispiel dafür, wie Kaffeeanbau mit ökologischen und sozialen Projekten verbunden werden kann. Die dortigen Gemeinschaften arbeiten unter anderem mit biodiversen Anbausystemen, bei denen Kaffee gemeinsam mit weiteren Pflanzen kultiviert wird. Wissen über nachhaltigen Anbau, Kompostierung und natürliche Düngung wird innerhalb der Dorfgemeinschaften weitergegeben. Gleichzeitig ermöglichen digitale Systeme eine bessere Rückverfolgbarkeit der einzelnen Ernten.

Im Geschmack präsentiert sich der GAME CHANGER deutlich kräftiger als BOMBE oder NOBILE. Dunkle Schokolade bildet die Basis, dazu kommen Honig und Haselnuss. Die Säure bleibt angenehm zurückhaltend. Dadurch entsteht ein runder Espresso mit kräftigem Körper, der sich auch hervorragend für Milchgetränke eignet.

Der GAME CHANGER verbindet damit zwei Ebenen: einen zugänglichen und kräftigen Espresso in der Tasse und ein ambitioniertes Konzept hinter dem Produkt.

elbgoldNobileKENIA DECAF – entkoffeiniert ohne Verzicht

Der KENIA DECAF dürfte insbesondere diejenigen interessieren, die auf Koffein verzichten möchten, aber beim Geschmack keine Kompromisse eingehen wollen.

Der Rohkaffee stammt aus Nyeri in Kenia und wächst auf einer Höhe von etwa 1.800 bis 2.000 Metern. Klassische kenianische Varietäten wie SL28 und SL34 bilden gemeinsam mit Ruiru 11 und Batian die Grundlage des Kaffees. Die gewaschene Aufbereitung sorgt für ein klares und strukturiertes Profil.

Entkoffeiniert wird der Kaffee mithilfe eines CO₂-Verfahrens. Dabei wird das Koffein unter kontrollierten Bedingungen aus der Bohne gelöst, während die übrigen aromatischen Bestandteile möglichst weitgehend erhalten bleiben sollen.

In der Tasse macht sich diese Herangehensweise bezahlt. Der KENIA DECAF besitzt einen kompakten Körper und eine angenehme Süße. Kakaonibs und dunkles Karamell bestimmen den Grundcharakter. Dazu kommt eine feine Mandarinenote, die dem Espresso eine angenehme Frische verleiht.

Bemerkenswert ist, dass der Kaffee trotz seiner Entkoffeinierung nicht eindimensional wirkt. Die für Kenia typische Frische bleibt erkennbar, ohne unangenehm spitz zu werden. Der Abgang ist sauber und angenehm lang.

Für uns ist der KENIA DECAF deshalb weit mehr als ein funktionaler koffeinfreier Ersatz. Er ist ein eigenständiger Espresso, der auch geschmacklich überzeugen kann.

Fünf Espressi, fünf unterschiedliche Vorstellungen

Die Verkostung der fünf Kaffees macht deutlich, wie breit das Spektrum innerhalb des modernen Espresso geworden ist. Während der NEUNBAR mit kräftiger Röstung, dunkler Schokolade und wenig Säure bewusst klassische Erwartungen erfüllt, gehen BOMBE und NOBILE einen völlig anderen Weg.

Hier stehen Herkunft, Aufbereitung und die natürlichen Eigenschaften der Kaffeebohne deutlich stärker im Vordergrund. Frucht, Süße und Säure werden nicht durch eine dunkle Röstung überdeckt, sondern bewusst herausgearbeitet.

Der GAME CHANGER wiederum verbindet einen klassischenen, kräftigeren Geschmack mit einem Konzept, bei dem soziale und ökologische Verantwortung eine wichtige Rolle spielt. Der KENIA DECAF beweist schließlich, dass auch entkoffeinierter Kaffee durchaus komplex und charaktervoll sein kann.

Unser Fazit: elbgold macht es dem Kaffeetrinker nicht unbedingt einfach – und das ist positiv gemeint. Die Rösterei bietet nicht einfach fünf Varianten desselben Espresso-Stils an, sondern zeigt, wie unterschiedlich Kaffee interpretiert werden kann.

Unser persönlicher Favorit hängt deshalb stark davon ab, worauf man gerade Lust hat. Für den klassischen Espresso oder Cappuccino würden wir zum NEUNBAR greifen. Seine Kombination aus Körper, Schokolade, Nuss und geringer Säure macht ihn zu einem ausgesprochen zuverlässigen Alltagskaffee.

Wer dagegen fruchtige und moderne Espressoprofile bevorzugt, sollte sich BOMBE und NOBILE genauer ansehen. Beide zeigen eindrucksvoll, wie viel Herkunft und Aufbereitung auch im Espresso ausmachen können. Der BOMBE wirkt dabei etwas zugänglicher, während der NOBILE mit seinem ausgeprägten Fruchtprofil deutlich stärker polarisiert.

Der GAME CHANGER ist eine interessante Kombination aus kräftigem Espresso und einem umfassenderen Verständnis von nachhaltigem und fairem Kaffeehandel. Der KENIA DECAF wiederum ist unsere Empfehlung für alle, die am Abend oder aus anderen Gründen auf Koffein verzichten möchten, ohne auf einen charaktervollen Espresso verzichten zu wollen.

Was uns bei elbgold letztlich am meisten überzeugt, ist die Konsequenz, mit der unterschiedliche Rohkaffees behandelt werden. Nicht jeder Kaffee wird auf dasselbe Geschmacksbild getrimmt. Stattdessen orientiert sich die Röstung an dem, was der jeweilige Rohkaffee mitbringt.

Und genau das macht den Test spannend. Denn guter Espresso muss nicht zwangsläufig dunkel, bitter und kräftig sein. Er kann schokoladig und klassisch sein, aber ebenso fruchtig, floral, süß oder überraschend komplex. elbgold zeigt mit seinem Sortiment sehr eindrucksvoll, dass zwischen diesen Polen ausreichend Platz für ganz unterschiedliche Vorlieben bleibt.

Für uns ist deshalb nicht die Frage entscheidend, welcher dieser sechs Espressi der „beste“ ist. Die interessantere Frage lautet: Welcher passt zu mir? Und genau darauf liefert das Sortiment von elbgold erfreulich viele Antworten.

In Sachen Nachhaltigkeit und Fairness gibt es einige allgemeine Aussagen, aber auch konkretere Angaben zum „Social Impact“, also wie beispielsweise die Bauern vor Ort unterstützt werden, welche sozialen Projekte auf den Farmen angestoßen und intensiviert werden oder welche Beträge bei den Kaffeefarmern ankommen.

Zusammensetzung der Gesamtbewertung:

Qualität: 9 von 10 Punkten

9Fairness und Nachhaltigkeit: 9 von 10 Punkten

Geschmack: 9 von 10 Punkten

Transparenz: 9 von 10 Punkten

Wir bedanken uns bei der Rösterei Elbgold für die zur Verfügung gestellten Testmuster.

Bilder: (c) elbgold, Text: (c) M. Heiland

Impressum - Datenschutz

Copyright 2016 © Inn-Joy.de All Rights Reserved. 

Joomla! © name is used under a limited license from Open Source Matters in the United States and other countries.