inn-joy live @ Dark Escape Room METAMORPHOSIA - Eloria Erlebnisfabrik Bottrop

| Marc Heiland | Navigation
EloriaMetamorphosiaIn der heutigen, schnelllebigen Zeit, in der wir überall Informationen bekommen können, alle möglichen Dinge in den sozialen Netzwerken mehr oder minder sinnlos konsumieren, am besten überall zugleich sein wollen und versuchen, uns und unseren Tag zu optimieren, sind unsere Sinne oft überfordert und überreizt. Zurück zu den Wurzeln, die Sinne schärfen und absoluten Minimalismus um sich herum vorzufinden, fällt den meisten von uns mit Sicherheit schwer. Manchen ängstigt auch das Gefühl, sich wieder auf das Minimum zu beschränken und auf sich selbst zu verlassen. Ähnlich könnten auch die Gedanken gewesen sein, die die Entwickler des „Dark Escape Room: METAMORPHOSIA - Die dunklen Höhlen des ELORIA barbari“ von „Eloria – Erlebnisfabrik“ gewesen sein, als sie dieses Abenteuer im Dunkeln entwickelten. Denn hier werdet ihr auf eure Sinne und eure Kommunikation reduziert und müsst euch im Dunkeln gegenseitig vertrauen, tasten, hören, greifen und begreifen und miteinander sprechen. Vielleicht für uns schnelllebigen Gesellschaft genau das Richtige? Wir haben es für euch herausgefunden.
 
Dark Experience
Streng genommen ist dieser Escape Room kein Escape Raum, sondern eher eine Art Erlebnis-Abenteuer in nahezu absoluter Dunkelheit. Und mit diesem Vorwissen solltet ihr den Raum auch angehen, da ihr ansonsten falsche Vorstellungen haben könntet, die euch möglicherweise irritieren könnten oder mehr…
Zuerst muss festgehalten werden, dass sich dieser Raum noch im Feintuning befindet, da Eloria gerade an ihrer Hauptattraktion „Exploria“ mit Hochdruck arbeitet und hier und da noch Luft nach oben ist. Dennoch ist die „Dark Experience“ als solche fertig und kann auch ohne Einschränkungen erlebt werden. 
 
Unterteilt ist die Experience in ein kurzes, gut gemachtes Briefing in einem kleinen Vorraum, welches uns auf das, was uns erwarten würde, einstimmt. Nach diesem Intro betraten wir einen Fahrstuhl, der uns rund 400m in die Tiefe „fuhr“. Mit kleinen Effekten wurde die Simulation einer echten Schachtfahrt gut umgesetzt. Unten angekommen, betraten wir in völliger Dunkelheit den ersten Spielbereich. Ein Handlauf half uns dabei, uns im Dunkeln zurechtzufinden. Während wir uns so durch die mal engeren, mal geräumigeren Abschnitte langsam vorwärts bewegten und uns sicherheitshalber an den Händen hielten, führte uns die vom Band kommende Stimme einer Wissenschaftlerin immer tiefer in das Geheimnis der Eloria Schmetterlinge ein. An verschiedenen Stationen mussten Rätsel und Aufgaben gelöst werden. Oft mittels Tastsinns oder über das Zuhören und Nachmachen wurden die Rätsel bewältigt, um Türen zu öffnen und weiterzukommen. Im Hellen wären die Aufgaben möglicherweise recht schnell zu lösen gewesen. So aber dauerte es einige Zeit, bis wir die Lösungen finden konnten. Ein Rätsel lösten wir durch Ausprobieren, da das haptische Feedback nicht immer ausreichend war. An zwei Stellen faszinierte und die Raumkonstruktion, da das Gefühl aufkam, sich an einem schrägen Felsen entlang zu bewegen und besonders klein machen zu müssen. Auch wechselte der Bodenbelag, was im Dunklen ein sehr interessantes Gefühl ist. Das finale Rätsel war nicht sonderlich schwer. Leider brach die Immersion zum Schluss stark auf, da hier ein „Wow“-Moment oder ein besonderer Höhepunkt fehlte und wir unvermittelt wieder im Aufzug standen. Hier soll jedoch noch nachgebessert werden, wie wir nach dem Spiel erfahren konnten. 
Ein wenig schade ist, dass der Raum in seiner einfallsreichen Dekoration in der Dunkelheit nicht ausreichend gewürdigt werden kann. Denn, obwohl wir nur fühlen und nicht sehen konnten, wurde der Raum anspruchsvoll gestaltet. Aber: Es handelt sich nun mal um eine „Dark Experience“. 
 
Fazit: Beim „Dark Escape Room: METAMORPHOSIA - Die dunklen Höhlen des ELORIA barbari“ ist noch Luft nach oben. Der Spielleiter, der uns während des Abenteuers mit Rat und Tat in zwei Situationen zur Verfügung stand, hätte zu Beginn noch präsenter sein können. Auch sind die Rätsel bzw. Aufgaben hin und wieder eher willkürlich zu lösen, da es mit der Haptik nicht richtig funktionierte. Zum Schluss fehlte uns noch ein richtiger „Knaller“. Dennoch: Die Atmosphäre ist durchweg gelungen, die Immersion weitgehend gut und die Abwechslung an Rätseln und Aufgaben überzeugte. Für Menschen, die Angst vor der Dunkelheit haben oder klaustrophobisch veranlagt sind (also Angst vor engen Räumen haben), ist der Raum nicht unbedingt geeignet. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.
 
Zusammensetzung der Gesamtbewertung:
Immersion / Atmosphäre: 7
7Story: 7
Rätsel: 7
Gamemaster / Hilfestellungen: 8
Ausstattung des Raumes: 8
Spielspaß: 7,5
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich beim Team von „Eloria – Erlebnisfabrik“ für die nette Betreuung und die freundliche Unterstützung.
 
Text: M. Heiland, C. Heiland
 

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